CD-Review: Dyscarnate - And So It Came To Pass

Besetzung

Henry Bates – Gesang, Bass
Tom Whitty – Gesang, Gitarre
Matt Unsworth – Schlagzeug

Tracklist

01. The Weight Of All Things
02. In The Face Of Armageddon
03. Cain Enable
04. A Drone In The Hive
05. Engraving Ecstasy
06. The Promethean
07. Grinding Down The Gears
08. Rise And Fall
09. Seizure
10. Kingdom Of The Blind


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DYSCARNATE – also leblos – nennt sich eine britische Kurzhaar-Fraktion, welche bereits seit dem Jahr 2004 ihr Unwesen treibt. Nach einer EP und einer Demo stand 2010 mit „Enduring The Massacre“ das erste vollwertige Release in den Läden, welches den ein oder anderen Fachmann auch zu überzeugen wusste.

Die Marschroute bei DYSCARNATE ist schnell vorgegeben: Die Briten bewegen sich quasi durchgehend im massig headbangtauglichen Midtempo, aus denen gelegentlich in Form von Blastbeats oder drückenden Death Metal-Grooves ausgebrochen wird. Dass das eine Menge Spaß macht, ist nicht zuletzt dem sehr abwechslungsreichen Drumming von Matt Unsworth zu verdanken, der den einzelnen Songparts durch differenziertes Double Bass-Spiel und Beckeneinsatz eine ganz eigene Note zu verleihen weiß. Wirklich melodisch ist dabei gar nichts, die Riffarbeit der Herren Bates und Whitty aber abwechslungsreich genug, um jedes Lied für sich zu einem Highlight zu machen – „ A Drone In The Hive“ und „Cain Enable“ gehen mit kurzen, eingängigen Hooks beispielsweise sehr schnell ins Ohr, während „Engraving Ecstasy“, „Grinding Down The Gears“ oder „Rise And Fall“ einfach massig Drive haben und stark in die Nackenmuskulatur gehen dürften.
„The Promethean“ ist dagegen der thrashigste Song der Platte – logisch, dass sich DYSCARNATE diesem Genre nicht ganz verweigern. Die Gesangsparts lassen nichts zu wünschen übrig – allzu viel Abwechslung sollte man zwar nicht erwarten, aber so ist eben Death Metal.

Als Sahnehäubchen hätte ich mir vielleicht noch einen Song gewünscht, der, dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ getreu, in weniger als drei Minuten ein Ende findet – andererseits kann man DYSCARNATE an dieser Stelle auch dafür loben, dass ihre Songs trotz einer Durchschnittslänge von vier Minuten stets durchdacht wirken und keine Durchhänger haben. Richtige Highlights, die einen vom Hocker reißen, gibt es zwar nicht – Ein Reinhören lohnt sich für Fans geradlinigen Death Metals aber allemal.

Bewertung: 7.5 / 10

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