CD-Review: Angel Witch - Angel Of Light

Besetzung

Kevin Heybourne - Gesang, Gitarre
Jimmy Martin - Gitarre
Will Palmer - Bass
Fredrik Jansson - Schlagzeug

Tracklist

01. Don't Turn Your Back
02. Death From Andromeda
03. We Are Damned
04. The Night Is Calling
05. Condemned
06. Window Of Despair
07. I Am Infinity
08. Angel Of Light


ANGEL WITCH lieferten vor fast 40 Jahren mit ihrem Debütalbum einen Meilenstein ab, der auch außerhalb der New Wave Of British Heavy Metal großen Anklang fand. Auch wenn die folgenden Alben weiterhin Metal auf hohem Niveau lieferten, fristete die Band doch immer ein Dasein in der zweiten Reihe hinter Bands wie Iron Maiden oder Saxon. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ANGEL WITCH inzwischen mehr als dreimal so viele Musiker verschlissen hat, wie die Band Studioalben veröffentlicht hat. Aktuell hat Mastermind Kevin Heybourne neben dem von Carcass bekannten Gitarristen Bill Steeler die Musiker Will Palmer und Fredrik Jansson um sich geschart und mit ihnen das neue Werk „Angel Of Light“ eingespielt.

Vorweg sollte man sich nicht vom irgendwie nach Photoshop aussehenden Cover abschrecken lassen, ANGEL WITCH liefern immer noch feinsten NWOBHM-Sound ab und machen bereits mit den knallenden Opener „Don’t Turn Your Back“ klar: Auch nach sieben Jahren ohne neuer Musik hat die Engelshexe noch Feuer. Gallopierendes Drumming, große Melodien und ein hymnischer Refrain machen den Einstieg in das Album zu einer Zeitreise in die Blütezeit britischen Metals. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass „Don’t Turn Your Back“ von der Band bereits in den 80ern live gespielt wurde, es aber erst jetzt auf ein Album geschafft hat. Auch das epische „The Night Is Calling“ stammt noch aus den 80ern und erzeugt bereits mit dem gezupften Intro Gänsehaut. Noch epischer klingt „Death From Andromeda“, dass mit einigen Soli und ausgedehnten rein instrumentalen Passagen zu begeistern weiß.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ANGEL WITCH sind keineswegs altersmüde geworden. „Window Of Despair“ geht groovend durch die Decke und dürfte eine echte Live-Granate werden. Gleiches gilt für „Condemned“, dem wohl härtesten Stück auf „Angel Of Light“. Der Titeltrack beendet schließlich das Album mit der ganzen Palette an NWOBHM-Attributen. Episch, melodisch und mit einer bemerkenswerten Gesangsleistung von Kevin Heybourne.

Somit gelingt ANGEL WITCH mit „Angel Of Light“ ein urtypisch britisches Metal-Album, dass sich hinter den Frühwerken der Band nicht zu verstecken braucht. Heybourne und seine Jungs mögen nicht die aktivste oder präsenteste Truppe sein, doch musikalisch wissen sie immer noch zu überzeugen.

Bewertung: 8 / 10

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