CD-Review: Heretic - Alive Under Satan (EP)

Besetzung

Thomas Goat – Gesang, Gitarre
Tony Hellfire – Bass
Jimmy Blitzer – Bass
Tom Auf Der Axe – Schlagzeug

Tracklist

01. Berserker
02. Mr. Chainsaw
03. Demonic Slaughter
04. Forever Possessed
05. Gods ‘n’ Slaves
06. Give Me Darkness
07. Seven Hails
08. The Devil, My Saviour


Seit 20 Jahren beackern HERETIC den Underground und dürften den Meisten als waschechte Black-Metal-Band in Erinnerung sein. Allerdings gab es bereits auf dem letzen Album einen deutlichen Rock-‘n‘-Roll-Einschlag, sodass lediglich Copresepaint und satanische Texte noch an Black Metal erinnerten. Zum Geburtstag veröffentlichen HERETIC nun mit „Alive Under Satan“ eine hübsche kleine EP.

Lässt der Titel eine Liveaufnahme vermuten, so legt sich diese Vermutung schon mit den ersten Tönen des Openers „Berserker“. Mehr Motörhead denn Mayhem rocken HERETIC lässig und rotzig nach vorn und zaubern damit allen Fans der Stilrichtung ein erfreutes Grinsen ins Gesicht. Vom ursprünglichen Black Metal ist musikalisch nichts mehr zu spüren, viel mehr erinnert die Nummer an alten englischen Punk.
Dementsprechend wenig Wert legen HERETIC auf technische Versiertheit, ausgefeiltes Songwriting und Originalität. Hier geht es schlicht um den Spaß, das Abrocken und die Party, was ja auch eine Einstellung ist.
Dummerweise war es das dann aber auch schon wieder mit neuem Material, denn die anderen sieben Stücke auf „Alive Under Satan“ stammen vom 2009er Album „Gods Over Humans, Slaves Under Satan“. „Mr. Chanisaw“, „Demonic Slaughter“ oder „Gods ‘n‘ Slaves“ sind dabei allesamt coole Tracks, denen das neue Soundgewand gut zu Gesicht steht, doch kann man sich dem Eindruck nicht ganz erwehren, dass man hier ein bisschen verschaukelt wird.

Wer noch nichts von HERETIC im Schrank stehen hat, aber mit alten Misfits, Venom und Midnight etwas anfangen kann, der kann sich „Alive Under Satan“ getrost zulegen und gut 20 Minuten entspannt unangestrengter, lässig rockender Musik lauschen. Wer das 2009er Album der Truppe bereits sein Eigen nennt, bekommt allerdings lediglich einen neuen Song – ob sich das lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Keine Wertung

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