CD-Review: HIM - Uneasy Listening Vol. 2

  • Veröffentlichung: 2007
  • Label: Sony
  • Spielart: Rock
Besetzung

Ville Valo – Gesang
Linde - Gitarre
Migé Amour - Bass
Burton - Keyboards
Gas Lipstick – Schlagzeug

Tracklist

01. Buried alive by Love (616 Version)
02. Rendezvous with Anus (Dein Arsch ist meiner, El Presidente)
03. Sigillum Diaboli (Studio Live Evil)
04. I love you (White House Version)
05. The Beginning of the End (Sad Damn Version)
06. Again (Hollovlad Tepes)
07. Wicked Game (Live in Turku)
08. Soul on Fire (Erich Zann’s Supernatural RMX)
09. Beautiful (Hollovlad Tepes)
10. Endless Dark (616 Version)
11. Hand of Doom (Live in Turku)
12. Right here in my Arms (Live in Turku)
13. Sailin'On (Live in Turku)
14. Pretending (Cosmicpope Jam Version)


“Uneasy Listening Vol. 1” war eine eher enttäuschende Zusammenstellung, die seinem Titel mitnichten gerecht wurde, war darauf doch eine Remix-Zusammenstellung der Liebeslieder HIMs zu hören. Das ehemalige Label Sony BMG aber ließ sich vom kommerziellen Erfolg natürlich ermutigen und lässt nun gerade mal ein wenig mehr als ein halbes Jahr später mit „Uneasy Listening Vol. 2“ den „Nachfolger“ auf die Hörer los.

Optisch deutet es sich schon an, dass der Inhalt diesmal von rockigerer Natur ist. Hatte der erste Teil noch ein blaues Artwork mit einer, nunja, wohl stylisch wirken wollender Frau, ziert die neue Scheibe in Rottönen ein verwegener Typ mit Zylinder. Ganz untypisch für HIM wird direkt von Anfang an kräftig gerockt, „Buried Alive By Love“ mutiert in der 616 Version tatsächlich zum headbangertauglichen Stück. Die Gitarren bringen richtig Power und klingen überraschend dreckig und Ville Valo säuselt nicht rum, sondern lässt auch mal raue Klänge in seiner Stimme zum Vorschein treten. Interessant auch, wie man etwa „The Beginning Of The End” mit fiesen Industrial-Elementen ein komplett neues Gesicht verpasst.

Einige Coverversionen haben sich zwischen die bisher größtenteils unveröffentlichten Remixe und Livemitschnitte eingeschlichen. Schnell ins Auge springt hier natürlich „Rendezvous with Anus (Dein Arsch ist meiner, El Presidente)“, ein Cover des 1998er Liedes von Turbonegro, und das gelang den Finnen hier auch wirklich superb und nicht Eingeweihte möchten wohl meinen, es wäre ein Song aus eigener Feder. „Wicked Game“ von Chris Isaak, „Hand Of Doom“ von Black Sabbath und „Sailin’ On“ der schwarzen Hardcore-/Punk-Legende Bad Brains sind ebenfalls dabei, alle durchaus interessant zu hören, die beiden letzteren wurden dabei sogar überraschend originalgetreu nachgezockt.

Natürlich gibt es auch weniger überzeugende Stücke wie das stinklangweilige „Again“ zum Beispiel. Der Großteil der Tracks aber rockt und macht durchaus Spaß, auch das abschließende „Pretending“ erhält in dieser hier vorhandenen Version ein völlig neues Gesicht und wirkt so überaus cool und chillig, bis nach knapp der Hälfte das Chaos ausbricht.
Für HIM-Fans ist „Uneasy Listening Vol. 2“ wohl Pflichtprogramm. Da die Truppe um Ville Valo sich hier von seiner rockigen und dreckigeren Seite zeigt, kann auch eine Empfehlung für Rock-Fans im Allgemeinen ausgesprochen werden, die Scheibe dürfte auf manch einer Party durchaus eine gute Figur machen.

Keine Wertung

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