CD-Review: Requiem - Within Darkened Disorder

Besetzung

Ralph Winzer Garcia – Gesang, Bass
Phil Klauser – Gitarre
Reto Crola – Schlagzeug

Tracklist

01. I Am Legion
02. Vicious Deception
03. Purified In Flames
04. Omnivore
05. The Plague Without A Face
06. Echoes Of War
07. Symbol Of Nine
08. Feed The Greed
09. Solemn Sacrifice
10. Within Darkened Disorder


Über ein Dutzend Bands gibt es, die den Namen REQUIEM tragen. Zieht man die mittlerweile aufgelösten ab, wird es schon deutlich übersichtlicher. Bei der vorliegenden Gruppe handelt es sich um eine der bekannteren, nämlich um das Schweizer Death-Metal-Trio, das bereits seit 1997 besteht und mit „Within Darkened Disorder“ sein nunmehr sechstes Album an den Start bringt. Produziert wurde die Scheibe ebenso wie ihre Vorgängerin von Andy Classen und auch für das Artwork wurde wieder Dan Seagrave herangezogen, der schon Klassikern wie Morbid Angels „Altars Of Madness“ und Entombeds „Left Hand Path“ ein Gesicht verlieh und „Within Darkened Disorder“ mit einem fantastischen Cover ausgestattet hat. Gute Voraussetzungen also, aber können REQUIEM auch musikalisch an das Niveau ihrer vorherigen Veröffentlichungen anknüpfen?

Mit „I Am Legion“ ist man auch gleich mitten im Geschehen, kein langatmiges Intro, sondern gleich voll auf die Glocke. Der Opener, der auch gleichzeitig einer der Höhepunkte des Albums darstellt, beschleunigt in zwei Sekunden von null auf 180 und blastet sich bis zur Songmitte durch, ehe das Tempo etwas reduziert wird und das abwechslungsreiche Doublebass-Spiel einen mit der Zunge schnalzen lässt. Die Produktion ist sehr direkt ausgefallen, wodurch die Musik sehr nah am Ohr erscheint. Der Sound klingt zeitgemäß, aber nicht zu aufgeplustert, sondern schön erdig, wie es sich für eine rohe Death-Platte gehört.

Auch die restlichen neun Hassbrocken bieten schnörkel- und kompromissloses Geballer der Oberklasse im Stil des US Death Metals der 1990er Jahre. Lediglich „Plague Without A Face“ und der mit Intro und Outro ausgestattete Titeltrack am Ende des Albums beginnen und enden etwas schleppender, ansonsten geben REQUIEM hier größtenteils Vollgas, jedoch ohne dabei in monotones Getrümmer zu verfallen, sondern mit ausreichenden Tempowechsel für die nötige Abwechslung sorgen. Auf Soli wird gänzlich verzichtet, dafür haut der Dreier eine wahre Flut an fiesen Riffs raus und spielt dabei so tight zusammen, dass es eine wahre Freude ist, zuzuhören.

Nicht nur wegen der durchweg hohen Geschwindigkeit, sondern auch aufgrund des durchweg hohen Niveaus ersticken die Schweizer in der guten Dreiviertelstunde jeden Anflug von Langeweile im Keim. Mit „Within Darkenend Disorder“ haben REQUIEM eine starke Rückmeldung abgeliefert und strecken dabei weiterhin jeglichen Trends den Mittelfinger entgegen. Fans der Band können bedenkenlos zugreifen, für Anhänger von Bolt Thrower, Malevolent Creation etc. dürfte es sich ebenso lohnen, mal reinzuhören.

Bewertung: 8 / 10

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