CD-Review: Aeternus - Hexaeon

Besetzung

Ares - Gesang, Gitarre
V'gandr - Bass
Erik - Schlagzeug

Tracklist

01. The Darkest Of Minds
02. GodHead Charlatan
03. The 9th Revolution
04. In The 3rd Dwells Oblivion
05. Hexaeon
06. Punished
07. Ageless Void
08. Christbait
09. What I Crave


Anfangs noch Black Metal produziert, zählen AETERNUS mittlerweile auch schon zu den älteren norwegischen Hasen. 1993 ins Leben gerufen, veröffentlichten sie sechs Alben und vereinzelt EPs. „Hexaeon“ ist nun der aktuelle Output und auch wenn ich nur „Ascension Of Terror“ kenne, kann man nicht gerade sagen, dass die Band sehr am aufsteigen ist. Optisch wirkt „Hexaeon“ zwar recht frisch, innerlich aber langweilig und eintönig, besonders die miese Produktion ist dafür verantwortlich. Die Songs haben kaum Druck und eigentlich bleibt auch nichts so wirklich hängen, wobei ich sagen muss, dass mich persönlich auch der 2001er nicht wirklich überzeugen konnte.

Beginnen tut das Ganze also mit „The Darkest Of Minds“ und hier wird schon die lustlose Produktion deutlich. Zwar ist das Riffing einigermaßen in Ordnung und auch der Gesang klingt passabel, aber die Garagenqualität macht fast alles nieder. Ab und zu mal das Aufflimmern eines innovativen Riffs, leider aber ist das alles schonmal dagewesen. Wirklich interessant sind hingegen die klaren Gitarrenpassagen, die eine gute Atmosphäre erzeugen können und auch mit interessanten Skalen sehr eigenständig klingen. Leider aber hält diese Stimmung nicht so lange, wobei der erste Song im Gegensatz zum Rest noch ganz gut hängenbleibt. Denn „GodHead Charlatan“ ist schon wieder recht eintönig. Wirklich interessant machen das Album nur vereinzelte technische Spielereien und gelegentlich sehr gute Riffs. Der schleppende Titelsong gefällt da auch wieder ganz gut, auch „Punished“ beinhaltet durchaus gute Ansätze. Im Großen und Ganzen geht das so weiter, ohne irgendein erwähnenswertes Highlight.

So leid es mir tut, zu „Hexaeon“ gibt es einfach nicht viel zu schreiben. Was mich persönlich am meisten stört ist die Produktion, denn die macht ein an sich solides und gutes Album irgendwie kaputt. Dennoch muss man auch sagen, dass sich AETERNUS musikalisch nicht sehr von dem abheben, was man so kennt. Einfach immer noch die alte Leier. Vor 10 bis 15 Jahren hätte dieses Album neben Größen wie MORBID ANGEL sicher unglaublich punkten können, gerade weil es aus Skandinavien kam, aber heutzutage kann man mit sowas einfach keine allzugute Resonanz erwarten. Gute Arbeit, aber wegen der Produktion und der Tatsache, dass AETERNUS schon einiges an Erfahrung hätten mitbringen müssen, gibt es einen derben Abzug. Durchschnitt, genau das ist „Hexaeon“ und Anspruchslosen oder Jenen, die auch das alte Material mochten, ist das Album bestimmt zu empfehlen. Wer was frisches erwartet, wird bitterst enttäuscht. Wie ich auch.

Bewertung: 5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: