Review J.B.O. – Der Weiße Hai im Dechsendorfer Weiher

Viele Leute werden diese Platte wahrscheinlich gar nicht kennen, da sie sehr selten ist. Die Platte wurde nur in Erlangen und der näheren Umgebung verkauft und dürfte deshalb heute eigentlich nicht mehr zu haben sein. Es bleibt also nur der Griff zu Ebay usw.

Das ganze ist natürlich wie alle J.B.O. Veröffentlichungen eine absolute Geschmacksfrage. Wer keinen Humor hat, kann sich das Geld jedenfalls schon einmal sparen und sich die neueste Rammstein kaufen.

Der geneigte Hörer wird mit einem Intro begrüßt, welches aber keine genauere Erläuterung verdient.

„Der weiße Hai im Dechsendorfer Weiher“ knallt dann aber gleich mal schön rein. Zwar beginnt das ganze etwas gewöhnungsbedürftig aber diesen Refrain wird man nicht wieder los und schon nach kurzer Zeit ist man geneigt mitzusingen. Dies dürfte im ersten Anlauf aber nicht gelingen, schließlich muss man sich erst einmal auslachen. ;-)

„Rauch auf’m Wasser“ ist dann die J.B.O. Version des Klassikers „Smoke On The Water“. Macht beim ersten anhören auch noch etwas Spaß aber auf Dauer wird man dadurch gelangweilt. Dann lieber das Original, der Wortwitz dieser Version nutzt sich einfach zu schnell ab.

„Kitzmann Rock’n’Roll“ steht als nächstes an und da eine normale Studioversion ja langweilig wäre hat man hier eine Live Version verewigt. Die Fans singen mit was das Zeug hält und dieser Rock n‘ Roll macht einfach Spaß. Besonders witzig wird es wenn die Fans einen gewissen Biernamen singen und das ganze dann mit einem fetten *PIEP* ausgeblendet wird. Macht definitiv Lust auf mehr. „Wir singen Dur, wir singen Moll, wir singen Kitzmann Rock’n’Roll“ *g*

Und da J.B.O. Live einfach unschlagbar sind, gibt es auch „Schlumpfozid im Stadtgebiet“ mit Publikumschor. Wer das Lied der Schlümpfe schon immer mal in einer hammergeilen Version hören wollte, sollte sich so eine Live Version schnappen. Darin erfährt man auch wieso Schlümpfe blau sind und weshalb es sie nicht mehr in Erlangen gibt usw.

Sagte ich eben, dass J.B.O. Live unschlagbar sind? Ok, jeder hat mal einen Aussetzer und den hat J.B.O. mit der Live Version von „No Sleep ‚Til Bruck“. Die Fans gehen auch hier mit, aber für normal sterbliche außerhalb der Erlanger Region wird es schwer.
1. Ist der Sound nicht ganz klar und
2. Legen J.B.O. hier eine kleine Portion Dialekt an den Tag

Wer sich davon nicht abschrecken lässt oder aus Erlangen dürfte trotzdem seinen Spaß haben. Ich persönlich überspringe den Song ganz gerne. ;-)

Nach diesem Streitfalll folgt der Hammer schlechthin. „Ein guter Tag zum Sterben“ ist bei J.B.O. Fans sowieso schon Kult und Live knallt der Song natürlich um so stärker rein aber diese Live Version ist echt der Hammer. Die ersten Strophen lassen J.B.O nur vom Publikum singen und dieses gibt wirklich alles. Der Sound ist auch noch spitze und es gipfelt in einem absoluten Knaller den man gehört haben sollte. Damit geht der reguläre Teil zu Ende aber wie üblich sollte man noch etwas dran bleiben. J.B.O. und Hiddentrack sind schließlich unzertrennlich. Diesen muss man aber nicht unbedingt gehört haben.

Fazit:Ein Album das mit wenigen Ausnahmen einigen Spaß bereitet. Voraussatzung ist aber das Mitbringen eines gewissen Humorgrades. Ansonsten wird man Texte über Bier trinkende Haie oder aufgehängte Schlümpfe wohl eher hassen. J.B.O Fans können bedenkenlos zugreifen und alle die sich mal an J.B.O. versuchen wollen, sind hiermit auch nicht schlecht bedient. Nach dem 5.-6. Durchlauf verliert das Album aber etwas an Reiz. Bleibt aber immer noch eine gute Partyscheibe bzw. ein gutes Album für Zwischendurch. Da kommt es dem Album zu Gute, dass es nicht besonders lang ist (23 Minuten). Ansonsten ist dies natürlich ein großer Nachteil, welcher auch in die Bewertung einfließt.
(Sascha)

Wertung: 6 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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