Das Cover von "Fuel Injected Suicide Machine" von Death Dealer

Review Death Dealer – Fuel Injected Suicide Machine (EP)

  • Label: Steel Cartel
  • Veröffentlicht: 2022
  • Spielart: Heavy Metal

Als DEATH DEALER mit ihrem Debüt „War Master“ 2013 erstmals auf sich aufmerksam machten, hätte es sich auch um eine einmalige Sache handeln können: Ein Projekt, an dem u. a. Manowar-Gründer Ross „The Boss“ Friedman, Symphony-X-Bassist Mike LePond und der australische Gitarrenvirtuose Stu Marshall (u. a. Empires Of Eden) beteiligt sind, ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Die Gebete vieler Fans wurden aber erhört und mittlerweile haben sich DEATH DEALER als verlässlicher Garant für kernigen US-Metal abseits des Mainstreams etabliert. Knappe zwei Jahre nach ihrem dritten Album „Conquered Lands“ erscheint mit „Fuel Injected Suicide Machine“ eine neue EP der Truppe.

Die vier Songs nebst Intro von „Fuel Injected Suicide Machine“ schlagen in die gleiche Kerbe wie die bisherigen Alben von DEATH DEALER und bieten in kondensierter Form einen guten Überblick darüber, was diese Band ausmacht: Bereits der Titetrack ist ein hymnischer Uptempo-Brecher mit wuchtigen, mintunter fast thrashigen Riffs und wie immer beeindruckenden Screams von Frontmann Sean Peck, garniert mit technisch anspruchsvoller Leadgitarren-Arbeit – so wurde bisher noch jede DEATH-DEALER-Platte eröffnet.

Wer einen Blick ins Booklet wirft, erfährt, dass Gitarrist Stu Marshall die gesamte Musik auf „Fuel Injected Suicide Machine“ geschrieben hat. Das wird spätestens mit „Freedom Is Not A Crime“ offensichtlich, denn der rockige Midtempo-Stampfer könnte mit seinem breitbeinigen 80er-Riffing nicht nur auf anderen DEATH-DEALER-Veröffentlichungen, sondern auch auf einer Platte von Night Legion stehen. Gerade dank ihres fäustereckenden Mitsing-Refrains dürfte sich diese Nummer auch auf kommenden Konzerten gut machen.

Natürlich kann auch auf einer EP nicht jeder Song gleich stark sein und so erlebt „Fuel Injected Suicide Machine“ seinen Tiefpunkt mit „Blood For Gasoline“. Der rasend schnelle Uptempo-Song punktet zwar mit starken Riffs, ist insgesamt allerdings reichlich zerfahren und erinnert eher an die chaotischhe Frühphase von Sean Pecks Hauptband Cage. Die Wiedergutmachung erfolgt im abschließenden „Invasion“, das als epischer True-Metal-Song mit singenden Dual-Gitarren überzeugen kann. Wie gesagt: DEATH DEALER arbeiten hier alle Eckdaten ihres Sounds ab.

Wer mit den bisherigen Veröffentlichungen von DEATH DEALER etwas anfangen konnte, der bekommt auch mit „Fuel Injected Suicide Machine“ keinen Grund zur Beschwerde: Die US-Metaller liefern einmal mehr druckvollen, wuchtigen Heavy Metal mit angenehm wenig Kitsch, der alle ihre Stärken vollumfänglich zur Schau stellt. Die ebenso plumpen wie plakativen Texte, anhand derer sich recht deutlich ablesen lässt, mit welchen Filmen und Videospielen sich die Mannschaft die Langeweile im Lockdown vertrieben hat, sind dabei zu gleichen Teilen charmant wie unfreiwillig komisch, aber das kennt man. Wenn die nächste volle Platte wieder professioneller produziert ist, dürfen DEATH DEALER gerne in diesem Stile weitermachen.

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