CD-Review: Beheaded - Only Death Can Save You

Besetzung

Frank Calleja - Gesang
Omar Grech - Gitarre
Simone Brigo - Gitarre
David Cachia - Bass
Davide Billia - Schlagzeug

Tracklist

01. The Charlatan's Enunciation
02. Evil Be To Him Who Evil Seeks
03. A Greater Terror
04. Unholy Man
05. Embrace Your Messiah
06. The Papist Devil
07. Gallows Walk
08. Only Death Can Save You
09. From The Fire Where It All Began


Ein kurzes Intro und schon beginnt das Blast-Gewitter: BEHEADED aus Malta halten sich nicht mit unnötigen Spielereien auf, sondern geben einem Death-Metal Fan direkt das, was er braucht. Die Band wurde schon 1991 gegründet und veröffentlicht nun ihr sechstes Studioalbum – betitelt mit dem nicht gerade einfallsreichen Namen „Only Death Can Save You“. Natürlich erfinden BEHEADED das Genre nicht neu – als soundtechnische Orientierung könnte man amerikanische Bands wie Possessed oder Morbid Angel nennen. Ein wenig Schweden-Death der 90er, lässt sich hier und da  auch heraushören.

Das Ergebnis verspricht also kein schonendes Paket für den Nacken. Experimente darf man allerdings nicht erwarten. Größtenteils setzt die Band auf Highspeed-Passagen, gespickt mit einigen schleppenden Parts. Dies zieht sich über die gesamten 39 Minuten Spielzeit, verteilt auf neun Songs. Ist der Opener noch ein kompromissloses Death-Metal-Monster, so fügt die Band dem nächsten Track „Evil Be To Him Who Evil Seeks“ noch ordentliche Thrash-Trademarks hinzu. Im Mittelteil wird dann der große Bolt-Thrower-Break ausgepackt und die Doublebass bis zum äußersten strapaziert. Die Riffs der beiden Saitenhexer versuchen dementsprechend mitzuhalten. BEHEADED setzen den Fokus auf Brutalität und kompromisslose Kompositionen. „Unholy Man“ weist dagegen einen großen Gegensatz zu den restlichen Songs auf: Die rotzigen Vocals von Frank Calleja sorgen hier für einen gewissen Hardcore-Einschlag, der eine gute Abwechslung zum typischen Bandsound darstellt.

„The Papist Devil“ wiederum erhöht den Groove-Faktor nochmals deutlich, inklusive schöner Rythmusvariationen. Ein  kurzes Interlude sorgt dann doch für die nötige Verschnaufpause von diesem Gewalttrip. Die Malteser befinden sich spielerisch auf hohem Niveau und die teilweise bewusst dreckige, aber auch wuchtige Produktion ist ein deutlicher Pluspunkt im Gesamtbild. Gemastert wurde die Scheibe in den Hertz Studios, bei denen unter anderem schon Behemoth und Vader aufgenommen haben. Allerdings brillieren ein paar Tracks nicht gerade mit großem Einfallsreichtum oder spannendem Songaufbau. Viele Riffs bleiben nicht lange im Gedächtnis haften und hat man so schon tausendfach von anderen Genre-Verwandten gehört. Der Titeltrack schleppt sich beispielsweise etwas dahin. Besondere Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu anderen Bands dieses Genres fehlen BEHEADED absolut, auch bei den Lyrics. Insgesamt konzentrieren sie sich aber auf ihre Stärken und lassen sich von ihrem eingeschlagenen Weg nicht abbringen.

Nachdem man also diesen Gewittersturm überlebt hat, bleibt direkt das hohe Aggressionslevel im Gedächtnis. Doch außer den genannten Punkten lässt sich bei „Only Death Can Save You“ wiederum nicht viel kritisieren. BEHEADED liefern also einen ordentlichen Wutausbruch in Audioformat ab. Die Fans werden sicher nicht enttäuscht sein von Maltas größtem Metal-Export.

 

 

Bewertung: 7 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: