Review Downscarred – Fall

Die Welt ist schlecht und DOWNSCARRED wissen es. Seit nunmehr fünf Jahren erfreuen die Goten aus Witten Freunde der blassen Gesichtsfarbe mit Ihren Klängen. Vor zwei Jahren sorgte das Demo „Embracing the Horizon“ für Aufsehen und zog die ein oder andere positive Kritik nach sich. Somit konnte es nur eine Logische Konsequenz geben – ein Album muss her. Einen Vorgeschmack auf „The Flower and the Fall“, so der Albumtitel, bietet uns quasi die Vorab-Demo „Fall“. Ein kleines aber dennoch gelungenes Werk, welches wir hier einmal genauer unter die Lupe nehmen wollen.

Der Opener „White Lilies on a Coffin“ dürfte an dieser Stelle wohl als Highlight proklamiert werden. Ein kurzes Streicherintro gefolgt von einem soliden Staccato-Riffing. Da wippt dann auch mal gerne der Fuß beim Autofahren mit. Ein Song welcher unverkennbar dem Gothic Genre zuzuordnen ist, allerdings auch bei Leuten die eher andere Stilrichtungen bevorzugen Gehör finden kann. „Agony of Love“ beginnt mit Gitarrenklängen die ich, Gott weiß warum, mit einem typischen 80er Jahre Rocksong in Verbindung bringe. Putzig das Ganze, dann geht es aber wie gewohnt mit angenehmen Keyboardmelodien weiter.

Mitten im Refrain wechselt man dann gesanglich von Englisch auf Deutsch. Ob man es mag, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn wie z.B. im darauf folgenden Track „Angst der Ewigkeit“ nur Deutsch oder wie halt im Opener nur Englisch gesungen wird, vermischen sollte man es aber nicht. Der Abschluß „Velvet Robe“ fällt dann leider vom Rest ab. Marcos Stimme klingt zu Beginn recht mechanisch, was durchaus zu gefallen weiß. Leider spielt sich das Keyboard dermaßen penetrant in den Vordergrund, dass man froh ist, wenn der Song dann endlich vorbei ist. Generell arbeitet die Band recht viel mit dem Keyboard und hat auch hier ihre Highlights, bis auf den letzten Song, was zu verschmerzen ist.

Die Produktion als solches könnte hier und da etwas druckvoller daher kommen, im großen und ganzen ist der Sound aber einwandfrei. Schließlich handelt es sich wie im Eingang erwähnt um eine Vorabdemo zum kommenden Album „The Flower an the Fall“ und somit können Kleinigkeiten noch ausgebessert werden. „Fall“ macht dem interessierten Hörer Lust auf mehr und man darf gespannt sein, wie sich das Endprodukt in Form des Albums später präsentieren wird.

Keine Wertung

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert