CD-Review: In Flames - I, The Mask

Besetzung

Anders Friden - Gesang
Bjorn Gelotte - Gitarre
Niclas Engelin - Gitarre
Bryce Paul Newman - Bass
Tanner Wayne - Schlagzeug

Tracklist

01. Voices
02. I, The Mask
03. Call My Name
04. I Am Above
05. Follow Me
06. (This Is Our) House
07. We Will Remember
08. In This Life
09. Burn
10. Deep Inside
11. All The Pain
12. Stay With Me


IN FLAMES, wir müssen reden. Vielleicht hätten wir das schon viel länger mal tun sollen. Aber ich war ja der Typ, der sich alles hat gefallen lassen, der mit euch durch dick und dünn gegangen ist. Als ihr mit „A Sense Of Purpose“ auf einmal Metalcore machen wolltet: Ich war für euch da, habe mir eure Probleme angehört (Oh, I feel like shit, but at least I feel something“), und versucht, alledem noch etwas Gutes abzugewinnen.

Als ihr euch ohne Jesper erst im Nebel verrannt und euch mit „Siren Charms“ dann erst mal wieder selbst finden musstet, nicht mehr so recht wusstet, wer ihr seid, vor allem aber nicht mehr, was ihr wollt: Ich war für euch da, habe mich bemüht, euch zu verstehen und habe auch an dieser Wendung noch etwas gefunden, das ich gut finden konnte. Auch, weil ich das so wollte. Weil ich immer noch an euch geglaubt habe, vor allem aber an uns: Daran, dass alles wieder gut wird, dass ihr irgendwann merkt, dass nicht nur ich euch brauche, sondern auch ihr mich, euren treuen Begleiter.

Braucht ihr aber nicht, habt ihr gesagt, habt ihr mir ins Gesicht geschrien, oder besser gesagt: gesungen. Höhnisch, mit einem ganzen Kinderchor im Rücken. Und jeder andere hätte verstanden, dass es Zeit ist, zu gehen. Hätte sich enttäuscht abgewandt, sich den Frust weg- und Mut angesoffen und wäre am nächsten Morgen mit einer anderen Band im CD-Player aufgewacht. Ich natürlich nicht. Ich Trottel habe wirklich noch daran geglaubt, dass das mit uns nochmal was werden kann. Habe euch Zeit gegeben, geduldig gewartet, zweieinhalb Jahre.

Und jetzt kommt ihr mit „I, The Mask“ daher.

Mit zwölf Songs, deren billige Riffs ausschließlich Mittel zu einem Zweck sind: Möglichst schnell zu einem Mitsing-Refrain zu kommen. Mitsingbar wohlgemerkt nur für jugendliche Stimmchen, nicht für mich. Dabei habt ihr meine Stimme damals doch so geliebt: leicht heiser, schon während der Show. Aber bei „Only For The Weak“ und wie sie alle hießen, unsere Songs, trotzdem immer noch aus voller Kehle. Und jetzt? Jetzt bleiben die Mitsing-Refrains am Ende nicht einmal im Ohr. Und soll ich euch was verraten? Ich bin sogar froh darüber. Weil ihr eh nur wieder und immer wieder das Gleiche erzählt. Und zwar musikalisch wie textlich.

Musikalisch die gleiche Leier wie schon auf „Battles“: Dass ihr ins Radio wollt, euch eben nicht mehr auf ein Ding festlegen wollt, euch in dem Melodic Death Metal von damals eben nicht mehr so richtig „wiederfindet“, eben auch mal „was Neues ausprobieren“ müsst – und dass ich euch das doch wohl nicht verbieten könne! Dass es ja wohl genauso gut euer Recht sei, kontextfrei ein orientalisches Riff in einem ansonsten generischen IN-FLAMES-Song unterzubringen („Deep Inside“), wie ansonsten ein ganzes Album lang aus dem gleichen, so vielleicht nie geschriebenen IN-FLAMES-Song zu klauen. Schließlich wärt ihr Künstler und niemandem etwas schuldig – und schon gar nicht einem verbitterten Kerl wie mir! Schließlich gäbe es viele andere (jüngere!) Typen da draußen, die sehr wohl zu schätzen wüssten, was ihr zu bieten habt. Und eure Refrains mitsingen könnten. Und sich auch nicht ständig darüber beschweren würden, was ihr da eigentlich singt.

Denn ja, es stimmt schon: In den letzten Jahren habe ich immer öfter abgeschaltet, wenn ihr mich wieder einmal in eine Diskussion über das Leben, das Universum und den ganzen Rest verwickeln wolltet. „Do you think about the end?“ habt ihr gefragt, „Is my life just a big mistake?“ und „Will somebody save me?“ Diese Art Teenage-Angst-Philosophie war leider schon zu Teenagerzeiten nicht mein Fall. Und jetzt bin ich dafür echt zu alt. Und wenn ich das bin, dann wärt ihr es verdammt noch mal eigentlich auch. Aber nein: „Who am I? So many faces …“. Am Arsch.

Und nach alledem habt ihr, IHR auch noch den Mut, MICH zu fragen: „How could you leave me behind?“ und „Stay with me“ zu winseln? Euer Ernst? Wer hat denn hier wen zurückgelassen, mh? Aber eines ist klar: ICH werde nicht ausziehen, da könnt ihr noch so oft „This is our house!“ plärren. Wenn hier einer geht, dann seid ihr das. Und zwar besser schnell, ehe ich mich vergesse. Am besten jetzt sofort. Ah, und „I, The Mask“ könnt ihr gleich mitnehmen.

Euren Fehltritt mit „Battles“ hätte ich euch vielleicht noch verzeihen können. Aber so geht es nicht weiter. Sorry, IN FLAMES, aber das war’s dann wohl mit uns.

Bewertung: 1.5 / 10

Geschrieben am

22 Kommentare zu “In Flames – I, The Mask”

  1. Fan

    ich freue mich sehr auf das Album. Es wird sicherlich für jeden was dabei sein. In Flames waren und bleiben die Besten. Mut zum Neuen, wir verändern uns alle; dass muss nichts schlechtes heißen (In Flames Hörer seit der ersten Stunde)

    1. Moritz Grütz Post Author

      Die Vorfreude sei dir unbenommen, und generell wäre ich der letzte, der „Veränderung“ per se verteufelt. Aber bitte nicht so. Die These, dass hier „für jeden was dabei“ sein sollte, ist deswegen so leider nicht zu halten: Für mich beispielsweise ist hier nicht ein Takt dabei – und es würde mich wundern, wäre ich mit dieser Sicht der Dinge alleine.

  2. P. WIESEL

    Ich hab schon viel früher aufgegeben – nicht wegen Veränderung : die neue Bring me the Horizon ist ein Hit! Nein, ich hab aufgegeben weil In Flames keine Substanz mehr haben und klingen wie eine mittelmäßige Tribute Band von sich selbst – uninspiriert und zehrend von den goldenen Tagen.

  3. Olaf

    Echt jetzt, 1.5 Punkte?

    Wie bekomme ich den 1.5 Punkte: absolut kein Songwriting, blanke Dissharmonie, die Band kann die Instrumente nicht bedienen und das Mixing war ein Griff in’s Klo?

    Ich bin kein In Flames Fan und was ich bis jetzt gehört habe klang eher durchschnittlich.
    Im Metal-Hammer hat das Album den 2. Platz und in RockHard den 21. belegt; also auf keine Fall kann das Album eine totaler Reinfall sein.

    Wenn der Moritz angepisst ist, kommen solche sinnlosen Bewertungen zu Stande ( siehe auch Insomnium Winters Gate).

    Echt, ihr solltet euch in eurer Redaktion mal ein paar Eckpubnkte festmachen, vielleicht eine Art Punktekatalog, damit die Bewertungen auch Aussagekraft und Vergleichbarkeit haben. Sonst könnt ihr euch die Punkte auch schenken und bleibt nur bei einer verbalen Bewertung.

    1. Moritz Grütz Post Author

      Hi Olaf.
      Tatsächlich ist die Punktwertung bei diesem Review absolut irrelevant, es wäre auch egal, ob ich einen oder drei Punkte vergeben habe. Fakt ist, dass ich an diesem Album nichts empfehlen kann, und das muss sich in der Punktwertung auch ausdrücken. Was bringt es, wenn ich, nur weil die Band ihre Instrumente richtig herum hält und der Sound in Ordnung ist erst irgendwo bei 7 Punkten anfange zu bewerten? Dass die Standards eingehalten werden, ist bei einer Band dieser Größe zu erwarten – dafür braucht man keine Extra-Punkte zu vergeben. Aber für unterdurchschnittliches Songwriting müssen auch Punkte unter durchschnitt verteilt werden – und damit sind wir unter 5. Wenn dann noch nichts hängen bleibt, die Songs nach Plastik klingen und nach Radiopop, ist man eben auch mal fix ganz unten.
      Über die Winters Gate können wir gerne hier oder an entsprechender stelle weiterdiskutieren – aber auch hier gilt: Die Standards wurden eingehalten, aber das erwarte ich auch. Darüber hinaus war das Songwriting leider Banane und die Idee, einen Endlossong zu schreiben, der aber völlig ohne Spannungsbogen auskommen muss, schlicht Mist. Auch damit ist die Wertung schnell erklärt.

      1. Olaf

        Hallo Moritz,

        ich denke wir habe da unterschiedliche Meinung zu der Bewertung. Ich sehe hier das Gesamtpaket und du eher die (nicht vorhandene) Innovationen /Entwicklung.
        Ich denke, es macht schon einen Unterschiede ob „Mist“ gut gspielt und produziert wird oder lieblos /diletantisch dahingerotzt wird.
        Ein schlechte Produktion macht jede Innovation zunichte. So gesehen ist das schon ein ernstes Bewertungskritium. Und selbstverständlich ist das auch heutzutage nicht.

        Ich nehme jetzt einfach mal mit, das die Punktverteilung bei dir nur ein Happynesindikator deinerseits ist.

        P.S. Bei Winter’s Gate kommen wir nicht zusammen, das sehe völlig konträr.

        1. Moritz Grütz Post Author

          Dass eine schlechte Bewertung ein Album schlechter macht, ist keine Frage, aber auf dem Level solcher Bands ist eine gute Produktion einfach eine Selbstverständlichkeit, dafür kann ich bei einem Schrottalbum wie diesem WIRKLICH nicht noch Punkte vergeben.

  4. Timo

    Da hat wohl einer seine Tabletten nicht genommen alter Mann? Spaß beiseite.
    Also ich finde das neue Album eigentlich ganz gut gelungen.
    Der Sound ist unverkennbar In Flames und die Songs sind nicht mega aber gut.
    Finde die Riffs nicht langweilig oder billig im Gegenteil.
    Im Vergleich zu Battles wieder ein Schritt in die richtige Richtung.
    Und ganz ehrlich rein musikalisch und technisch tausend mal besser als die ganz alten Songs.
    Ich habe mich wohl an den Sound gewöhnt und finde ihn gut so wie er ist.
    Die Texte treffen den Zahn der Zeit, man muss nur mal genau hin hören und von seinem hohen Ross runter kommen.

    1. Stephan Rajchl

      Hallo Timo,

      ich muss mich zwar Moritz bei seiner Bewertung anschließen (wobei ich bei der Punktevergabe vielleicht nicht ganz so radikal vorgegangen wäre), aber ich finde es gut, dass du deine Meinung begründest und (größtenteils) respektvoll formulierst – was man leider nicht von jedem der Kommentatoren behaupten kann.
      Es wundert mich allerdings schon, dass du dieses Album hier „musikalisch und technisch“ besser als die alten Sachen findest. Ja, die Produktion ist heute geglätteter und professioneller als damals – das ist bei einer Band dieses Kalibers aber auch kein Kunststück und wirkt obendrein ziemlich gekünstelt. Da bevorzuge ich schon den spröden Sound von zB „Whoracle“. Und spielerisch sind die alten Sachen um Längen anspruchsvoller und kreativer. Zum Vergleich: Alben wie „The Jester Race“ haben einer ganzen Musikrichtung den Weg bereitet, entstanden völlig unabhängig von etwaigen Erwartungen der Hörer, gelten mMn auch heute noch zu Recht als Klassiker und erzählten in den Texten interessante Sci-Fi-Geschichten. Die heutigen Alben klingen hingegen mehr oder weniger gleich, sind ganz deutlich auf Mainstream-Tauglichkeit getrimmt und in den Texten scheint sich Friden nur noch auf die erbärmlichste Art und Weise darüber auszulassen, wie gemein doch nicht alle zu ihm sind und dass er doch ohnehin niemanden brauche – als würde er sich sogar schon beim Schreiben darauf einstellen, dass die Leute es nicht mögen werden. Wie man da vom Zahn der Zeit sprechen kann, ist mir schleierhaft. Und das hat auch nichts mit einem hohen Ross zu tun – es gibt genug Bands, die musikalisch top sind, deren Texte man im Großen und Ganzen vergessen kann. Aber die versuchen dann nicht unbedingt krampfhaft, eine Teenie-Hörerschaft anzusprechen. Ich meine, den Trend haben In Flames nicht erst mit diesem Album begonnen, aber solche Geschreibsel wie „This Is Our House“ sind doch einfach nur peinlich…

  5. Kai

    I, THE MASK ist gewöhnungsbedürftig ok.
    Aber InFlames auf diesem Album billige Gitarrenriffs zu unterstellen geht gar nicht und zeigt mir, dass du keine Ahnung hast !

    1. Stephan Rajchl

      Hey Kai,

      können wir uns vielleicht darauf einigen, dass hier keiner mehr Ahnung hat als der andere? Hier geht es um Meinungsaustausch, da ist jede Meinung gleich viel wert, solange sie vernünftig begründet ist, was Moritz in seinem Review durchaus getan hat – mag es auch in einen etwas ungewöhnlichen Text verpackt sein.
      Zur Sache: Das Schlimme an „I, The Mask“ ist gerade, dass es eben NICHT gewöhnungsbedürftig ist. Es klingt einfach nur aalglatt und gezwungen eingängig. Dass man das nicht mag, hat nichts mit Gewöhnung zu tun, sondern damit, dass es schlichtweg belanglos ist. Es klingt einfach nicht nach einer Band, die sich Mühe gibt, die Musik macht, weil sie es gern möchte und weil sie gute Ideen hat, sondern nach einem Produkt, das sich möglichst gut verkaufen soll. Wenn es wirklich darum ginge, dass man sich erst daran gewöhnen müsse, dann wäre das schon längst passiert, denn diese Entwicklung konnte man bei In Flames schon vor Jahren feststellen.

  6. Torben

    Oh, da hast du aber lange durchgehalten, lieber Verfasser dieses Reviews. Ich war nach Colony raus, wobei die Clayman noch ging. Und nein, ich bin niemand, der Weiterentwicklung und Veränderung per se scheisse findet. Mit diesem trendgerechten Modern „Metal“ (?) seit Reroute to remain kann ich aber absolut nichts anfangen – und innovativ ist/war das Ganze auch nicht.

  7. Sabby

    Hab nicht alle Rezis gelesen aber so wie dem Autor gehts mir auch. Und bin genauso vom Anfang dabei. Dussel ich hab sogar noch Battles gekauft plus die seit Reroute… The Jester Race lief damals unbekannterweise über Kasette mit Artifacts of Black Rain durch.. So kam ich da ran. Seit Reroute kam die konsequente amerikanische Ausrichtung und das schlechte Writing. Dieses Mal ist schluss. Dank Spotify, kaufe ich das Album nicht mehr. Burn mag ein klasse Song sein, damit hat es sich auch schon. Das Letzte was gut war, war Scorn von Colony oder Ordinary Story vom Clayman. Stimme ebenso ein, nach mehreren Umläufen hat sich bei den poppigen Songs kein Ohrwurmcharakter entwickelt… da ist nix eingängiges. Die Opis müssen langsam gucken das die ihre Rente zusammenbekommen. Mehr ist da nicht. Ich bin im Gegenteil mit Dissection mittlerweile wieder unterwegs oder mit den Sideprojects von Christian Älvestam, die haben mehr Biss. Echt sehr schade drum.

    Das ist keine Entwicklung, bzw. ist es doch, eine willentliche Entwicklung zum absoluten Kommerz und nichts anderes!

  8. Andreas

    Bei mir läuft das neue Album in Endlosschleife. Kann mir die 1.5 Punkte wirklich nicht erklären. Das ist kein Review, sondern irgendein frustrierter Tagebucheintrag eines verlassen geglaubten. 0 % Objektivität.

    Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.

    Ich habe überhaupt keine Probleme damit, wie sich In Flames weiterentwickeln. Und wenns mir nicht mehr gefallen sollte, sag ich halt, ok, das gefällt mir nicht mehr, soll jeder darüber denken, was er möchte. Aber abhaten darüber ist reine Energieverschwendung und nur peinlich.

    So respektlos wie mit „Und wenn ich das bin, dann wärt ihr es verdammt noch mal eigentlich auch. Aber nein: „Who am I? So many faces …“. Am Arsch.“ bist du hoffentlich auch nur, weil die Musiker nicht vor dir stehen. Und wenn du dich selbst dann noch so ausdrücken würdest, bist wohl du jener, der Am Arsch ist.

    1. Moritz Grütz Post Author

      Hi Andreas. Schade, dass die Idee des Reviews, die Sache mal etwas anders aufzuziehen, nämlich stilisiert als eben das, was du abfällig, aber recht treffend als „frustrierter Tagebucheintrag eines verlassen geglaubten“ umschreibst, bei dir nicht auf Gegenliebe gestoßen ist. Aber natürlich soll jeder über das Album denken, was er möchte – insofern ja auch erfreulich, wenn dir das Album gefällt. Nur wäre es hier in der Reviewsektion sehr leer, würden wir nicht schreiben, was wir denken. Dass dabei auch mal geschrieben werden muss, dass wir etwas nicht mögen, versteht sich wohl von selbst. In diesem Falle eben auch mal recht provokant.

    2. Pascal Weber

      „0 % Objektivität“… wieso glauben viele Leute eigentlich immer, eine Musik-Review müsste objektiv sein? Es gibt sicher einige objektive Kriterien, an denen man sich orientieren kann. Vollständige Objektivität ist aber schon alleine aufgrund dessen nicht wirklich möglich, da wir alle Menschen sind und verschiedene Sichtweisen auf die Alben haben, sie unterschiedlich empfinden. Sieht man doch an „I, The Mask“, für den einen ist die Platte supergeil, der andere empfindet sie eben als auf CD gepressten Sondermüll und dazwischen gibt es auch noch eine Vielzahl an Sichtweisen. Hat alles seine Berechtigung und muss dann auch entsprechend ausgedrückt werden dürfen, ohne dass dem Rezensenten gleich Hate und Peinlichkeit unterstellt wird. Du kannst mir glauben, dass sich entsprechende Reviews nochmal ganz anders lesen.

      Natürlich ist die Review gewissermaßen provokant. Böse Zungen würden sagen, dass sie sich immerhin vom Mainstream abhebt, was In Flames mit ihrem neuen Album nicht gerade tun ;) Und bei all der Provokation geht Moritz ja wirklich deutlich auf die Kritikpunkte ein und nennt die Gründe, die zum Unmut über das Album führen.

      Es ist schön, wenn du überhaupt keine Probleme damit hast, wie In Flames sich weiterentwickeln und dir das Album derart gefällt, dass du es auf Dauerschleife hörst. Ist alles dein gutes Recht, aber dann erwarte nicht, dass es jedem so ergeht und das Gegenteil davon nicht auch, in welcher Form auch immer, zum Ausdruck gebracht wird.

  9. Basti

    Persönlicher Geschmack und Subjektivität hin oder her, aber 1,5 Punkte kann nicht Ernst gemeint sein. Das ewige Gemecker „und schon wieder kein neues Clayman oder Colony“, ich kann es nicht mehr hören, nach JEDEM Album die gleiche Leier. Das schreibst du nur einmal im Leben, findet euch damit ab und beginnt euch auch mal auf was Neues einzulassen anstatt vorher schon konkreteste Vorstellungen zu haben, die dann sowieso nur enttäuscht werden können.
    Ich persönlich fand die letzten beiden Alben deutlich schwächer. Aber 1,5 Pkte sind Grütze in Anbetracht des Albums.

    1. Moritz Grütz Post Author

      Wie kommt ihr immer alle darauf, dass ich ein zweites Colony erwarten würde. Es geht zu keiner Zeit (und auch im Text in keiner Zeile) darum, dass IN FLAMES sich verändert haben. Das haben die meisten Bands im Laufe ihrer Karriere, seien es Metallica oder Maiden oder wer auch immer. Der Unterschied ist halt, dass sich IN FLAMES hier (Unterstellung: weil es sich besser verkauft) komplett vom Metal und ihrer Vergangenheit losgesagt haben. Und dass mir (ganz subjektiv) der neue Stil einfach absolut nicht zusagt. Aus erwähnten und ausgeführten Gründen. Und damit Basti. Äh Basta. („Witzige“ Namensgags kann ich auch)

    2. Pascal Weber

      @Basti Bitte den Review-Text genauer lesen. Es geht nicht darum, dass eine Rückkehr zum Stil von „Colony“ oder „Clayman“ gefordert wird – dass dieser Zug längst abgefahren ist, hat wohl jeder mitbekommen, der sich nur nebensächlich mit der Band befasst. Im Gegenteil geht aus der Review doch hervor, dass Alben wie „Sounds Of A Playground Fading“ oder „Siren Charms“ für den Rezensenten durchaus ihre Vorzüge haben – selbst „Battles“ kam noch mit einer Durchschnittswertung weg. Der Punkt ist, dass sich In Flames laut Review innerhalb ihrer neuen Ausrichtung nach dem Melodic Death Metal, die akzeptiert wird, nochmal verschlechtert haben.

      1. Sabby

        Gemäß der Frage der „Die Ärzte“ und umgedeutet gefragt; Ist das noch Death Metal?
        Es wird sich sicher gut verkaufen und seine Anhängerschaft ansprechen. Ich halte es hier mit dem Rezensenten, es war ein Mal. Danke In Flames für die schöne Zeit.

        P.s. Entwicklung heißt nicht 180 Grad Wende und immerwährendes beteuern, man würde seinen eigenen Style durchziehen. Hätte man Eier in der Hose, würde man sagen, ja wir wollen uns größerer Anhängerschaft (Rente) öffen. Oder wie sind diese ganzen Merchandise Dinge mit eigenem Festival und Zubehörgedöns für jedes Album (damit das dann keine 16,99 sondern 45,99€ kostet), Bier, und Schnaps zu verstehen? Was hat letzteres noch mit Musik und Metal zu tun?

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: