CD-Review: Negura Bunget - Inarborat Kosmos (EP)

Besetzung

Hupogrammos Disciple's – Gesang, Gitarre, Keyboard, Folk-Instrumente
Sol Faur – Gitarre, Bass
Negru – Schlagzeug, Percussion, Folk-Instrumente

Tracklist

01. Wordless Knowledge
02. Cint De Sursur
03. Uprising Follow
04. Vaiet


Was auf „’n Crugu Bradului“ noch wie ein Experiment wirkte, scheint sich in den folgenden Jahren, welche für Fans der Rumänen lediglich den „Trilogy“-Rerelease der ersten beiden Alben sowie EPs brachten, konstant weiterzuentwickelt zu haben, wie die 2005 erschienene EP „Inarborat Kosmos“ beweist.

Bei diesem Release hält man es nämlich den wohl am wenigsten schwarzmetallen eingefärbten Release des Dreigestirns in Händen. Dieser Eindruck entsteht zum einen dadruch, dass die beiden härteren Stücke („Wordless Knowledge“ und „Uprising Follow“) im Wechsel mit zwei nahezu komplett instrumentalen bzw akustischen Stücken („Cint De Sursur“ und „Vaiet“) auf das Plastik gebannt wurden, zum anderen sind auch die beiden härteren Stücke progressiver und vielschichtiger als alles, was man bisher aus dem Hause NEGURĂ BUNGET kannte.

Zwar wird beispielsweise in „Wordless Knowlage“ bisweilen auch fleißig geschrien und gesägt, dennoch sorgen Instrumentierungen wie das Horn, das den Song und damit die EP einläutet, aber auch das gesamte Arrangement und die Struktur des Stückes dafür, dass das Ergebnis nurnoch wenig mit Black Metal im herkömmlichen Sinne zu tun hat. Bei aller Progressivität klingt das Ergebnis dabei dieses Mal jedoch schon weit kohaerenter und in sich geschlossener noch als auf dem Vorgänger-Werk.

Doch auch die beiden ruhigeren Stücke, die hier fast die Rolle eines Interludes beziehungsweise Outros einnehmen zu überzeugen: Zu einem beruhigenden Keyboardteppich gesellen sich beispielsweise in „Cint De Sursur“ in einer dezenten Steigerung immer weitere Geräusche und Klänge von Xylophon und anderen Percussions, an deren Ende der fließende Übergang in den nächsten Song steht; „Vaiet“ hingegen ist ein einziges, vierminütiges Klangkunstwerk aus Keyboardklängen und verstöhrenden Stimmen, die säufzen, ächzen und krächzen, bis das Lied im leisen Ticken einer Uhr verklingt.

Mit „Inarborat Kosmos“ haben NEGURĂ BUNGET den auf „’n Crugu Bradului“ eingeschlagenen Weg mehr als nur konsequent weiterverfolgt und sind damit vielleicht sogar einige Schritte weiter gegangen, als man dies erwartet hätte. Da diese musikalische Wanderung aber in eine mehr als interessante Richtung führt, darf man freudig-gespannt auf die nächste Full-Lenght-Veröffentlichung warten…

Keine Wertung

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