CD-Review: The Flight Of Sleipnir - V.

Besetzung

Clayton Cushman – Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard
David Csicsely - Gesang, Gitarre, Schlagzeug

Tracklist

01. Headwinds
02. Sidereal Course
03. The Casting
04. Nothing Stands Obscured
05. Gullveig
06. Archaic Rites
07. Beacon In Black Horizon


Die US-amerikanische Doom-Metal-Formation THE FLIGHT OF SLEIPNIR ist eine der Bands, die schon reichlich mit Lob überschüttet wurde. Dennoch habe ich es bis ins Jahr 2015, also acht Jahre nach ihrer Gründung, nicht geschafft, mich näher mit ihnen zu beschäftigen. Und dabei ist das mit „V.“ betitelte Werk schon ihr – Überraschung – fünftes Studioalbum. Das soll sich dank Napalm Records nun aber ändern.

Musikalisch bewegt sich das Duo, wie eingangs bereits erwähnt, hauptsächlich im Bereich des Doom Metal. Einen gewissen Einschlag von Stoner und Psychedelic Rock sowie einige Folk-Anleihen kann das Projekt aber nicht verheimlichen. Vielleicht wollen es die Musiker auch gar nicht. So wird mit Keyboards die atmosphärische Grundlage für verspielte Akustikgitarren, psychedelisch-progressive Strukturen, vertracktes Schlagzeugspiel und tonnenschwer walzende Riffs gelegt. Hinzu kommt Gesang zwischen klarer Auslegung und keifenden Screams, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Doch genau von diesen lebt die Musik von THE FLIGHT OF SLEIPNIR und das tut sie in dieser Veröffentlichung gar grandios. Man taucht ein in die Welten erzeugenden Klanglandschaften, die einen einfach davontragen, doch bevor man völlig in der musikalischen Wohligkeit versinkt, brechen kurzzeitig aggressiver Gesang oder unverhoffte Soli durch. Die Produktion wird dem gebotenen Material mehr als gerechnet, ist nicht zu glatt und nicht zu rau gehalten und rückt alle Instrumente mit viel Entfaltungsspielraum ins rechte Licht. Hinzu kommt ein gar großartiges und künstlerisches Artwork, dass „V.“ den letzten gekonnten Schliff gibt.

THE FLIGHT OF SLEIPNIR wissen, was sie tun. Ohne Wenn und Aber präsentiert das dynamische Duo sieben Songs in knapp 60 Minuten, die an einen Hybriden aus Bands wie Mastodon, Opeth und Sólstafir erinnern. „V.“ ist kein Album zur Hintergrundbeschallung, denn dafür passiert zu viel Wunderbares auf dieser Platte. Vielmehr ist es anspruchsvolles Gesamtkunstwerk, mit dem Fans der als Referenz genannten Bands langfristig Freude haben sollten. Ganz großes Kino!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bewertung: 9 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: