CD-Review: Winterfylleth - The Divination Of Antiquity

Besetzung

C. Naughton - Gesang, Gitarre
M. Wood - Gitarre
N. Wallwork - Bass, Gesang
S. Lucas - Schlagzeug, Gesang

Tracklist

1. The Divination Of Antiquity
2. Whisper Of The Elements
3. Warrior Herd
4. A Careworn Heart
5. Foundations Of Ash
6. The World Ahead
7. Over Borderlands
8. Forsaken In Stone


Wenn man WINTERFYLLETH eines nicht vorwerfen kann, dann ist es Diskontinuität. Seit ihrem Debüt „The Ghost Of Heritage“ (2008) lieferte das Quartett aus Manchester auf jeder folgenden Platte kontinuierlich das ab, weswegen sie entweder von den Fans geschätzt werden oder ihnen ihre Kritiker Ideenlosigkeit und Variationsarmut vorwerfen. Mit „The Divination Of Antiquity“ legen die Engländer nun ihr viertes Studioalbum vor, erneut via Candlelight Records und wieder in der Besetzung wie auf ihren letzten Veröffentlichungen „The Threnody Of Triumph“ (2012) und „The Mercian Sphere“ (2010). Wie gesagt, WINTERFYLLETH und Kontinuität gehören zusammen, unausweichlich.

Und diese Einschätzung trifft auch voll und ganz auf das musikalische Material von „The Divination Of Antiquity“ zu. Erneut befinden sich darauf wieder durchschnittlich sieben Minuten währende Tracks und wieder ist ein instrumentales Stück darunter, wiederholt kommen Freunde der Geschichte des angelsächsischen Erbes auf ihre Kosten und erneut werden diese Texte von der Musik begleitet, wie sie WINTERFYLLETH seit 2007 praktizieren. Und somit ist alles, was „The Divination Of Antiquity“ ausmacht, gesagt.

Neuerungen oder Überraschungen in jeglicher Hinsicht? Fehlanzeige. Abweichungen vom Konzept der bisherigen Diskografie? Nicht einmal im Ansatz. Der Inbegriff der Kontinuität, nur leider auf Kosten des Potenzials dieser Band, denn sowohl die Spieltechnik als auch die Qualität der Aufnahmen sind sehr homogen und passend aufeinander abgestimmt. Einem Song von „The Divination Of Antiquity“ zu lauschen, weckt im Hörer den Wunsch, mehr von dieser epischen Steigerung, wie sie WINTERFYLLETH perfektioniert hat, hören zu wollen, aber die Enttäuschung folgt sogleich, da der nachfolgende Song nur eine minimale Abwandlung des vorher Gehörten darstellt.

Woher die Engländer die Geduld nehmen, auf ihren Konzerten immer wieder Songs zu spielen, die ähnlicher kaum sein könnten, ist mir unbegreiflich. Und weswegen sie sich die Mühe machen, für jedes neue Album einen Titel zu finden, wenn ihre letzten drei Veröffentlichungen doch locker „The Ghost Of Heritage Pt. 2“, „The Ghost Of Heritage Pt. 3“ und „The Ghost Of Heritage Pt. 4“ hätten heißen können, offenbart sich mir ebenfalls nicht. Insofern: Wer das Debüt von WINTERFYLLETH mochte, sollte sich sämtliche Platten, inklusive der aktuellen, sofort kaufen, alle anderen Hörer verpassen mit „The Divination Of Antiquity“ nichts. Absolut nichts.

Bewertung: 4 / 10

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