CD-Review: Monolithe - Nebula Septem

  • Veröffentlichung: 2018
  • Label: Les Acteurs de l'Ombre Productions
  • Spielart: Doom Metal
Besetzung

Rémi Brochard - Gesang, Gitarre
Benoît Blin - Gitarre
Sylvain Bégot - Gitarre, Keyboard
Matthieu Marchand - Keyboard
Olivier Defives - Bass
Thibault Faucher - Schlagzeug

Tracklist

01. Anechoic Aberration
02. Burst In The Event Horizon
03. Coil Shaped Volutions
04. Delta Scuti
05. Engineering The Rip
06. Fathom The Deep
07. Gravity Flood


Bereits seit 15 Jahren treiben die französischen Doom-Metaller von MONOLITHE ihr Unwesen. Mit den Jahren haben sie sich von schwermütigem Funeral-Doom hin zu melodischerem Doom mit leichten Death-Metal-Anleihen entwickelt, wenngleich das neue Album „Nebula Septem“ wieder einen kleinen Schritt zurück zur Schwermut macht.

Das Album eröffnet sehr düster. Unter die leicht dissonant gespielten Eröffnungsriffs von „Anechoic Aberration“ mischt sich eine eingängige Synthesizer-Melodielinie, die das Ganze etwas weniger sperrig macht. Aber spätestens wenn der sehr tiefe Growl-Gesang von Rémi Brochard einsetzt, bekommt die Komposition Charakter. So eine tiefe Reibebrett-Stimme ist natürlich immer Geschmackssache, aber vor allem bei langgezogenen, röhrenden Screams trägt die Stimme besonders gut und wuchtig.

Man darf sich „Nebula Septem“ wie eine zusammenhängende Komposition vorstellen, die zum Ziel hat, den Hörer in die Untiefen von kosmischem Zerfall und in die Abgründe menschlichen Denkens zu versetzen. MONOLITHE setzen hierbei durchweg auf langsames, schleppendes Tempo. Akzente werden hier vornehmlich im variablen Gitarrenriffing im Hintergrund gesetzt. Die Keyboard-Sounds geben den Liedern einen durchgängigen, leicht psychedelischen Charakter.

Die Texte des Albums sind durchgängig in englischer Sprache verfasst, was ja nicht unbedingt Gang und Gäbe ist bei französischen Bands. Sie beschäftigen sich mit der Entstehung des Menschen, der Sinnhaftigkeit seiner Existenz sowie sonstigen Rätseln des Universums, dem Werden und Sein.

Im Track „Delta Scuti“ wird man mit dem bereits erwähnten death-lastigen Touch mancher Songs konfrontiert, der vorwiegend durch den E-Gitarrenklang zustande kommt. Doch alles in allem wird dieser immer wieder in den Hintergrund gedrängt und in jedem Song lassen MONOLITHE der Funeral-Doom-Stimmung letztendlich den Vortritt.

Wenngleich das Konzept von „Nebula Septem“ jederzeit klar erkennbar ist, ist es leider so, dass das Album bis auf Kleinigkeiten nicht allzu viel Überraschendes zu bieten hat, geschweige denn Momente, in denen der Hörer denken könnte, dass MONOLITHE hier neue Meilensteine setzen. Allein in Deutschland gibt es so viele Doom-Bands, die um Längen besser sind. Aber wer Abwechslung im Plattenschrank braucht und nicht auf ein weiteres Album voller Schwermut und Sinnsuche verzichten kann, ist bei MONOLITHE vielleicht richtig.

Bewertung: 5 / 10

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