CD-Review: Solemnity - Through Endless Darkness (EP)

Besetzung

Dan Benton - Gesang, Gitarre
Amit Luther - Gitarre, Orchestrierung
Dan Dean - Bass

Tracklist

01. Invierno
02. Pray For The Light
03. So It Ends
04. Prelude To...
05. Our Demise


SOLEMNITY stammen aus dem englischen Birmingham und wollen den eigenen Worten nach die Dynamik orchestraler Klangkunst mit der erdrückenden Wucht metallischer Musik kombinieren. Nun, das ist natürlich nichts Neues, denn positive Beispiele gibt es mehr als genug (Fleshgod Apocalypse, Septicflesh, um nur zwei zu nennen) –  schafft die Band diese Verschmelzung bei dem vorliegenden Material ebenfalls?

Um es direkt offen und ehrlich zu sagen: Ganz und gar nicht! Die drei vollwertigen Tracks und die beiden Instrumentals legen eine geradezu einschläfernde Gleichförmigkeit an den Tag, obwohl der orchestrale Rahmen die Ohren durchaus umschmeichelt. Das fast durchgehend im mittleren Bereich angesiedelte Tempo in den metallischen Sektionen wirkt auf Dauer einfach ermüdend – auch die zwar angenehm tiefen, jedoch an Eintönigkeit nicht zu überbietenden Growls von Dan Benton führen dazu, dass sich „Through Endless Darkness“ durchgehend blass und bieder anhört.

Es ist aufgrund dieser Eindimensionalität schwierig, auf „Through Endless Darkness“ Höhepunkte auszumachen: „Pray For The Light“ bietet stellenweise marschähnliches Schlagzeugspiel und „So It Ends“ ein heroisches, orchestrales Intermezzo mit Streichinstrumenten. Das abschließende „Our Demise“ kann kurzzeitig mit lieblichen, fast schon romantischen Tönen aufwarten und zieht am Ende endlich mal das Tempo ein wenig an – das führt dazu, dass SOLEMNITY zumindest am Schluss aus dem ermattenden Einerlei ausbrechen und so etwas wie ein abschließendes Highlight schaffen.

Was den Briten fehlt, sind songwriterische Finessen, um besondere Momente zu erschaffen, die aufhorchen lassen. Auch ist die orchestrale Musik mitnichten dynamisch – in den härteren Bereichen untermalt sie das Geschehen zwar, kann aber keinerlei eigene Farbtupfer setzen. Dasselbe gilt für die Gitarrenfraktion und insbesondere für die Vocals, die leider sehr variationsarm eingesetzt werden. SOLEMNITY bieten mit „Through Endless Darkness“ keinen Mehrwert für Genrefetischisten und werden daher in der Masse der starken Konkurrenz einfach untergehen.

Keine Wertung

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