CD-Review: Harem Scarem - Higher

Besetzung

Harry Hess – Gesang
Pete Lesperance – Gitarre
Barry Donaghy – Bass
Craighton Doanne – Schlagzeug

Tracklist

01. Reach
02. Waited
03. Torn Right Out
04. Give It To You
05. Higher
06. Run And Hide
07. Lucky Ones
08. Lies
09. Gone
10. Lost


Harem Scarem dürften den meisten hier zumindest vom Namen her ein Begriff sein. Nachdem sie unter dem Namen Rubber ein paar Power Pop Alben veröffentlicht haben, feierten sie 2002 mit „Weight Of The World“ ein Comeback im Bereich des Hard Rock, und wurden von der Presse nahezu abgefeiert. Kurz danach gabs noch das „Live at the Gods 2002“-Live-Album und mit „Higher“ das neue Studioalbum der vier Kanadier.

Der Einstieg wird mit „Reach“ schon mal richtig gut gepackt, und obwohl mir der Riff zu Beginn nicht wirklich zusagt, kann der Refrain und die späteren Melodielinien einiges rausreißen. Leichter verdaulich ist da schon der softe Rocker „Waited“, der sich anhört, als wären hier eine menge Emotionen reingesteckt worden. Mit „Torn Right Out“ wird’s dann recht poppig, irgendwie klingt mir der Song auch eine Spur zu fröhlich – aber komischerweise mag ich ihn trotzdem.
Mit fröhlich lässt sich wohl auch die Grundstimmung von „Give It To You“ beschreiben, der Track gefällt mir aber noch besser als der Vorgänger, das hat einfach was…
Nach dem ziemlich ruhigen und entspannend wirkendem „Higher“ geht’s mit „Run And Hide“ poppiger und rockiger zugleich zur Sache, der Song ist aber auch der erste, der mir etwas weniger gefällt.
Spätestens bei „Lucky Ones“ dachte ich mir „Oh, schon 2/3 vorbei und noch keine Ballade?“. Kam mir etwas seltsam vor, und bei eben genanntem Track kommt zwar nix neues, es scheinen nur die Elemente der vorhergegangenen Songs zusammengemischt, aber schlecht ist es trotzdem nicht. Mit „Lies“, „Gone“ und „Lost“ kommen dann noch drei schöne Songs, die den vorhergehenden in nichts nachstehen, aber auch keine Überraschungen mehr bringen.

Insgesamt gesehen bleibt ein Album, dass keine größeren Schwächen aufweist, aber auch nicht wirklich vom Hocker reißen will. Zum nebenbei- und zwischendurchhören ist es für mich ideal, und neben „Rising“ von Shakra das einzige melodische Hard Rock Album des Jahres 2003, dass ich mir bedenkenlos mal in die Anlage legen kann.
Ein großer Pluspunkt von „Higher“ ist auch die einfach irgendwie beruhigend und kuschlig wirkende Ausstrahlung – ich weiß, dass klingt wohl ziemlich blöd formuliert, aber anders weiß ich es nicht zu beschreiben. Dazu kommt noch die gute Produktion und der totale Verzicht auf Keyboards! Negativ stößt da nur die doch etwas kurze Spielzeit von 37 Minuten auf, aber angesichts der Tatsache, dass zum Ende hin eh nichts neues mehr kommt, kann man das auch verschmerzen. Besser so, als noch 2 Tracks doppelt auf der CD… Auch wenn man für die Namen der Lieder keinen Preis gewinnt, als Fan des Genres darf man ruhig mal antesten!

Bewertung: 7 / 10

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