Review P.O.D. – Satellite

P.O.D. (Payable On Death) schwimmen ziemlich erfolgreich mit im Sumpf der Retorten-New-Metal Bands. Ein bisschen ein anderes Image als die meisten ihre Zunft haben sie als gläubige Christien zwar, aber das muss sie ja nicht gleich einzigartig machen. Wie der Opener „Set It Off“ zeigt, der auch von fast jeder anderen Nö Metal Combo stammen könnte, wenngleich es auch melodischer als z.B. bei Papa Roach zugeht. Den Chartbreaker „Alive“ werden die meisten hier kennen, durch diesen sind auch die MTViva Teenies auf P.O.D. aufmerksam geworden. Nicht schlecht das Teil, hat sogar einen ganz guten Riff. Die zweite Single aus dem Album ist „Youth Of The Nation“, das mich von den Eröffnungsklängen etwas an Mission Impossible erinnert. Der Kinderchor im Refrain ist nicht wirklich der Bringer, auch sonst wird mir hier zu viel gerappt.

Das lahme Instrumental „Celestial“ hätte nicht sein müssen, der Titeltrack ist dagegen ziemlich eingängig und auch sonst ganz gut anhörbar, wenn auch kein Hit. „Ridiculous“ hat hier gar nichts verloren, das Teil klingt statt Metal / New Metal eher nach einem Werk von vier zugekifften Rastabrüdern. Auch ins Akustikmedley „Guitarras De Amor“ kann ich mich nicht verlieben, während bei „Anything Right“ der Riff doch extrem an „Alive“ erinnert und nur wie ein billiger und schleppender Abklatsch wirkt. Der mögliche Versuch thrashy zu klingen scheitert bei „Without Jah, Nothin’“ (Oh mein Gott, was ein Titel…) kläglich, und der Gesang… was soll ich dazu sagen, da quengelt jedes 2jährige besser und erträglicher. „Thinking About Forever“ ist eine Ballade, die man sich zumindest anhören kann, und das abschließende „Portrait“ versucht sich nicht mal annähernd aus dem Sumpf des Einheitsklanges von „Satellite“ freizukämpfen“.

Mit „Alive“ ist hier nur ein guter Track auf dem Album, bei den anderen wird fleißig sich selbst kopiert – und das ist keine so gute Idee, denn alles klingt entweder schleppend und langweilig oder pseudoheavy und nervig. Leider keine Ausnahme, wieder kein prächtiger Baum im dunklen Wald des New Metal. Gute Ansätze finden sich hier, aber das macht noch lange kein gutes Album – durchgefallen.

Wertung: 3.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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