IRON MAIDEN haben 50 Prozent ihrer Musikrechte sowie Anteile an Namens-, Bild- und Merchandisingrechten an Pophouse Entertainment verkauft, die schwedische Firma hinter dem ABBA-Avatar-Projekt „ABBA Voyage“.
Pophouse, mitgegründet von ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus und Finanzinvestor Conni Jonsson, hat demnach die Hälfte an den Verlags- und Masterrechten von IRON MAIDEN übernommen, inklusive eines Anteils an den Rechten rund um Bandmaskottchen Eddie, der seit 1980 alle Albumcover ziert. Die Vereinbarung wird von Band und Management als strategische Partnerschaft für die Finanzierung der nächsten zehn Jahre dargestellt; finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Struktur des Deals wurde über etwa ein Jahr hinweg von Co-Manager Andy Taylor für Phantom Music und die Band ausgearbeitet, BMG bleibt weiterhin als Verlag von IRON MAIDEN an Bord.
Für Pophouse Entertainment reiht sich IRON MAIDEN in ein Portfolio etablierter Künstlerinnen und Künstler wie KISS, Tina Turner und Cyndi Lauper ein, während das Unternehmen öffentlich vor allem durch „ABBA Voyage“ bekannt ist, die Londoner Residency mit digitalen ABBA-Avataren. Pophouse-Chefin Jessica Koravos bezeichnet die Vereinbarung als 50:50-Partnerschaft, mit der die künstlerischen Pläne von IRON MAIDEN beschleunigt werden sollen – im Fokus steht dabei insbesondere die visuelle Welt der Artworks und Texte der Band, wobei der Bereich Horror rund um Eddie als naheliegender Schwerpunkt genannt wird.
Manager Rod Smallwood ordnete den Schritt ähnlich ein und betonte die neuen Möglichkeiten zur Umsetzung geplanter Projekte: „Ich bin sehr begeistert von unserer Beziehung zu Pophouse und von der Fähigkeit, die wir jetzt haben, unsere vielen Pläne und Träume schneller zu verfolgen, umzusetzen und zu finanzieren, als wir es je gehofft hatten.“ Das seit über einem Jahr vorbereitete Bündnis habe bereits Fortschritte beim „Infinite Dreams Museum“ und bei der Filmproduktion der laufenden Tour ermöglicht.
Die finanzielle Unterstützung hat sich bereits im Tourjahr ausgewirkt: Nachdem ein Konzert von IRON MAIDEN im Juni im Stadion Paris La Défense wegen Sperrstunde und Stromausfall verkürzt werden musste und der geplante Mitschnitt der Zugabe ausfiel, wurde die Aufzeichnung für den kommenden Konzertfilm nach Knebworth House verlegt. Dort veranstalteten IRON MAIDEN das EddFest vor Zehntausenden Fans – der vorerst letzte UK-Auftritt der Band bis mindestens 2028. EddFest fungierte zugleich als Startschuss für die „Infinite Dreams Museum Experience“, eine Ausstellungsreihe mit Bühnenrequisiten und Exponaten aus fünf Jahrzehnten Bandgeschichte, darunter der Sarkophag der „World Slavery“-Tour und ein vier Meter hoher Cyborg-Eddie.
Dave Shack, Managing Director von Phantom Music und Co-Manager, verweist darauf, dass Smallwood und Taylor seit Langem auf eine Ausweitung der Eddie-Figur in Bereiche wie Horror, Gaming und Comics drängen, während die Band weiter Musik und Liveshows liefert. Das bestehende Eddie-Universum umfasst bereits ein preisgekröntes Mobile Game, einen weltweiten Fanclub, eine Getränke-Linie, Bücher, Comics und umfangreiche Merchandising-Produkte. Shack kommentiert: „Es ist absolut einer der großartigsten Spielplätze, in dem sich Kreative austoben können, und Pophouse hat bereits gezeigt, dass sie dorthin gehören.“

