CD-Review: Fastbeat Superchargers - Hellbuilt

  • Veröffentlichung: 2009
  • Label: Eigenproduktion
  • Spielart: Hard Rock

Besetzung

Hannes - Gesang
Yögi - Gitarre
Maddin - Bass
Fröd – Schlagzeug


Gastmusiker:
Steffen Kraft - Hammond Orgel, Piano
Poison Peavy - Zusätzlicher Gesang (bei "Just Because Of You)
Pitou - Mundharmonika (bei "Beer Drinkers, Free Thinkers")

Tracklist

01. No Remorse
02. From Dolor To Rage
03. Drivin Free
04. Daybreak Glory
05. Baby Go
06. Adrenaline
07. No Man Is Holy
08. Redeem My Soul
09. Subconsciously
10. Just Because Of You
11. Estranged From Yourself
12. High Octane
13. Beer Drinkers, Free Thinkers

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Die FASTBEAT SUPERCHARGERS haben sich dem schweißtreibenden Heavy Rock verschrieben. Stilistische Reminiszensen gehen in Richtung Chrome Division, Hellacopters oder Nashville Pussy. “Hellbuilt” ist das Debut-Album der Bamberger, nachdem man im Januar 2008 bereits mit der 6-Track-EP “Charge” ein erstes musikalisches Lebenszeichen präsentierte. Wie auch schon die EP, haben FASTBEAT SUPERCHARGERS das Album in Eigenregie produziert. Beide Tonträger sind über den Webshop der Band erhältlich.

Der Beginn von “Hellbuilt” ist aber noch gar nicht so rockig: Umgebungsgeräusche eines Lagerfeuers in der Natur, Windheulen, Grillenzirpen, Banjoklänge…dann das Durchladen einer Pumpgun und mit einem Knall geht die Post ab und die Vergleiche mit den oben genannten Bands stehen parat.
Wie bei der Art der Musik üblich, darf man keine kompositorischen Wunderdinge erwarten. Die Mucke ist kraftvoll und geradlinig. Es wird Energie versprüht, es wird gerockt und gegrooved. Die Riffs sind ebenso simpel wie die Songkonstrukte, und die Höhepunkte thronen gut über den Stücken. Trotz, oder gerade wegen dieser Geradlinigkeit und Einfachheit, geht der Sound rasch ins Blut über. Man ertappt sich ganz automatisch beim Mitwippen und –rocken.
Die Melodien, die die FASTBEAT SUPERCHARGERS auspacken, gehen zumeist gut ins Ohr – und das von Anfang an. “No Remorse”, “From Dolor To Rage”, “Daybreak Glory”, “Just Because Of You” und die Bandhymne “Beer Drinkers, Free Thinkers” – alles sind einfach klasse Heavy Rocker oder Heavy Rock’n’Roller. Die Bayern wissen, wie man eingängige und fetzige Nummern schreibt. Dabei rocken sie nicht unbedingt durchgehend wie die Hölle, sondern bringen auch immer wieder bluesige Parts oder Southern-Rock-Anleihen mit ein. Das sorgt für die benötigte Abwechslung und unterstützt die Vielseitigkeit der Melodien. “Drivin Free” oder “High Octane” zeichnen sich beispielsweise dadurch aus.

Auch handwerklich gibt es nichts auszusetzen. Ich sagte es ja schon: kompositorische Wunderwerke und technische Finessen sind bei dem Stil nicht zu erwarten. Dennoch müssen natürlich die Abstimmung von Groove und Melodien, das Abmischungsverhältnis von Rhythmustruppe und Gitarren passen – besonders, wenn es so deftig wie hier zu Werke geht. Auch der Gesang darf nicht zu dominant zu sein. Er muss zwar im Vordergrund stehen, aber in verträglichen Maßen. Das alles meistern FASTBEAT SUPERCHARGERS einwandfrei. Und die rauhe Röhre von Hannes passt ebenfalls hervorragend zum Sound. Sogar der seltene Einsatz einer nostalgischen Hammond-Orgel wird schön in die entsprechenden Songs integriert. Die Produktion könnte vielleicht ein klein wenig mehr Wums vertragen, für eine Eigenproduktion ist es aber durchaus in Ordnung.

Insgesamt liefern FASTBEAT SUPERCHARGERS mit “Hellbuilt” eine mehr als ordentliche Visitenkarte ab. Zwar gibt es bei den 13 Tracks zwei, drei schwächere Nummern, doch das Gros der Kompositionen kann in Punkto Qualität bei den etablierten Bands des Genre mithalten. Die Bamberger befinden sich jedenfalls auf dem richtigen Wege, auch wenn sie nach oben noch ein wenig Raum zur Entfaltung lassen. Wer auf deftigen Hard- und Heavy Rock und die angesprochenen Vergleiche steht, sollte das Album antesten. “Hellbuilt” ist coole Mucke für die Party, das Bikertreffen oder einfach für die rechte Stimmung bei der Autofahrt.

Bewertung: 7 / 10

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