Review Machinae Supremacy – Redeemer

Zwei Jahre sind seit dem Debut Deus Ex Machinae vergangen. Die fünf Schweden von MACHINAE SUPREMACY haben in der Zwischenzeit an ihrer Fanbasis gearbeitet: Sie haben neue Gratis-Songs auf ihre Homepage gestellt, darunter den Kompletten Soundtrack, den sie für ein Ballerspiel entworfen haben. Das Ergebnis waren über eine Million Downloads in kurzer Zeit. Ein ordentlicher Teil des Internets lechzte nach einem Nachfolger für Deus Ex Machinae. Jetzt hat es endlich Redeemer in das Online-Regal der Bandhomepage geschafft.Mit Elite steht der bisher heftigste Brecher der Bandgeschichte gleich am Beginn des Albums. Ein ordentlich brutales Riff von Gibli leitet über in den mittlerweile gewohnt weinerlichen Gesang von Robert, der die Stimmung etwas auflockert. Poe streut gekonnt ein paar SiD-Sounds ein, das Markenzeichen der Band. Sie sind es, die den flotten Refrain schnell im Hirn des Hörers verankern. Mit Seventeen und Through the Looking Glass hat die Scheibe zwei weitere Speed-Granaten zu bieten. Doublebass gibt es aber nach wie vor nicht. In der mittleren Geschwindigkeitsstufen können Fury, Empire und Kaori Stomp ordentlich punkten. Vor allem letzterer ist ein Nackenbrecher/Mitspringer aller erster Güte. Selbst bei den Balladen konnte sich die Band bessern. I know the Reaper und Ronin haben schöne Melodien, die perfekt zu Roberts Gesang passt. Einen absoluten Schuss ins Knie stellt Hate dar. Der im Nu-Metal Stil gespielte Bass wirkt wie ein Fremdkörper in dem sonst so filigranen Songstrukturen der Band. Ich weiß allerdings nicht, was ich davon halten soll, dass sich MACHINAE SUPREMACY bei den Songs Rise, Reanimator und Empire bei ihrem Videogame-Soundtrack bedient haben. Es sind nicht die selben Songs wie auf dem Soundtrack, allerdings wurden die Melodien zu neuen Stücken verarbeitet. Ideenmangel oder ein kleines Geschenk an die Fans des Soundtracks?
Die (Eigen)Produktion ist noch um eine Spur besser als auf dem Vorgänger. Bass und Schlagzeug klingen diesmal um einiges transparenter und deutlicher. Giblis Gitarre sägt nach wie vor klar durch jedes Solo. Wiederum beweist die Band, dass Eigenproduktion nicht gleich schlechte Soundqualität bedeuten muss.
Machinae Supremacy haben sich auf Redeemer im Vergleich zum Vorgänger in jeder Beziehung verbessert. Die Band bleibt ihrem ureigenen Stil treu und feilt nur an Ecken und Kanten. Wenn ihr euch für das Album interessiert, solltet ihr aber unbedingt die Underground Edition direkt von der Homepage der Band bestellen. Sie enthält sage und schreibe fünf Songs, die der Kaufhaus-Edition fehlen. Und den Kaufhaus-Exklusiven Track könnt ihr sowieso direkt von der Bandpage laden.

Redakteur: Stefan Eder

Wertung: 8 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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