CD-Review: Horizon Ablaze - The Weight Of A Thousand Suns

Besetzung

Andrè Kvebek – Gesang
Stian Ruethemann – Gitarre, Gesang
Shandy Mckay – Gitarre
Ole Bent Madsen – Bass
Kevin Kvåle – Schlagzeug

Tracklist

1. Sleep Is The Brother Of Death
2. Delusions Of Grandeur
3. Ghost Of A Previous Nightmare
4. She Who Walks Upon The Sea
5. The End Of A Dream
6. Behind The Veil
7. My Soul Divided
8. Insidious


Zugegeben, HORIZON ABLAZE bringen alle Voraussetzungen mit, um ein gutes Album in die Plattenläden zu bringen. Mit Kvebek am Mikrofon (Den Saakaldte, Pantheon I, ex-1349, ex-Nidingr), Madsen am Bass (Blood Red Throne) und mit MacKay (Khonsu) sowie Kvåle (From The Vasteland) hinter den Drums verfügt die Supergroup definitiv über die technischen Handfertigkeiten, um dem gelungenen „Dødsverk“ (2014) einen interessanten Nachfolger schenken zu können.

Anno 2018 steht dieses Album namens „The Weight Of A Thousand Suns“, mittlerweile das dritte der Skandinavier, in den Startlöchern und muss sich all den Erwartungen stellen, welche das involvierte Personal schürt; und nicht nur das, sondern auch „Dødsverk“ lässt auf Großes hoffen. Schließlich stellte dieses Album eine hervorragende Kombination aus den Stilen dar, in denen die Musiker ansässig sind. Sei es das schnelle Black-Metal-Riffing, der rumorende Death Metal oder die progressiven Anleihen, HORIZON ABLAZE verquickten vielerlei Ideen miteinander und kreierten somit ein Album, welches aufhorchen ließ.

Lange Einleitung, kurze Feststellung: Mit „The Weight Of A Thousand Suns“ gelingt den Norwegern erschreckend wenig bis kaum etwas von dem oben genannten. Stattdessen quillt die Scheibe voller wenig ausgereifter bis belangloser Tracks über und überrascht lediglich damit, dass der qualitative Abfall der Kompositionen so rapide abwärts ging wie für nicht möglich gehalten. HORIZON ABLAZE gingen so lustlos an dieses Album heran, dass man den mangelnden Elan, die fehlende Kreativität aus nahezu jedem Part dieser Platte hört. Schwaches Drumming, unspektakuläre Riffs und ein Sänger, der raue Balladen zu schmettern scheint anstatt die vormals gewohnten Growls und Screams. Wo sind die gut durchdachten, abwechslungsreichen und fesselnden Tracks mit der Güte eines „Dødsverk“? Zumindest nicht auf diesem Album und auch nicht in dessen Nähe.

HORIZON ABLAZE beweisen mit „The Weight Of A Thousand Suns“, dass eine Ansammlung an talentierten Musikern kein ambitioniertes Album hervorbringen muss. Eine Supergroup ist kein Garant für das richtige Ausbalancieren der unterschiedlichen Stärken der Musiker; allerdings scheuen sich anscheinend alle Beteiligten davor, genau diese auf der Platte zu zeigen. Stattdessen zerschießen HORIZON ABLAZE sämtliche Erwartungen mit Liedern, deren Belanglosigkeit beinah traurig macht.

Bewertung: 3.5 / 10

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