CD-Review: Furious Styles - Life Lessons

Besetzung

Meximike - Gesang
Harris – Gitarre
Adam – Gitarre
Tony – Bass
Young Smoke – Schlagzeug

Tracklist

01. Smile Now... (Intro)
02. Round One
03. Time To Pay
04. Shatterproof
05. Ain't Got To Lie To Kick It
06. Mind Your Business
07. On Blast (D.W.C)
08. Unfadable
09. Reality Check
10. Words Of A King
11. Born On The Outside
12. ...Cry Later (Outro)


thumbnail

Wenn man den Worten von FURIOUS STYLES glauben darf, dann ist das Leben in Emerald City wirklich verdammt schwer. Entsprechend tough muss man also auftreten um dort bestehen zu können. Dass die fünf Jungs um Sänger Meximike (der mich stellenweise etwas an Kid D von den Ryker’s erinnert) das dann auch entsprechend auf „Life Lessons“ zelebrieren, führt unweigerlich zu Vergleichen mit Bands wie Biohazard und Madball oder gar massentauglichen Gruppen wie P.O.D..

NYHC gemischt mit Rap sowie einer ordentlichen Portion dicker Eier authentisch rüber zu bringen scheint ebenfalls nicht leicht zu sein. Nicht selten schleicht sich ein Schmunzeln in mein Gesicht, bei all dem vorgetragenen Pathos wie beispielsweise in dem Sing-a-long „This is Reality“ im neunten Track „Reality Check“. Dennoch schaffen es die Jungs auch zu gefallen, denn diese Musik lebt nun mal von der Übertreibung und dem Ausreizen wirklich jeden Klischees. Dass die Produktion – von der dünnen Bassdrum mal abgesehen – überaus fett daherkommt, tut dabei ihren Rest um diese schweren Jungs ins richtige Licht zu rücken. Größtes Manko auf „Life Lessons“ ist sicherlich die fehlende Innovation und Abwechslung, wobei sich natürlich auch hier die Frage nach der Notwendigkeit in diesem Genre stellt. Auch das Hip-Hop Intro finde ich ziemlich daneben und dass man bei einer Spielzeit von nicht mal 25 Minuten statt einem nichts-sagenden Outro lieber noch mal drei oder vier Songs mehr auf das Album gepackt hätte, sollte man als geneigter Hörer eigentlich auch verlangen können (auch wenn das Wortspiel Smile Now…Cry Later nicht eines gewissen Reizes entbehrt). Nichtsdestotrotz kann ich mir ziemlich gut vorstellen, dass die Musik auf CD zwar manchmal etwas lächerlich, live aber umso besser wirkt, denn neben treibenden Rhythmen und Stakkatoriffs haben die Jungs auch das ein oder andre kurze Gitarrensolo im Gepäck von den unzähligen Mitgröhl-Teilen gar nicht erst zu sprechen.

Insgesamt bekommt man also sehr fett produzierten Tough-Guy-HC geboten, der zwar völlig klischeebelastet und kein bisschen abwechslungsreich ist, dem man auf Grund der Klasse der Agierenden jedoch durchaus auch etwas abgewinnen kann, wenn man den auf derartige Mucke steht. Ich tu mich manchmal etwas schwer, ihnen diese Musik abzunehmen, zumal die Thematik auch einfach völlig ausgelutscht ist. Freunde oben erwähnter Bands können ja mal testen, ob sie mit den „Life Lessons“ der FURIOUS STYLES etwas anfangen können, auch wenn sie nicht aus Emerald City kommen. Sollte sich die Gelegenheit bieten, werde ich mir die Jungs jedenfalls mal näher anschauen…

Bewertung: 6.5 / 10

Geschrieben am


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder werden mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: