Mit einer Doppelveröffentlichung der Alben „The Tower“ und „The Hierophant“ am 19. Dezember läutet das Luxemburger Projekt ROME nach seinem zwanzigjährigen Jubiläum die nächste Schaffensphase ein. „The Tower“ wird dabei als reduziertes Folk-Album beschrieben, das auf eine sehr zurückgenommene Instrumentierung setzt und thematisch um das Bild eines inneren Turms als Ort der Sammlung und Entscheidung kreist. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit einer disziplinierten, widerständigen Haltung in einer von Zerstreuung geprägten Gegenwart.
„The Hierophant“ wird als konzeptionelles Gegenstück dazu angelegt und folgt einer gedanklichen Reise von Momenten der Sammlung bis zu einer symbolisch im Norden verorteten Öffnung. Die Stücke werden als spirituell geprägte Stationen eines geistigen Reisetagebuchs charakterisiert, in denen Motive wie Trauer, Transformation und die Suche nach einer übergeordneten Ordnung aufgegriffen werden. Musikalisch knüpft das Album an den reduzierten Folk-Ansatz jüngerer ROME-Veröffentlichungen an, erweitert diesen aber um zusätzliche atmosphärische Elemente.
Beide Alben werden als eng miteinander verknüpftes Zwillingswerk präsentiert, das innere Konzentration statt bloßer Unterhaltung in den Vordergrund stellen soll. Während „The Tower“ eher auf den Rückzug in eine innere Bastion fokussiert, richtet „The Hierophant“ den Blick stärker auf das Überschreiten der Grenze zwischen Diesseits und Transzendenz und rahmt diese Perspektive in eine Folge symbolisch aufgeladener Songtitel ein.


