CD-Review: Fallen Yggdrasil - In No Sense Innocence

Besetzung

Simon – Gesang
Raffael – Gitarre
Denno – Gitarre
Suli - Bass
Molch - Schlagzeug

Tracklist

01. NewAgeMephisto
02. You Suicide Me
03. Crown Of All Creatures
04. In No Sense Innocence
05. Odyssey In Sorrow
06. Nightflower


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Die Mini-CD „In No Sense Innocence“ der Tübinger Deather FALLEN YGGDRASIL erschien bereits 2002 als Eigenproduktion. Nachdem jetzt mit Supreme Chaos Records ein Label gefunden wurde, und die erste Auflage von 1000 Stück inzwischen vergriffen ist, wurde die Scheibe im Februar 2003 neu aufgelegt (allerdings nur mit optischen Änderungen).
Und was hier geboten wird, ist ein absolutes Brett an abwechslungsreichem Death Metal – immer hart und hämmernd, aber kein stupides Geknüppel, sondern mit einer guten Portion Melodie.

Bereits der Opener „NewAgeMephisto“ zeigt hier deutlich die Richtung: brutale, aber trotzdem rhythmusorientierte Riffs mit einem unglaublichem Groove, an dem sich das bewegungsfreudige Genick bis zum Tod erfreuen kann. Der Gesang, bzw. die Growls ist ebenfalls voller Aggressivität und richtig schön tief und böse ausgefallen. Auch Genre-untypische Elemente haben Fallen Yggdrasil in ihren Sound einfließen lassen, hier zum Beispiel ist es eine kurze Stelle, bei der der Bass dominieren darf.Bei „You Suicide Me“ gibt’s sogar einen akustischen Part, der nach dem Text den Punkt markiert, in dem es kein Zurück mehr gibt…
„Crown Of All Creatures“ ist vielleicht der Track, der einem am schnellsten ins Blut übergeht, Der Riff ist einfach nur genial… Ebenso genial sind hier die häufigen Rhythmus-Wechsel und die Wechsel von Mid- zu Up-Tempo und wieder zurück. Im Refrain gibt’s im Gegensatz zu den sonstigen Vocals auch ein richtig krankes, gurgelndes Kreischen zu hören – richtig hübsch!
Die zweite Hälfte der CD legt dann in Sachen Härte sogar noch eins drauf. Der Titeltrack „In No Sense Innocence“ kann zwar vorzüglich auch in den Midtempo-Parts glänzen, hier macht aber denke ich auch der deutsche Text und das geile Drumming viel aus. „Odyssey In Sorrow“ ist ebenso ein Hammer (diesmal mit englischem Text), und mit dem leider etwas kurzem Kracher „Nightflower“ wird die Scheibe abgeschlossen…

Was man hier zu hören kriegt, ist Death Metal auf allerhöchstem Niveau, damit kann man sogar manche so genannte „großen“ Bands auf die Plätze verweisen. In den gesamten 24 Minuten der ersten professionellen Aufnahme liefert die Truppe um den sympathischen Frontmann Simon Kratzer eine astreine Leistung ab, wobei dem Hörer zu keine Sekunde langweilig wird, genug Abwechslung ist hier wirklich vorhanden. Mit Vergleichen mit einer anderen Band will ich hier erst gar nicht anfangen, dafür sind Fallen Yggdrasil einfach zu eigenständig. Sogar die Produktion ist für eine Eigenproduktion erstaunlich gut ausgefallen, und mit Supreme Chaos Records hat jetzt zumindest ein kleines Lable/Vertrieb das enorme Potenzial der Band erkannt. Death Metal Herz, was willst du mehr? Unterstütz Fallen Yggdrasil bei ihrem weiterem Weg – ihr werdet es nicht bereuen! Man darf sich auf das neue (Full-Length-)Studioalbum freuen…
(Bandkontakt: Fallen-Yggdrasil@Web.de/ Bestellung: Info@S-C-R.de )

Bewertung: 8 / 10

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