CD-Review: Vader - Solitude In Madness

Besetzung

Peter – Gesang, Gitarre
Spider – Gitarre
Hal – Bass
James – Schlagzeug

Tracklist

01. Shock And Awe
02. Into Oblivion
. 03. Despair
04. Incineration Of The Gods
05. And Satan Wept
06. Emptiness
07. Final Declaration
08. Dancing In The Slaughterhouse
09. Stigma Of Divinity
10. Bones


VADER wurden 1983 gegründet, hatten eine fast modernere Phase, die in der 2005er EP „The Art Of War“ ihren Höhepunkt fand und kamen spätestens mit „Welcome To The Morbid Reich“ (2011) wieder auf den Geschmack von „old school“. Doch VADER blieben immer VADER. Zumindest im Jahr 2020 und mit Album Nummer 16 (!) soll sich daran auch nichts ändern.

„Solitude In Madness“ heißt das Werk, für das sich die Polen um Piotr Paweł Wiwczarek, den eigentlich alle nur als Peter kennen, vergleichsweise viel Zeit gelassen hat. Lag zwischen den letzten vier Alben jeweils nur ein Jahr, mussten sich VADER-Fans diesmal ganze drei Jahre gedulden.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Auch „Solitude In Madness“ klingt in erster Linie nach VADER: schnell, aggressiv und unverwechselbar. Beschäftigt man sich etwas eingehender mit dem Album, sieht man nicht nur ein detailreiches, absolut stimmiges Oldschool-Artwork, sondern hört auch mehr Thrash-Einschlag denn je. Dieser macht sich besonders in „Incineration Of The Gods“ und „Dancing In The Slaughterhouse“ bemerkbar, und da vor allem im Gesang. Doch auch der Rest des erneut nur knapp halbstündigen Albums tötet mit dem Prügel.

Langsamer sind VADER ebenfalls nicht geworden: Das Tempo der elf Songs, die größtenteils keine drei Minuten dauern, ist durchweg atemberaubend. Furioses Riffing, flinke Soli, wilde Drumrolls – dass hier eine Band musiziert, die stramm auf ihr 40-jähriges Jubiläum zugeht, hört man „Solitude In Madness“ nur im besten Sinne an: an der Souveränität nämlich, mit der VADER hier all ihre Erfahrung in einem rundum gelungenen Album bündeln.

Dass „Solitude In Madness“ zu guter Letzt auch noch mit dem knackigsten Albumsound seit „Impressions In Blood“ von 2006 gesegnet ist, rundet die Sache stimmig ab: In nur 30 Minuten beweisen VADER eindrucksvoll, dass sie in den letzten drei Jahren nichts von ihrer Schlagkraft eingebüßt, sondern Kraft gesammelt haben, um nun umso stärker zurückzuschlagen. Hut ab!

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Bewertung: 9 / 10

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