CD-Review: Sodom - Sodom

Besetzung

Tom Angelripper – Gesang, Bass
Bernemann – Gitarre
Bobby Schottkowski – Schlagzeug

Tracklist

01. Blood On Your Lips
02. Wanted Dead
03. Buried In The Justice Ground
04. City Of God
05. Bibles And Guns
06. Axis Of Evil
07. Lords Of Depravity
08. No Captures
09. Lay Down The Law
10. Nothing To Regret
11. The Enemy Inside


Sechs lange Jahre sind seit dem letzten Studioalbum „M-16“ verstrichen. Eine lange Zeit in der eine Band sehr faul sein kann. Im Falle von Sodom kann man dies aber nicht unbedingt behaupten. Immerhin erschien derweil der erste Teil der „Lords Of Depravity“ DVDs, welche einen wahnsinnig umfangreichen Überblick über die Geschichte der Thrash-Heroen geben.

Das schlicht betitelte „Sodom“ Album (laut Angelipper braucht jede Band einmal in ihrer Karriere ein selbstbetiteltes Album) verspricht schon vom Artwork her ein ganz großer Schinken zu werden. Auch die Produktion, welche niemand geringeres als der ehemalige Gitarrist Andy Brings übernommen hat, kann über alle Stränge glänzen. So beginnt das Album mit einem Midtempo-Song in Form von „Blood On Your Lips“. Hier sei sofort gesagt dass „Sodom“ im größten Teil aus langsameren Sachen besteht. Die Wurzeln werden z.B. mit „Wanted Dead“ und „ Nothing To Regret“ aber weiterhin hochgehalten. Aber die großen Gewinner sind Lieder wie „Buried In The Justice Ground“, „City Of God“ mit einem verdammt starken Solo und das ultracoole „Axis Of Evil“. Ich sehe für meinen Teil „Axis Of Evil“ als Bandhymne der Neuzeit.

Ebenso passt es einfach nur perfekt einen Thrash Knaller zu bringen der mit „Lords Of Depravity“ wie die schon angesprochene DVD Veröffentlichung heißt. Die letzten vier Songs sind dann allerdings etwas unspektakulärer gehalten, jedoch immer noch recht eingängig. Dem knappen letzten Drittel des Albums sollte man aber auf jedenfall etwas mehr Zeit widmen, sofern es nicht gleich zündet.

Um „Sodom“ mal mit dem letzten Output zu vergleichen: Mann kann sagen dass die Songs nicht mehr so schnell nach vorne pirschen, aber keineswegs schlechter sind. Wer „M-16“ etwas langwierig gefunden hat, wird mit „Sodom“ sicherlich zurechtkommen. Für meinen Teil habe ich eine wirkliche Walze erwartet und war zu Beginn schon etwas enttäuscht. Allerdings passt Sodom dieses neuere, gemächlichere Gesicht ohne Zweifel auch sehr gut.

Bewertung: 8.5 / 10

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