CD-Review: Ars Moriendi - La Singulière Noirceur D'Un Astre

Besetzung

Arsonist - Gesang, alle Instrumente

Tracklist

1. De l'Intouchable Mort
2. Vanité
3. De Ma Dague...
4. Ars Moriendi
5. La Singulière Noirceur D'Un Astre


ARS MORIENDI aus Frankreich, nicht zu verwechseln mit ihren Namensvettern aus Österreich und Litauen, bringen mit „La Singulière Noirceur D’Un Astre“ ihr zweites Album auf dem Markt. Aber bei der vermeintlichen Band handelt es sich nicht um eine Gruppe, sondern um ein Ein-Mann-Projekt des Franzosen Bastien Mailhot alias Arsonist, welcher in der nicht Genre-fremden Kombo Notre Amertume singt. Er zeichnet sich für sämtliche zu hörenden Instrumente und Hintergrund-Komponenten aus und im Gegensatz zu manch anderen, qualitativ weniger ansprechenden Ein-Mann-Projekten (siehe das Debüt von Ildjarn) ist ARS MORIENDI ausgesprochen hörenswert!

Gespickt mit kleinen Accessoires im Hintergrund, seien es Einspielungen eines Chor-Gesanges oder Klavierpassagen, leben die fünf enthaltenen Tracks von der Liebe zum Detail. Vordergründig im Atmospheric Dark Metal einzuordnen, komponierte Arsonist auf „La Singulière Noirceur D’Un Astre“ im Schnitt mindestens achtminütige Tracks, die weder überladen noch strukturlos wirken, sondern ein harmonisches Geflecht aus ruhigen Parts, verfeinert mit akustischen Klängen und Samples im Hintergrund, und einem überwiegenden Mid-Tempo-Spiel bilden, welches ARS MORIENDI gut zu Gesicht steht. Die kurzen Ausflüchte in schnellere Gefilde implizieren bei dem Franzosen Double-Bass und Growling, was auf dieser Platte eher als Stilmittel denn als prinzipieller Songaufbau verwendet wird.

Besonders hervorzuheben, da dieses Instrument zu oft sträflich missachtet wird, sind die Basslinien, welche auf „La Singulière Noirceur D’Un Astre“ nicht als bloße Begleitung agieren, sondern als eigenständige Melodielinien funktionieren. Das Klangbild erweitert sich dadurch ungemein und das ist der Grund, welcher dieses Album ausmacht – Variabilität im Klang. Das Ein-Mann-Projekt ARS MORIENDI liefert mit dieser Platte gutes Übergangsmaterial für Fans von Fen und A Forest Of Stars, deren kommende Veröffentlichungen noch auf sich warten lassen.

Bewertung: 7.5 / 10

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