CD-Review: Exoskelett - Collected Bones

Besetzung

Albin Boman – Gesang
Patrik Boman – Gitarre, Gesang
Martin Stenberg – Gitarre
Johan Eriksson – Bass
Göran Matsson – Schlagzeug

Tracklist

01. Unholy Alliance
02. Grind Your Bones To Dust
03. Ossuary
04. Void
05. Bloodstained
06. Dig Deeper
07. Buried Upside Down
08. Black Dogs, Black Wolves, Black Hounds
09. Vykort Från Postapokalypsen


Für gemeinhin hat das Artwork eines Albums zwei Funktionen: Den potentiellen Käufer neugierig zu machen und die Musik einer Band zu repräsentieren. Die Schweden mit dem skurrilen Namen EXOSKELETT scheinen sich darüber nicht all zu lange Gedanken gemacht zu haben: Ersteres klappt im Falle ihres Debüts „Collected Bones“ und des auf das in schwarz-orange gehaltene Cover gekrizzelten Lindwurms definitiv nicht. Und auch die Musik der Schweden ist durch das skurrile Bild nur in Maßen abgebildet.

Was EXOSKELETT auf ihrem ersten musikalischen Lebenszeichen abliefern, klingt – soweit die gute Nachricht – deutlich professioneller als das Bild vermuten lässt. Hingerotzt sind die neun Songs zwar ebenso, allerdings im besten Sinne: So bieten EXOSKELETT eine dreckige Mischung aus Death Metal, Black ’n‘ Roll und Midtempo-Thrash, die an räudige Formationen wie Aura Noir, Sarke und Bewitched denken lässt.

Dabei bewegt sich „Collected Bones“ ständig auf dem schmalen Grat zwischen hingeschludert und lässig eingespielt: Der Sound ist etwas rumpelig, die Songs wirken mitunter sehr spontan zusammengeschustert. Einen gewissen punkigen Charme kann man EXOSKELETT dabei jedoch nicht absprechen. Dieser resultiert vornehmlich aus dem Gesang von Albin Boman, der stark nach Morten Shax (Endezzma) und Kehlkopfentzündung klingt.

In 27 Minuten bringen EXOSKELETT problemlos neun Songs unter. Damit ist dann aber auch alles gesagt: So legen die Schweden mit „Collected Bones“ ein durchaus recht unterhaltsames Album vor, dem allerdings nicht unbedingt nachgesagt werden kann, dass es dem Hörer beim ersten Durchlauf viele Geheimnisse vorenthält. Wer seinen Metal gerne dreckig, roh und ehrlich genießt und ein Faible für Black-Thrash hat, ist bei EXOSKELETT jedoch gar nicht so falsch, wie Bandname und Artwork vielleicht zunächst suggerieren.

Bewertung: 7 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: