CD-Review: Revenge - Infiltration.Downfall.Death

Besetzung

James Read - Gesang, Schlagzeug
Pete Helmkamp - Bass, Gesang
Vermin - Gitarre

Tracklist

01. Death Heritage (Built upon Sorrow)
02. Blood Noose (Hog-Tied like Swine)
03. Sterilization (Procreation Denied)
04. By Force (The Only Option)
05. Barbed Anti (No Remorse)
06. Survival (The Absolute Truth)
07. Final Doctrine (Push Forward)
08. Cleansing Siege (Take Them Down)


„Black Metal ist eine Musikrichtung die sich anhört als schlüge man ein sterbendes Schwein mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf eine Mülltonne“. So liest sich die Genredefinition einer Wikipediaparodie für Black Metal. Bisher erschien mir diese nur in geringem Maße nachvollziehbar.

Doch entweder kannte der Schreiberling, aus dessen Feder diese Definition stammt, schon als er sie niederschriebdie neue CD von REVENGE (was aufgrund der doch recht kontinuierlichen Flussrichtung der Zeit eher unwahrscheinlich erscheint) oder aber „Infiltration.Downfall.Death“ wurde als Konzeptalbum um diese Theorie herum aufgebaut.

Zu dieser These könnte man beim Hören jedenfalls recht schnell kommen: Ein wildes Chaos aus dumpf knüppelndem Soundmatsch schlägt einem entgegen, „untermalt“ von einem viel zu laut abgemischtes Schlagzeug („als schlüge man […] auf eine Mülltonne“). Zu ideenlosen Riffs, zufällig und ungeordnet aneinandergereiht wie Säue am Trog, gesellen sich von Zeit zu Zeit vollkommen unstrukturierte Shredding-Gitarren, die so schnell und unerwartet, wie sie aus dem Riffbrei mit Schlagzeuggeknüppel auftauchen, wieder in den Untiefen der schlechten Produktion verschwinden.

An dieser Stelle nun tritt das durch das Geschlagen werden zumindest passiv agierende sterbende Schwein in Aktion – verkörpert durch Sänger und Drummer Read. Vollkommen planlos und erbärmlich schlecht grunzt und brüllt er seine nirgends veröffentlichten, da aus zusammenhanglosen Versen bestehenden Texte über den Lärm, sodass der Zweifel berechtigt ist, ob das Schwein schon tot war, als es auf die Tonne traf, oder ob man es nicht doch mit Tierquälerei zu tun hat. Talentlosigkeit trifft hier auf schlechte Aufnahmequalität, das Ergebnis: eine Qual für alle Beteiligten.

Doch auch in Kanada scheint man einen gewissen (unfreiwilligen) Galgenhumor zu besitzen: So kann das „Coverwork“ – von „-art-“ kann, wie schon bei den ganz ähnlichen Vorgängern nicht die Rede sein – nachträglich vielleicht auch als Warnhinweis, Stalltiere vor der Nutzung als Black-Metal-Instrumente abzutöten, verstanden werden. So sie denn nach dem Einlegen dieser CD nicht schon längst das Weite gesucht haben.

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