Interview mit Niklas Karlsson & Fredrik Lennartsson von Orbit Culture

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Die schwedischen ORBIT CULTURE auf dem besten Wege zur internationalen Größe im Metal. Bevor im Herbst ihr neues Album erscheint, hatten wir bei einer ihrer Shows die Gelegenheit, mit Songwriter und Sänger Niklas sowie Bassist Fredrik über erfüllte Kindheitsträume und überwältigende Momente zu sprechen – aber auch über die harte Arbeit und die nötige Portion Glück hinter dem Erfolg.

Heute seid ihr Support für IN FLAMES, im Oktober geht ihr mit GAEREA auf Tour. Ist das ein Teil eures Erfolgsrezepts, dass ihr mit sehr unterschiedlichen Bands harmoniert?
Niklas: Ich hoffe es. Wenn wir ausschließlich Deathcore spielen würden, würden wir natürlich auf Deathcore-Touren landen. Aber es ist cool, dass unsere Musik so breit gefächert ist und wir sowohl mit AVATAR als auch mit GAEREA touren können. Es funktioniert, und das ist großartig.
Fredrik: Ich denke, unsere Songs unterscheiden sich voneinander, und das ist unsere Stärke. Denn wenn wir mit einer Band wie AVATAR unterwegs sind, können wir die Songauswahl an ihren Vibe anpassen, verstehst du? So können wir ihre Fans „stehlen“. (lacht) Wenn wir mit MACHINE HEAD auftreten, ist es dasselbe …
Niklas: Wir versuchen immer, die Setlist entsprechend anzupassen!

ORBIT CULTURE 2025 im InterviewGAEREA etwa sind eine Band, die sich kaum noch einem herkömmlichen Genre zuordnen lässt – das ist bei ORBIT CULTURE ähnlich. Sind die Zeiten des Schubladendenkens vorbei?
Niklas: Ich bin nicht der richtige, um das zu beurteilen, weil wir so in unserer eigenen Blase sind und unser Ding machen. Aber die spezifischen Genres werden etwas aufgeweicht. Ich höre mir immer gerne ein komplettes Death Metal-Album an. Das ist eine coole Sache. Aber man muss heutzutage zumindest versuchen, etwas Einzigartiges zu machen, um sich ein wenig abzuheben.
Fredrik: Man kann immer über Genres reden, Death Metal, Deathcore, bla, bla, bla. Aber am Ende geht es nur darum, gute Musik zu machen.

Glaubst du, dass sich im Laufe der Zeit etwas verändert hat – dass die Musiker früher eher in „ihrem“ Genre geblieben sind, während die Künstler von heute offener für verschiedene Einflüsse sind? Woher zieht ihr eure Inspirationen?
Niklas: Ich kann nur für uns selbst sprechen, wie wir an das Musikmachen herangehen, und wir neigen dazu, uns von allem inspirieren zu lassen, ob es nun IRON MAIDEN, METALLICA oder AVICII sind, spielt keine Rolle. Solange es einen Hook gibt, finde ich das sehr interessant. Aber auch Filmmusik ist für uns eine große Inspiration.

ORBIT CULTURE im Juni 2025 in Leipzig

Auch in Bezug auf die Live-Show hat sich in den letzten Jahren viel getan – heute haben selbst sehr kleine Bands schon eine extrem professionelle Produktion, eine große Lichtshow und so weiter. Wie wichtig ist dieser technische Aspekt aus deiner Sicht heutzutage für den Erfolg?
Fredrik: Wenn man heutzutage eine Show macht, muss man die Leute beeindrucken, weil Musik so universell verfügbar ist. Um ein Publikum wirklich zu beeindrucken, muss man die großen Geschütze auffahren. Natürlich muss man so gut wie möglich spielen und so viel Leidenschaft wie möglich zeigen, eine Show abliefern. Aber eine Lichtshow oder Pyro hilft immer, wenn es erschwinglich ist. Wir wägen das ab: Ist es angebracht, das bei dieser speziellen Show zu machen, oder nicht?
Niklas: Ja, man muss im Grunde das volle Paket anbieten. Aber ich glaube, das ist generell viel einfacher geworden, weil heutzutage jeder so viel selbst machen kann, im Do-it-yourself-Stil. Uns hat das schon immer interessiert: Es macht Spaß, Musik zu machen, aber auch das Drumherum macht Spaß. Wir lieben es, diese Lichttraversen zu bauen, weil wir uns ausprobieren und auch auf diesem Gebiet etwas lernen wollen. Es ist eine Leidenschaft.

ORBIT CULTURE 2025 im InterviewGibt es rückblickend betrachtet einen Moment, an dem du gemerkt hast, dass die Sache funktioniert, in dem du euren Durchbruch erlebt hast?
Niklas: Von 2013 bis 2022 ist für ORBIT CULTURE kaum etwas vorangegangen. Wir haben ein paar Mal im Monat geprobt, hier und da ein paar Videos gedreht. Aber dann standen wir beim Sweden Rock Festival 2022 auf der Bühne und von diesem Tag an hat sich alles verändert, würde ich sagen. Wir haben angefangen zu spielen … und eigentlich haben wir seitdem nicht mehr aufgehört. (lacht) Wir waren auf so vielen Touren. Das Leben hat sich auf die bestmögliche Weise verändert. Ich denke also, dass der große Durchbruch in dieser Phase kam. Es steckte eine Menge harter Arbeit dahinter, aber wir haben auch viel Glück, würde ich sagen.
Fredrik: Die letzten Jahre sind sehr schnell vergangen. Wir sind sehr privilegiert, das zu tun. Es hat aber auch seinen Preis, dass wir zu Geburtstagen nicht zu Hause sein können und so weiter. Ich glaube, das Schlimmste dahingehend war es, als wir von den europäischen Festivals kamen, gefolgt von einer dreiwöchigen Tour mit TRIVIUM in Großbritannien, und dann kamen wir auf das europäische Festland und fuhren hoch nach Schweden. Wir waren etwa 14 Stunden zu Hause, ehe wir nach Kanada geflogen sind, um eine zweite Tour mit AVATAR zu starten. Die dauerte etwa sechs Wochen oder so. Aber manchmal muss man das tun, um den Zeitplan einzuhalten. Und wir haben durch diese Touren Fans dazugewonnen …
Niklas: Ein weiterer Schlüsselmoment war letztes Jahr, als wir mit SLIPKNOT im Madison Square Garden auftreten durften. Da haben wir uns gefragt: Passiert das gerade wirklich? Die Erinnerung an die Show, die Stunde davor, die Stunde danach, ist verschwommen – ganz ohne Alkohol. (lacht)

ORBIT CULTURE im Juni 2025 in LeipzigAus heutiger Sicht: Würdet ihr sagen, ihr wart „vorbereitet“ auf das, was in dieser kurzen Zeit mit eurer Band passiert ist? Oder war es einfach nur überraschend und überwältigend, so nach dem Motto: Was zur Hölle tue ich hier?
Niklas: Exakt so war es! Ich meine, wir waren vorbereitet – aber nicht darauf, dass es so schnell gehen würde …
Fredrik: Ich denke, technisch und von der Bühnenpräsenz und so waren wir ziemlich gut. Aber mental gesehen … in Manhattan zu sein und diesen weltberühmten Veranstaltungsort zu betreten, als verdammte schwedische Bauernband, und als die vierte schwedische Band in der Geschichte überhaupt in dieser Halle zu spielen… das war schon ziemlich surreal. (lacht) Aber es ist auch seltsam, wie schnell man sich an solche Dinge gewöhnt. Zum Beispiel mit Corey Taylor abzuhängen und solche Sachen. Man gewöhnt sich schnell daran, und das ist eine Schande. Man will den gleichen Kick haben wie beim ersten Mal, als so ein Scheiß passiert ist. (lacht)
Niklas: Aber was die Show angeht, wenn wir über die spielerischen Fähigkeiten oder die Bühnenpräsenz sprechen … wenn man sich die Show von Sweden Rock 2022 anschaut, dann ist das jetzt eine ganz andere Band. Wir waren so schüchtern. (lacht) Wir haben uns zumindest ein paar Eier wachsen lassen, glaube ich.

Könnt ihr uns ein bisschen mehr über eure Gefühle erzählen, als ihr das Angebot bekommen habt, mit SLIPKNOT zu spielen? Ich schätze, das war so etwas wie ein wahr gewordener Kindheitstraum, oder?
Fredrik: Ja, definitiv! Ja! Das Lustige ist, dass wir nicht geglaubt haben, dass es wirklich passieren würde …
Niklas: Ich war unterwegs und habe getrunken. Dann wachte ich um 3 Uhr morgens auf und unser Management hatte eine SMS geschickt, in der stand: „Leute, wie wäre es, mit SLIPKNOT im Madison Square Garden zu spielen?“ Ich dachte nur, was zur Hölle? (lacht)
Fredrik: Dinge, die eben nur passieren, wenn man betrunken ist! (lacht)
Niklas: Aber bestätigt wurde es dann im April und im Juli sollte es losgehen. Von diesem Tag an haben wir Vollgas gegeben: Visa und so weiter, zack, zack, zack …

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Gibt es noch eine andere Band, die euch einen Kindheitstraum erfüllen würde, wenn sie euch einladen würde, sie zu supporten?
Fredrik: Ich meine, es gibt eine, aber ich weiß nicht, ob du dich traust …
Niklas: Offensichtlich METALLICA, das wäre Wahnsinn. Aber GOJIRA steht auch auf meiner Bucket List …

Ich würde nicht sagen, dass das ausgeschlossen ist … ich drücke die Daumen! Nun zurück zur Realität: Im Jahr 2023 habt ihr eine EP mit dem Titel „The Forgotten“ veröffentlicht – eure erste rein digitale Veröffentlichung. Was für eine Erfahrung war es, diese Musik nur digital zu veröffentlichen?
Niklas: Wir hätten sie gerne als physische Version herausgebracht, aber das entscheiden dann andere Leute. Also, ja, fuck it … oder so. (lacht)

Es war also nicht eure Entscheidung, es nur digital zu veröffentlichen?
Fredrik: Nein, wenn wir es uns hätten aussuchen können, hätten wir es natürlich als physische Version herausgebracht.

Aber hat es trotzdem seinen Zweck als Veröffentlichung erfüllt?
Niklas: Ich denke schon, ja. Ich meine, es war nur eine EP mit drei Tracks, und einer der Songs darauf, „While We Serve“, ist im Moment einer unserer „größten“ Songs! Ein großer Live-Song – da hat die EP große Auswirkungen.

ORBIT CULTURE 2025 im Interview
Niklas (l) und Fredrik (m) im Interview; © Afra Gethöffer-Grütz/Metal1.info

Aber ihr seid Fans von physischen Veröffentlichungen und keine Leute, denen ein Stream reicht? Seid ihr also Vinyl-Sammler?
Niklas: Ich besitze etwa zwei LPs … aber wenn ich mal eine sehe, ist das cool. Ich bin aber einfach zu geizig, um sie zu kaufen. (lacht)
Fredrik: Ich habe einen Haufen toller Vinyls…

Vielleicht hast du bald noch ein paar mehr, zumindest wenn du von allen Versionen eures neuen Albums ein Belegexemplar bekommst: Es wird in elf verschiedenen Vinyl-Farben erscheinen …
Niklas: Ich glaube, ursprünglich sollten es nur fünf oder so sein, was schon ziemlich viel ist. Aber dann wollte EMP eine exklusive Version machen. Dann wollte Revolver eine exklusive machen. Exklusiv, exklusiv, hier und dort – ihr wisst ja, wie es läuft. Und wir haben uns gesagt: Auf geht’s! (lacht) Ich meine, wenn ihr sie kauft, ist das ja eine großartige Sache! (lacht)

Viele Fans würden auch gerne eure frühen Alben auf CD oder Vinyl kaufen, aber die sind nur noch gebraucht auf Sammlerportalen wie Discogs erhältlich. Gibt es Pläne für eine Wiederveröffentlichung dieser Alben?
Niklas: Wir haben nur über die Alben bis zu „Red Fog“ die volle Kontrolle. Bei „Nija“, „Shaman“, „Descent“ oder „The Forgotten“ können wir nichts entscheiden. Das ist Labelsache, also machen sie leider, was sie wollen – und sie pressen nicht nach. Aber die anderen liegen in unserer Hand.

Und habt ihr irgendwelche Pläne für Re-Releases?
Niklas: Wir haben 2020 eine begrenzte Auflage gemacht, aber ich glaube, die sind ausverkauft. Und der Hersteller, den wir benutzt haben, war ein Arsch. Also haben wir uns ein bisschen zurückgehalten. Aber wir sollten noch ein paar machen, ja.

Würde es dich reizen, sie nicht nur neu aufzulegen, sondern zum Beispiel das Debüt mit deinem heutigen Wissen und Können neu anzugehen?
Niklas: Von der ersten EP habe ich die Dateien leider nicht mehr. Ich kann sie also nicht mehr bearbeiten. Aber nächstes Jahr ist das 10-jährige Jubiläum des Albums „Rasen“. Und ich habe alle Dateien dafür. Vielleicht kann ich damit etwas Cooles machen – keinen Remix, aber ein Remaster oder so. Das ist also der Plan.

ORBIT CULTURE im Juni 2025 in LeipzigAber wie wir alle wissen, sinken die Verkaufszahlen von Platten sowieso, also ist es wichtiger denn je, live zu spielen. Ihr habt in den letzten Jahren etwa 80 Shows pro Jahr gespielt. Ist das eure Komfortzone, oder könntet ihr diese Zahlen noch steigern?
Niklas: Ich denke, wir könnten es noch steigern. Letztes Jahr war es stressig, aber es hat Spaß gemacht: Wir haben im Januar mit MACHINE HEAD in den Staaten angefangen. Dann ging es direkt in die „Descending Into Madness“ Headline-Tour in Europa, dann natürlich die Shows mit SLIPKNOT im Sommer. Und dann Südamerika im Herbst. Es war also ein ziemlich heftiges Jahr. Das Spielen ist großartig – wenn man erst einmal am Ort des Geschehens ist. Aber im Flughafen zu hocken und so … aber es ist trotzdem der beste Job der Welt. (lacht) Das darf man nicht vergessen!
Fredrik: Immer, wenn wir uns mal beschweren, sagen wir … naja, du könntest ja morgen zu einem normalen Job gehen …

Ihr arbeitet also alle Vollzeit für die Band?
Niklas: Ja, letztes Jahr haben wir alle gekündigt. Ich glaube, du und Richard haben jetzt ein bisschen gearbeitet. Nur um ein paar soziale Kontakte zu knüpfen. Aber abgesehen davon ist ORBIT CULTURE unser Leben.

ORBIT CULTURE 2025 im InterviewToll, wenn es funktioniert. Es ist fantastisch. Denn mit Musik Geld zu verdienen ist schwer geworden, alles ist teurer geworden – für Bands, aber auch für Fans. Wenn man sich zum Beispiel das Merch ansieht …
Niklas: Ja, das ist teurer geworden. Das fing während Covid an, würde ich sagen, mit all diesen beschissenen Konzessionsfirmen, die dir in die Tasche greifen wollen. Das ist der Hauptgrund, warum die Preise gestiegen sind. Es ist wegen dieser verdammten Provisionsscheiße. Wenn wir könnten, würden wir ein Shirt für 25 Euro verkaufen. Oder sogar noch weniger. Aber wir müssen sie teurer machen, weil sie uns einfach ausnehmen. Und das tut dem Verbraucher weh. Je größer die Shows, desto mehr Konzessionen. Und je größer die Shows sind, desto mehr Leute kommen natürlich auch. Und wenn es mehr Leute sind, müssen wir mehr Merch mitbringen. Aber wenn es so teuer ist, haben wir am Ende einen Haufen unverkaufter T-Shirts. Denn wer will schon ein T-Shirt für 70 Euro kaufen? Das ist einfach verrückt.

ORBIT CULTURE im Juni 2025 in LeipzigEine weitere Möglichkeit, auf Tour Geld zu verdienen, ist der Verkauf von Meet-and-Greets mit Fans, eine Sache, die ihr auf eurer Headliner-Tour ebenfalls eingeführt habt. Würdet ihr als Fan ein Meet & Greet mit einer Band kaufen, und wenn ja: welche Band wäre das – und wie viel würdet ihr dafür bezahlen?
Niklas: Das habe ich tatsächlich noch nie gemacht. Ich kenne mich also nicht aus, um ehrlich zu sein … (lacht)
Fredrik: Als wir noch auf Konzerte gingen, bevor wir anfingen, in der Band zu spielen und den ganzen Fokus darauf legten, gab es meiner Erinnerung nach nicht so oft Meet & Greets zu kaufen. Ich glaube, das ist eine neue Sache, um ehrlich zu sein …
Niklas: Ich glaube, das gab’s schon immer, aber mit 17 oder 18 hat man sich so was nicht angeschaut, oder?

Früher haben nur die großen Bands so etwas gemacht, und für Preise, die es für Jugendliche unerschwinglich gemacht hat. Aber heute ist das anders. Welche Erfahrungen habt ihr als Band dabei gemacht, wie hat sich das für euch angefühlt?
Niklas: Ich bin ziemlich zwiegespalten. Ich unterhalte mich sehr gerne mit den Fans, aber mir tut das dann auch leid: Da will dir jemand erklären, dass die Texte ihm so viel bedeuten und so, und dann stehen da aber noch 15 andere Leute und scharren mit den Hufen. Es war toll, Fans zu treffen, aber ich würde sie lieber in einer Kneipe treffen, oder ein Bier am Merch mit ihnen trinken. So hat es sich sehr gezwungen angefühlt. Und ich denke, dass es sich auch für die Fans gezwungen angefühlt hat. Sie sind gestresst, knipsen ein Foto hier und eins da, anstatt sich einfach zu unterhalten. Ich denke, es ist cooler, wenn wir nach dem Headliner rauskommen, uns einfach ein Bier nehmen und ein bisschen quatschen. Das mag ich viel mehr. Vor unseren ersten US-Tourneen, als wir noch eine viel kleinere Band waren, konnten wir noch rausgehen und uns alle Bands ansehen, die nach uns gespielt haben, ein Bier mit den Leuten trinken … wir hatten die beste Zeit überhaupt. Aber das könnte bei unseren eigenen Headline-Shows schwieriger sein, weil es dann vielleicht ein bisschen zu voll wird.

ORBIT CULTURE 2025 im Interview

Fredrik: Wir werden sehen, wie wir das in Zukunft machen. Einmal, irgendwo in Kanada, sind wir zum Merch gegangen. Wir haben ein paar Bier getrunken und die Leute kamen zu uns. Dann endete die Show von MACHINE HEAD und die Leute kamen aus dem Konzertbereich. Es bildete sich eine Art Engpass. Denn es waren so viele Leute da, die Fotos machen wollten und so. Die Security meinte dann: „Ihr müsst gehen. Ihr müsst sofort von hier verschwinden.“ Die hatten einfach Sorge um die Sicherheit. Aber wie du schon sagst, wir treffen Leute lieber an der Bar, wo wir uns richtig unterhalten können.

Euer neues Album kommt im Herbst – darüber werden wir uns dann wieder unterhalten. Bisher habe ich nur das Artwork gesehen, aber es sieht wirklich vielversprechend aus …
Niklas: Wir haben das ganze Internet oder Instagram durchforstet, um das perfekte Artwork dafür zu finden. Und es schien fast unmöglich … und dann haben wir diesen Typen gefunden, Miroslav Pecho. Er malte diese riesigen, großformatigen Bilder. In der heutigen Welt mit all dem KI-Kram war uns klar, dass wir dieses verdammte Gemälde kaufen werden. Also haben wir zwei seiner Werke gekauft. Und wie in den guten alten Zeiten haben wir sie abfotografiert und einen Ausschnitt gewählt und so. Das hat Spaß gemacht.

Könnt ihr den Fans einen kleinen Ausblick auf das geben, was sie erwartet?
Niklas: Es wird sehr nach ORBIT CULTURE klingen, aber auch hier und da seine Überraschungen und Wendungen haben. Insgesamt sind wir ziemlich zufrieden damit, würde ich sagen. Aber es ist immer so … man ist ja bekanntlich sein eigener schärfster Kritiker. Und wir haben sowieso schon angefangen, an den neuen Sachen zu schreiben. (lacht)

Es wird also nicht mehr lange dauern, bis…
Niklas: Wir werden sehen. Wir müssen erst mal die Scheiße aus diesem hier heraustouren. Aber wir sind zufrieden. Es gibt ein paar Goldbarren darauf!
Fredrik: Das neue Album ist verdammt geil. Es hebt ORBIT CULTURE auf ein neues Level. Sowohl in Bezug auf den Sound als auch auf das Songwriting. Und dann kommt noch Buster Odeholms Mix und Master dazu. Ich habe das Gefühl, die Songs sind sehr groß, großartig … sie passen sehr gut auf große Bühnen. Ich freue mich schon darauf, diese Songs auf die Bühne zu bringen, mit einem richtigen Publikum. Wir werden mit dieser Platte eine Menge Spaß haben!

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Moritz Grütz

Publiziert am von

Dieses Interview wurde persönlich geführt.

2 Kommentare zu “Orbit Culture

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