CD-Review: Svart - Namnlös Och Bortglömd (EP)

Besetzung

Draug – Gesang, alle Instrumente

Tracklist

01. Den Hemlöses Klagosång
02. Den Sista Droppen Utav Liv
03. Namnlös Och Bortglömd


Draug, der Mann hinter dem schwedischen Ein-Mann-Projekt SVART, scheint nicht nur ein recht talentierter Musiker und Komponist, sondern ein produktiver obendrein zu sein – erscheint die EP „Namnlös Och Bortglömd“ doch quasi zeitgleich zum neuen, zweiten Full-Lenght-Album, „Förlorad“. Warum dann aber zwei Releases, könnte man sich nun fragen – die Antwort liegt in der Musik, sind doch Album und EP grundverschieden.

„Namnlös Och Bortglömd“ beginnt mit aufgelösten Akorden in Midtempo, begleitet von ruhigem Drumming und atmosphärischen Distortion-Gitarren. Zwar zieht das Tempo im weiteren Verlauf bisweilen merklich an, dennoch wirkt das Material nie hektisch, die typische Black Metal-Raserei bleibt (zum Glück) aus. Statt dessen liefert Draug hier zwei Songs in gemäßigtem Tempo, die über je acht Minuten hinweg mit einer ausgewogenen Mischung aus Abwechslung und einprägsamer Wiederholung zu gefallen wissen. Der die EP abschließende dritte Song und Titeltrack, „Namnlös Och Bortglömd“, ist schließlich ein reines Piano-Stück, das die EP stimmig abrundet.
Sicher, etwas ganz besonderes ist das Schaffen von SVART hier nicht, und der relativ dünne Distortion-Gitarrensound wie auch der etwas trashige Keyboard-Sound sind nur als gelungene Homage an den truen Black Metal zu loben… unabhängig davon jedoch muss man Draug zugestehen, dass er das, was er mit seiner Musik wohl ausdrücken möchte, in den drei Kompositionen gekonnt zu vermitteln vermag: Eine düstere Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit wird hier unterstützt vom Artwork, konsequent über die knapp 25 Minuten Spielzeit glaubhaft rübergebracht und aufrechterhalten.

Sicherlich, drei zueinander passende Songs zu schreiben, ist nicht die größte Herausforderung auf Erden, und ob das Material so auch auf einem Album über eine längere Spielzeit begeistern könnte, steht auf einem anderen Blatt.
Als EP jedoch ist „Namnlös Och Bortglömd“ durchaus ein gelungenes Stück Schwarzmetall, das jedem Fan melancholischen, hoffnungslosen und atmosphärischen Black Metal nahegelegt werden kann.

Keine Wertung

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