CD-Review: Black Magic Six - Choose Death

Besetzung

Taskinen – Gesang, Gitarre
Motherfuckin‘ Japa – Schlagzeug

Tracklist

01. Dance With Me Satan
02. Shake Shake Shake
03. 9 To Midnight
04. All Night Long
05. Red Cloud
06. Grease The Machine
07. Raw
08. Better Run Fast
09. 16 Tons Of Misery
10. Golden Jackal


Nicht zuletzt aufgrund der horrenden Preise für Spirituosen verbindet man Finnland nicht als Erstes mit dreckigen Biker-Kneipen und staubigem Wüstensand. Das ist dem finnischen Duo BLACK MACIG SIX mit seiner Mischung aus Rock ’n’ Roll, Western, Surf, Stoner und dreckigem Rock allerdings herzlich egal. Mit ihrem vierten Album „Choose Death“ spielen sie die Kälte ihrer Heimat mit Anklängen an den Mittleren Westen der USA einfach weg. Dabei konzentrieren sie sich auf das Wesentliche und halten acht der zehn neuen Lieder auf „Choose Death“ kürzer als drei Minuten.

Lediglich zu zweit machen die beiden Finnen von BLACK MAGIC Six Rabatz wie eine ganze Biker-Gang. Mit reichlich Cowbell in den Strophen und fuzzigen Gitarrensound im Refrain fährt der Opener „Dance With Me Satan“ sofort in die Beine. „Shake Shake Shake“ lädt ebenfalls zum Tanzen ein, ist aber in der Surf-Ecke angesiedelt. Egal, wie unterschiedlich sich die einzelnen Nummern auch präsentieren, werden sie vom rotzigen Punk-Flair im kratzigen Gesang von Sänger Taskinen zusammengehalten. Dabei wecken BLACK MAGIC SIX sowohl Erinnerungen an Bands wie Eagles Of Death Metal („Grease The Machine“) als auch an The Picturebooks („Raw“) oder sogar an die neueren Nummern der Arctic Monkeys („Golden Jackal“).

Einige Songs enden, auch aufgrund ihrer Kürze, sehr plötzlich, sodass sie nicht so sehr wie Lieder, sondern wie Skizzen wirken. Ebenso ist „Choose Death“ insgesamt sehr simpel gehalten und repetitiv strukturiert. Das ist sicher auch Konzept, vermittelt aber den Eindruck, dass noch ein bisschen mehr gegangen wäre. Besonders klar wird das, wenn sich BLACK MAGIC SIX etwas trauen, wie im zum Banjo geflüsterten „All Night Long“ oder dem groovigen „Raw“.

Insgesamt liefern die beiden Finnen mit „Choose Death“ ein extrem kurzweiliges Album ab, das mit seiner Rock-’n’-Roll-Attitüde mitreißt, ohne innovativ oder neu zu klingen. Das ist allerdings nebensächlich, da „Choose Death“ einfach sehr viel Spaß macht und zum Tanzen im nächsten, biergetränkten Moshpit zwingt.

Bewertung: 7.5 / 10

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