CD-Review: Chelsea Grin - Eternal Nightmare

Besetzung

Tom Barber - Gesang
Stephen Rutishauser - Gitarre
David Flinn - Bass
Pablo Viveros - Schlagzeug, Gesang

Tracklist

01. Dead Rose
02. The Wolf
03. Across The Earth
04. See You Soon
05. 9:30 AM
06. Limbs
07. Scent Of Evil
08. Hostage
09. Nobody Listened
10. Outliers
11. Eternal Nightmare


Vor zwei Jahren rief CHELSEA GRINs Album „Self Inflicted“ auch in unserer Redaktionen verschiedene Meinungen hervor, wie man anhand der zwei unterschiedlichen Reviews nachlesen kann. Im Jahr 2018 veröffentlichen die Musiker aus Salt Lake City nun ihren fünften Longplayer „Eternal Nightmare“.  Im März diesen Jahres verließ Gitarrist Jake Harmond die Band, im April folgte Sänger Alex Koehler aufgrund seiner Alkoholprobleme. Dieser wurde durch Tom Barber (ex-Lorna Shore) ersetzt. Jetzt bleibt zu klären, ob in der neuen Besetzung ein echtes Brett oder eventuell der namensgebende ewige Albtraum geschaffen wurde.

Eröffnet wird der elf Songs umfassende Reigen vom groovend-wuchtigen „Dead Rose“, dass vor allem durch seine starke Gitarrenarbeit glänzt. Diese wird durch die weiteren Titel in dieser Klasse wie ein roter Faden fortgeführt: Neben brachialen Riffs und drückenden Breakdowns brillieren fast aberwitzige Soli und Melodien der Saitenfraktion. Ein gutes Beispiel hierfür ist das nur knapp zwei Minuten lange, aber dafür umso intensivere „The Wolf“.

Aber auch andere Elemente binden CHELSEA GRIN in ihre Musik ein, um die Spannung aufrecht zu erhalten. „Across The Earth“ wird bspw. von einem Piano-Intro eingeleitet, dass im Song selbst hintergründig mehrfach aufgegriffen wird. Trotzdem bleibt der Stil bei dem überbordenden Einsatz von Breakdowns unverkennbar. Langweilig wird „Eternal Nightmare“ aber durch die schnell wechselnden Parts trotzdem nicht. Zur Sängerauswahl mit Tom Barber kann man nur gratulieren. Auf den Punkt und mit der nötigen Intensität präsentiert der Vokalist seine Fähigkeiten und bindet sich damit in das von den Mitmusikern gebotene Konstrukt prächtig ein.

CHELSEA GRIN haben die Feuertaufe mit neuem Frontmann fast bravourös bestanden. Fast deshalb, weil ihr Deathcore insgesamt wenig Platz für Innovation bietet. Etwas mehr genrefremde Spielereien hätten den Songs sicher gut gestanden. „Eternal Nightmare“ ist dennoch im Rahmen des Deathcore ein sehr gutes Album geworden, dass vor Energie, wütender Brachialität und exzellenten spielerischen Fähigkeiten nur so strotzt. Da kann man auch an einigen Stellen über eventuell fehlende Kreativität hinwegsehen. Für Genre-Liebhaber definitiv ein Leckerbissen.

Bewertung: 7.5 / 10

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