CD-Review: Bastard Nation - Born A Bastard

Besetzung

Timo Nolden – Gesang
Dirk Lieske – Gitarre
Jan Gabriel – Gitarre
Oliver Steimel – Bass
Axel Görg – Schlagzeug

Tracklist

01. Another World
02. Hit Man
03. Emperor's Fate
04. Code Black


Aus dem baden-württembergischen Heidelberg haben uns die Jungs von BASTARD NATION ihre Demo „Born a Bastard“ aus dem Jahre 2005 zugeschickt. Als einzige „Heavys“ halten sie im metal1.Bandcontest die Fahne des reinen Schwermetalls hoch und bringen dazu vier Lieder mit einer Gesamtspielzeit von gut 20 Minuten mit.

Na, dann gleich mal mitten rein ins Vergnügen. Das knackig-flotte „Another World“ eröffnet den Reigen und weiß gleich zu gefallen; das Riffing hat irgendwie was von Judas Priest, Timos Gesang kann ebenfalls überzeugen, auch wenn es mir so vorkommt, als sei er bei den höheren Tönen wirklich an der Grenze dessen, was für ihn machbar ist, und das schlägt sich dann leider auch ein wenig im Klang seiner Stimme bei diesen Passagen nieder. Zweiter Kritikpunkt ist das Gitarrensolo: Fängt es noch mit einer spannungsaufbauenden Steigerung an, fällt es doch insgesamt verdammt flach aus, weil sich der Sologitarrero leider viel zu sehr an einer bestimmten Tonskala festklammert und dazu noch wenig „phrasiert“, wie es im Fachjargon so schön heißt; so bleibt das Solo dann leider eine nicht sehr prickelnde Aneinanderreihung von Tönen. Insgesamt rockt „Another World“ allerdings recht gut.

Zum folgenden „Hitman“ möchte ich nicht viel sagen, das ist leider absolute Einheitskost. Diese Akkordfolge ist sowas von ausgelutscht, da kann auch die solide Ausführung nicht mehr viel retten. Interessanter wird es wieder bei „Emperor’s Fate“. Hier gibt’s Doublebass-Action, zwei schöne Gitarrenmelodien und einprägsame Gesangszeilen im Refrain, das weiß richtig zu gefallen, auch Timos Stimme hört sich hier sehr souverän an.Den Abschluss macht „Code Black“, dessen Anfang und Ende mich frappierend an Maidens „Blood Brothers“ erinnern – nicht schlimm, von den Großen kann man viel lernen, und gut klingt’s hier auch noch. Das Lied bietet, wie schon „Another World“, richtig geile Riffs und ist mein Favorit auf dieser Demo, wozu auch die Kriegsgetümmel-Samples zu Beginn des verzerrten Teils dieses Songs viel beitragen. Hier kommt einfach richtig Stimmung auf.

Im Großen und Ganzen liefern BASTARD NATION hier eine gute Leistung ab. Zu den Songs habe ich genug gesagt; die Produktion kann sich einigermaßen sehen lassen, spielerisch ist, bis auf erwähnte Mängel, alles im grünen Bereich, das Zusammenspiel zwischen den Musikern funktioniert einwandfrei. Werden die kleinen Makel noch beseitigt, kann man von den Heidelbergern in Zukunft viel guten Heavy Metal erwarten.

Bewertung: 7.5 / 10

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