CD-Review: Devastator - Demo '05

Besetzung

Lenny – Gesang
Max – Gitarre
Holle – Gitarre
Falko – Bass
Eggi - Schlagzeug

Tracklist

01. Tortured To Death
02. The Art Of Selfmutilation
03. Eternal Slavery


Mit Devastator schickt sich eine junge Band aus dem Hamburger Westen an die blühenden deutschen Death Metal-Landschaften durch ihr kreatives Schaffen zu bereichern. Als ihr erstes ernst zu nehmendes Output erscheint ein 3-Track-Demo mit 10 Minuten Spielzeit, was die Songs „Tortured To Death“ „The Art Of Selfmutilation“ und „Eternal Slavery“ enthält.
Musikalisch bewegen sich die fünf Jungs im Fahrwasser von Genregrößen wie Cannibal Corpse, alte Hypocrisy oder auch Belphegor, wobei der amerikanischen Schiene die meiste Beachtung zukommt. Von Groove bis Geknüppel zeigt sich sofort die Variationsfreude der Truppe.

Der erste Song „Tortured To Death“ liefert ein Sahnestück Hochgeschwindigkeits-Todesblei mit pfeilschneller Gitarrenarbeit, zerschmetterndem Schlagwerk und intelligenten Breaks. Sänger Lennart grunzt und gurgelt sich dabei zwar die Seele aus dem Leib, leider erscheint er mir aber etwas zu leise abgemischt.
Track Numero zwei wird von der Band gerne als ihre Vorzeigeballade bezeichnet. Tatsächlich wird hier das Tempo immens zurückgeschraubt und der Bass drängt sich in den Vordergrund. Das anfänglich zum Schunkeln einladende Slo-Mo-Drumming schraubt sich aber über die knapp fünf Minuten merklich hoch, unterbrochen von mehreren Soli und weiteren Midtempoparts. Im Chorus läd Frontsau Lennart zum Mitgrunzen ein, „The Art Of Selfmutilation“ entwickelt Ohrwurmcharakter.„Eternal Slavery“ benimmt sich hingegen wieder wie die Kettensäge im Kindergarten und metzelt nieder, was im Wege steht. Abgedrehte Soli von allen Instrumenten prägen diese zweieinhalbminütige Prügelorgie.

Dies zeigt sich allgemein als ein Charakteristikum der Band, jedes der fünf Bandmitglieder hat seine Sternstunden, das lässt sogar ein 3-Track Demo erahnen. Technisch zeigt sich der Fünfer einwandfrei, das Songmaterial gefällt, auch die Aufnahme ist für ein Demo von beachtlicher Qualität. Wenn es Devastator gelingt noch etwas mehr Eigenständigkeit zu entwickeln, steht einem starken Newcomer im Grunde nichts mehr im Wege. Die Demo jedenfalls lässt hoffen, dass die Jungs alsbald unter die Fittiche eines vernünftigen Labels kommen und uns mit einem Full Length-Album beglücken.

Auf der Bandseite kann man in das Demo reinhören und es auch bestellen.

Keine Wertung

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