CD-Review: Puppy - Vol II (EP)

Besetzung

Jock Norton – Gesang, Gitarre
Will Michael – Bass
Billy Howard – Schlagzeug

Tracklist

01. Entombed (Remastered 2017)
02. My Tree (Remastered 2017)
03. Warm (Remastered 2017)
04. Arabella (Remastered 2017)
05. Beast (Bonus Track)
06. Here At Home (Remastered 2017)


Dass sich im Underground die spannendsten Bands bewegen ist eine alte „Weisheit“. Schaut man Gegenwärtig jedoch auf den musikalischen Untergrund in England, so bestätigt sich dies mit Creeper und Milk Teeth, oder auch Venom Prison und Employed To Serve. Wie die Pilze scheinen hochtalentierte und vielversprechende Bands aus dem Boden zu schießen. Auch PUPPY zählen zu dieser Gattung und veröffentlichen nun mit „Vol II“ ihre zweite EP.

Wobei es eigentlich eine Wiederveröffentlichung ist, denn „Vol II“ gibt es eigentlich schon seit letzten Jahr. Mit der gegenwärtigen Aufmerksamkeit für junge englische Truppen und der Unterschrift bei Spinefarm macht es aber durchaus Sinn, die EP nochmals – vor allem auch physisch – zu veröffentlichen. Zumal PUPPY wirklich eine hervorragende Scheibe abgeliefert haben.

Der Opener „Entombed“ zeigt direkt alle Trademarks von PUPPY: sattes Riffing und mächtige Grooves werden scheinbar spielerisch mit feinen Melodien verbunden. Gekrönt wird das Ganze von Jocks Gesang, der mal als Mischung aus Ghost und Deftones daherkommt („Entombed“), mal grungeig-introvertiert erklingt („My Tree“) oder auch mal gefühlvoll, beinahe poppig („Arabella“).

Nun hilft aber der tollste Gesang nichts, wenn das Songwriting Mist ist. Doch auch hier kann „Vol II“ locker punkten. Satte Rocknummern („Entombed“, „My Tree“) und gefühlvolle Tracks („Arabella“, „Warm“) geben sich die Klinke in die Hand und auch innerhalt der Lieder ist jede Menge Abwechslung zu verzeichnen. Zudem haben PUPPY der Wiederveröffentlichung mit „Beast“ noch einen neue Nummer beigefügt, die mit starken Riffs, tollen Gesangslinien und einem Refrain zum Niederknien punktet.

Harte Riffs und gefühlvoller Gesang, dicke Grooves und zarte Melodien – was man auch mag, man findet es auf „Vol II“. Innerhalb von 24 Minuten, verteilt auf sechs Songs, zeigen PUPPY eindrucksvoll, dass sie die gesamte Palette der Rockmusik beherrschen. Das ist für sich schon großartig und macht fast schon Angst davor, wozu die Band auf Albumlänge fähig sein könnte.

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