CD-Review: Master - The New Elite

Besetzung

Paul Speckmann – Gesang, Bass
Alex "93" Nejezchleba – Gitarre
Zden?k Pradlovský – Schlagzeug

Tracklist

01. The New Elite
02. Rise Up And Fight
03. Remove The Knife
04. Smile As You're Told
05. Redirect The Evil
06. Out Of Control
07. As Two Worlds Collide
08. New Reforms
09. Guide Yourself
10. Souls To Dissuade
11. Twist Of Fate


Müsste ich mich auf eine Band festlegen, die nicht den Rang und Namen hat, der ihr eigentlich gebühren würde, längen die Death-Metal-Vetaranen MASTER wohl nicht schlecht im Rennen. Bereits 1983 gegründet, zehn Alben im Regal und von diversen Genregrößen als Einfluss genannt, ist es eigentlich ein Wunder, dass die Truppe um Szenekoryphäe Paul Speckmann immer noch dem Underground zuzurechnen ist.

Mit „The New Elite“ legt die Band nun ihr elftes Album vor, und stellt ihre Klasse ein weiteres Mal unter Beweis. „Old School!“ steht auch diesmal auf allen Flaggen, und doch ist „The New Elite“ alles andere als langweiliger 08/15-Death-Metal: Coole Riffs, bissiger Sound und nicht zuletzt Speckmanns angepisster Gesang machen „The New Elite“ zu einem echten Leckerbissen für Szenekenner. Stilistisch ist dieses Mal keine merkliche Weiterentwicklung seit dem ebenfalls sehr zu empfehlenden Vorgängerwerk „The Human Machine“ festzustellen – im Gegenteil, selbst im Shuffle-Modus zwischen beiden Alben könnte man die Songs wohl nur am merklich aggressiveren Gitarrensound des neuen Albums unterscheiden. Die Notwendigkeit zu einem Stilwechsel war hier jedoch auch tatsächlich nicht gegeben, war doch schon „The Human Machine“ ein absoluter Höhepunkt in der bisherigen MASTER-Diskographie.
Gleich der Beginn mit dem Titeltrack und dem nicht minder furiosen „Rise Up And Fight“ geht in recht flottem Tempo gleich voll auf die Zwölf… und was in der restlichen, gebotenen Dreiviertelstunde folgt, steht dem in nichts nach. Dass dabei über die Zeit eine gewisse Ermüdung am doch recht charakteristischen Sound der Band einsetzt, ist nicht von der Hand zu weisen – vergleicht man „The New Elite“ aber beispielsweise mit dem aktuellen Asphyx-Album oder anderen Werken aus der Sparte, fährt man mit „The New Elite“ auch diesbezüglich noch wirklich gut.

Mit ihrem mittlerweile elften Album beweisen MASTER ein weiteres Mal, dass sie eigentlich zu mehr als dem ewigen Underground-Tipp taugen würden… braucht sich „The New Elite“ doch qualitativ weder hinsichtlich des Songmaterials, noch im Bezug auf die Umsetzung vor irgend einem Death-Metal-Album der letzten Jahre verstecken. An der Musik jedenfalls hapert es nicht – eher wohl daran, dass MASTER ihre Alben nie angemessen live promoten.

Bewertung: 8.5 / 10

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