CD-Review: The Rasmus - Black Roses

Besetzung

Lauri Ylönen - Gesang
Pauli Rantasalmi - Gitarre
Eero Heinonen - Bass
Aki Hakala - Schlagzeug

Tracklist

01. Livin' In A World Without You
02. Ten Black Roses
03. Ghost Of Love
04. Justify
05. Your Forgiveness
06. Run To You
07. You Got It Wrong
08. Lost And Lonely
09. The Fight
10. Dangerous Kind
11. Live Forever


Nachdem 2005 mit dem neuen Album „Hide from the sun“ auch ein neuer Stil bei THE RASMUS Einzug gefunden hatte, den ich im ersten Moment sehr gewöhnungsbedürftig fand, stieg meine Spannung doch sehr, als ich hörte das im September diesen Jahres ein Neues im Anmarsch sein sollte. Schnell nach der ersten Singleauskopplung „Living in a world without you“ war mir klar: Der Stil schien der selbe geblieben zu sein. Allerdings war mein erster Eindruck, dass der Sound noch softer und kommerzieller geworden war.

Gegenteiliges wurde mir bewusst, als ich dann die ganze Scheibe mit dem Namen „Black Roses“ auf dem Tisch liegen hatte. Leider nicht mehr so hart wie die „Dead Letters“ 2003, dafür jetzt melodischer, ähnlich düster, konzentrierter auf Lead-Gitarre, Gesang und ein klar definiertes Schlagzeug. Das Album birgt jedoch einige Schätzchen, bei denen Lauri und Co. scheinbar wieder zu ihrer alten Härte zurückgefunden haben. Songs wie „Lost & Lonely“ , „Ten Black Roses“ oder „The Fight“ verbinden harten, teils düsteren Rock mit der angenehmen Melodik von klassischen Violinen und Akustik-Gitarre. Ähnlich der beiden letzten Alben ist das letzte Lied der „Black Roses“ wieder eine Ballade, beginnend mit einer ruhigen Klaviermelodie.
Trotz einiger Veränderungen des Sounds und des wieder aufgewärmten, damals beim Album „Into“ (2001) schon mal dagewesenen Aussehens des Sängers Lauri Ylönen, hat sich am Thema der Texte annähernd nichts verändert. Größtenteils geht es um gescheiterte Liebe, zerbrochene Beziehungen, angekratzte Egos, alles sehr melancholisch – so wie man es von THE RASMUS gewöhnt ist.

Beim ersten Hören des Albums traf mich tatsächlich erst mal keines der Lieder sofort ins Herz, wie ich es normalerweise von den finnischen Rockern gewöhnt war. Das könnte aber auch an der Tatsache gelegen haben, dass ich es nebenbei auf der Arbeit laufen ließ. Die Konzentration auf die Musik war also nicht voll gegeben. Bei meinem zweiten Versuch mit dem Album auf eine höhere Gefühlsebene zu kommen, gelang mir selbiges schon viel besser.
Im ersten Moment klingt die Scheibe wenig besonders. Danach dafür aber mehr und mehr. Ich würde sagen, die „Black Roses“ ist auf jeden Fall Liebe auf den zweiten Blick!

Redakteur: Anne Neil

Bewertung: 8.5 / 10

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