CD-Review: Feral - Where Dead Dreams Dwell

Besetzung

David Nilsson – Gesang
Markus Lindahl – Gitarre
Viktor Eriksson – Bass
Roger Markström – Schlagzeug

Tracklist

01. Swallowed By Darkness
02. Creatures Among The Coffins
03. As The Feast Begins
04. Suffering Torment
05. Carving The Blood Eagle
06. Inhumation Ceremony
07. The Crawler
08. Overwhelmed
09. Mass Resurrection
10.Succumb To Terror


Ganz neu sind die Schweden FERAL nicht im Geschäft, formierte sich die Band bereits 2007 – dennoch brauchte es vier Jahre und vier Demos, ehe mit „Dragger To The Altar“ 2011 das Debüt-Album erschien. Ebensolange benötigte die Band für dessen Nachfolger, „Where Dead Dreams Dwell“. Da Oldschool Death Metal allerdings nicht eben zu den kurzlebigen Genres zählt, dürfte die eher behäbige Herangehensweise der Skandinavier niemanden stören.

Denn an Aktualität kann das Material, das FERAL auf ihrem zweiten Langspieler abliefern, kaum verlieren – und das im besten Sinn. Von der ersten bis zur letzten Note liefern FERAL Old School Death Metal wie aus dem Lehrbuch. Dabei stimmt vor allem das Gesamtpaket: Knackige Riffs, flinke Soli, ein roher, aber nicht matschiger Sound und David Nilssons Gesang, der schon beim Zuhören Halsschmerzen bereitet, ergänzen sich perfekt zu einer rohen Prügelorgie im Geiste von Szenevorreitern wie Grave, Entombed, Centinex oder Asphyx. Abgerundet wird das Ganze optisch durch ein Artwork aus der Feder von Costin Chioreanu, welcher seine Fertigkeiten bereits Bands wie At The Gates, Demonical oder (erst unlängst) bereits genannten Centinex zur Verfügung stellte.

Wer sich von dieser zugegebenermaßen recht knappen Zusammenfassung angefixt fühlt, sollte direkt die Schuhe schnüren und den CD-Händler seines Vertrauens aufsuchen – denn die hier geschürten Erwartungen erfüllen FERAL leicht. Weit mehr braucht man sich von „Where Dead Dreams Dwell“ allerdings nicht erwarten: Überraschungen hat das Album nach wenigen Minuten Einhörzeit keine mehr zu bieten und es lässt sich nicht leugnen, dass man von Song zu Song etwas abstumpft, bis sich die Stücke subjektiv kaum noch unterscheiden.

Fans der genannten Bands dürfte das erbarmungslose Geprügel, mit dem FERAL ihre Hörer zu begeistern versuchen, bedingungslos zusagen. Wer gerne gelegentlich überrascht wird – und sei es von einer noch so subtilen Melodieführung, einem Break oder einer Variation im Gesangsstil – dürfte ebenjene Abwechslung auf „Where Dead Dreams Dwell“ auf die Dauer vermissen. Mehr lassen sich FERAL mit ihrem zweiten Album aber definitiv nicht zu Schulden kommen.

Bewertung: 7 / 10

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