CD-Review: Galderia - Return Of The Cosmic Men

Besetzung

Sebastien Chabot – Gesang, Gitarre
Thomas Schmitt – Gesang, Gitarre
Bob Saliba – Gesang, Bass
J.C Chicco – Schlagzeug
Julien Digne – Keyboards

Tracklist

01. Shining Unity
02. Blue Aura
03. Living Forevermore
04. High Up In The Air
05. Celestial Harmony
06. Wake Up The World
07. Legions Of Light
08. Return Of The Cosmic Men
09. Pilgrim Of Love
10. Wake Up The World 2.0


Achtung, Menschen mit Keyboard- und/oder Chor-Allergie! Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Zugleich: Achtung, Menschen mit Vorliebe für hymnisch-pathethischen Power Metal! Ihr dürft euch freuen. Warum entzünde ich all diese Leuchtfeuer? Ganz einfach, die französische Power-Metal-Band GALDERIA ist mit einem zweiten Album zurück – und legt im direkten Vergleich konsequent überall noch eine Schippe drauf. „Return Of The Cosmic Men“ wird euch je nach Neigung begeistern oder zusammenzucken lassen. Einig dürfte man sich aber schnell darin werden, dass die Franzosen hier ein verdammt durchdachtes Album abgeliefert haben.

Der Sound von GALDERIA lässt sich immer noch am besten mit den fränkischen Stimmungskanonen von Freedom Call vergleichen. Es gibt gefällige Harmonien ohne Ende („Blue Aura“), massiven Choreinsatz („Return Of The Cosmic Men“) und die eine oder andere überzogene Fanfare aus dem Keyboard („Shining Unity“). Auch an positiver Attitüde ist die Band kaum zu schlagen. Jeder einzelne Song strotzt vor Optimismus und Zugewandtheit zum Leben und der Zukunft. Also doch nur eine Kopie von Freedom Call? Nein, weit gefehlt!

Denn obwohl es viele Parallelen zu den anderen Genrevertretern des berühmt-berüchtigten „Happy Metals“ gibt, sind GALDERIA dennoch kein Abklatsch. Dafür bringen sie zu viele eigene Impulse mit. Zum ersten verpackt die Band ihre positive Botschaft in aller Regel in etwas abstraktere Texte als die Party-Macher von Freedom Call, sodass sie weniger aufdringlich an den Metaller gebracht wird. Das wichtigste ist aber die Tatsache, dass drei verschiedene Bandmitglieder singen – und das auf fast jedem Song. So entsteht eine mächtige Wand an Vocals, die den Hörer mitnimmt und der Musik etwas sehr Eindringliches verleiht („High Up In The Air“, „Legions Of Light“). Es ermöglicht der Band aber auch, in einzelnen Songs unterschiedliche Stimmregister zu ziehen, was besonders bei der (durchaus kitschigen) Ballade „Wake Up The World“ gut gelingt. Schließlich muss man neidlos festhalten, dass GALDERIA auf „Return Of The Cosmic Men“ ein mehr als solides Songwriting an den Tag legen. Die Songs sind fast durchgehend Ohrwürmer und hinterlassen einen starken Eindruck – sogar bei den im Power Metal langsam in Mode kommenden Elektro-Elementen bei „Wake Up the World 2.0“.

Eines steht fest: „Return Of The Cosmic Men“ wird vielen nicht gefallen. Aber ich bin mir sicher, dass jeder spätestens jetzt Bescheid weiß, ob GALDERIA etwas für ihn sein könnten oder nicht. Alle, die auch nur annähernd etwas mit Bands wie Freedom Call oder Helloween anfangen können, können, nein: sollten bedenkenlos zugreifen.

 

Bewertung: 8 / 10

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