CD-Review: Prong - Songs From The Black Hole

Besetzung

Tommy Victor – Gesang, Gitarre
Jason Christopher – Bass
Arturo "Art" Cruz – Schlagzeug

Tracklist

01. Doomsday (Discharge)
02. Vision Thing (The Sisters Of Mercy)
03. Goofy's Concern (Butthole Surfers)
04. Kids Of The Black Hole (Adolescents)
05. Bars (Black Flag)
06. Seeing Red (Killing Joke)
07. Don't Want To Know If You Are Lonely (Hüsker Dü)
08. Give Me The Cure (Fugazi)
09. Banned In D.C. (Bad Brains)
10. Cortez The Killer (Neil Young)


Wie die meisten alteingesessenen (Thrash-)Metal-Bands machen auch die Amerikaner PRONG aus ihren Punkrock-Wurzeln kein Geheimnis. Mit „Songs From The Black Hole“ zollen sie einigen ihrer Vorbilder nun in Form eines Cover-Albums Tribut.

The Sisters Of Mercy, Black Flag, Killing Joke oder Fugazi sind also nur einige der durchweg renommierten Bands, deren Hits sich PRONG für dieses Album vorgenommen haben. Entsprechend legendär ist das Ausgangsmaterial, das durch den aufpolierten Sound und die Präzision, mit der PRONG traditionell zu Werke gehen, aus musikalischer Sicht durch die Neueinspielung natürlich aufgewertet wurde. Doch wie so oft ist auch dieses Cover-Album ein zweischneidiges Schwert.

Zum einen sind die Stücke zwar definitiv nicht grundlos, allerdings auch nicht undbedingt aufgrund ihrer musikalischen Finesse legendär. Ohne den Zeitgeist und in ein modernes Soundgewand gehüllt nachgespielt verliert die eine oder andere Nummer schlichtweg an Charme. Bestes Beispiel dafür ist die lasche PRONG-Version von „Kids Of The Black Hole“, das in der Neueinspielung seinen kompletten rotzigen Punk-Charakter und damit seine Seele verloren hat.

Zum anderen sind die Songs zwar vielleicht für PRONG prägend gewesen, unterscheiden sich musikalisch aber doch stark von dem, wofür die Band seit Jahren steht. Da hilft es auch nicht, dass Tommy Victor und Konsorten sich durchaus bemüht haben, den Songs einen eigenen Stempel aufzudrücken, denn, man ahnt es: damit wäre man wieder bei ersterem Punkt angekommen.

Hört man das Album unvoreingenommen und ohne es auf PRONG oder die gecoverten Bands zu beziehen, ist „Songs From The Black Hole“ durchaus ein recht unterhalsamer Tonträger geworden. Einen echten Gefallen tun PRONG mit „Songs From The Black Hole“ aber trotzdem niemandem: PRONG-Fans wäre mit einem neuen Album weitaus mehr gedient und wer die Songs im Original liebt, sollte von „Songs From The Black Hole“ vermutlich besser Abstand nehmen.

Keine Wertung

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