CD-Review: Scar Symmetry - Symmetric In Design

  • Veröffentlichung: 2005
  • Label: Metal Blade
Besetzung

Christian Älvestam – Gesang
Jonas Kjellgren - Gitarre
Per Nilsson - Gitarre
Kenneth Seil - Bass
Henrik Ohlsson - Schlagzeug

Tracklist

01. Chaosweaver
02. 2012 – The Demise Of The 5th Sun
03. Dominion
04. Underneath The Surface
05. Reborn
06. Veil Of Illusion
07. Obscure Alliance
08. Hybrid Cult
09. Orchestrate The Infinite
10. Detach From The Outcome
11. Seeds Of Rebellion
12. The Eleventh Sphere


Wie so oft in meiner musikalischen Karriere machte ich eher zufällig die Bekanntschaft mit einer CD. Dieses Mal war es die Band SCAR SYMMETRY. „Symmetric In Design“ heißt das Debütalbum der Schweden und lässt die Erwartungen steigen, wenn man die Bandlisten der Mitglieder liest. Kommen in dieser tatsächlich Carnal Forge, Theory und Altered Aeon vor – da wird dieses Debüt hier quasi zum Spaßprojekt deklassiert. Laut offizieller Bandbio wollen Scar Symmetry eine neue Variante des Death Metal erfinden. Sie soll „catchy“ und brutal sein. Pop-Death-Metal? Na, wir werden sehen.

“Chaosweaver” legt dann aber nun mal gar nicht los wie ein Pop-Death-Metal Song. Ein futuristischer Gitarrensound begleitet mit Snares geht über in ein kräftiges Stück harter Drums und tiefen Gesang. Schön muss ich sagen. Dann die erste Überraschung: der Refrain könnte doch glatt vom neuen Soilwork-Album „Stabbing the Drama“ geklaut sein – ist er aber nicht. Naja, so neu erfunden ist das alles noch nicht. Auch das Interlude ist mit arg viel Melodie und sehr „catchy“. Track Nr. 2 „2012 – The Demise Of The 5th Sun“ setzt dieses Rezept fort und bringt somit nicht allzu viel Abwechslung. Positiv fällt mir das doch anspruchsvolle Solo im Mittelstück auf. „Dominion“, ist dann der erste richtige Kracher. Der Song zündet bereits zu Beginn und setzt dies konsequent bis zum Schluss fort. Tiefer, brutaler Gesang – beinahe schon Gegrunze – begleitet mit heftigem Drum- bzw. Gitarrengewitter. „Underneath The Surface“ kann diesem Highlight nicht ganz folgen, die CD bewegt sich nun aber auf hohem Niveau. Das Solo hier ist ebenso anspruchsvoll gestaltet wie zuvor. „Reborn“ setzt direkt ein, ist sehr schnell gespielt und die Strophen sind wirklich verdammt gut gesungen. Zum Schluss hin wieder das obligatorische Solo, diesmal von heftigem Double Bass begleitet. Track Nr. 6, „Veil Of Illusion“ ist langsamer, erinnert nur mehr zeitweise an Death Metal. Schade eigentlich. Und eines stört mich dann langsam aber sicher: die Soli. Wieso müssen die immer zur gleichen Zeit und im gleichen Umfang sein? Nun, ich bin im Moment etwas enttäuscht, was auch „Obscure Alliance“ nicht direkt wieder gutmachen kann. Mit Death Metal hat dieser Song nun wirklich nicht mehr viel zu tun. Eher ist das Hard Rock oder Ähnliches. Schlecht ist’s ja nicht, aber zum Konzept passt es halt auch nicht, und somit ist dieser Ausritt negativ anzurechnen. Und bevor ich’s vergesse: Das Solo kommt auch hier wieder vor. „Hybrid Cult“ gefällt mir hingegen wesentlich besser, endlich ist der cleane Gesang nicht nur melodisch. Erstmals fallen mir auch die gut platzierten elektronischen Spielereien auf. Oh ja, das haut rein.

Lied 9 „Orchestrate The Infinite“ ist dann aber doch wieder ein typischer „Scar Symmetry“ Song und haut mich nicht vom Hocker. Das Interlude nach zweieinhalb Minuten erinnert mich sogar ein wenig an Killswitch Engage. An dieser Stelle muss ich aber eines nochmals betonen: die CD bewegt sich auf hohem Niveau und KsE sind keineswegs schlecht, aber halt kein Death Metal. Das muss einfach gesagt sein. „Detach From The Outcome“ beginnt hingegen wieder sehr heftig. Der cleane Gesang stimmt, das Gegröle ist genial. Hinzu kommt, dass der Track die reinste Double-Bass-Orgie ist, und sich somit wirklich fett anhört. Der elfte und vorletzte Track „Seeds Of Rebellion“ bringt nichts Neues mehr, ehe „The Eleventh Sphere“ dem ganzen ein würdiges Ende setzt, obwohl hier wieder sehr rockig gespielt wird, wenn ich das mal so bezeichnen darf.

Dieses Album spaltet meine Meinung in zwei Extreme. Zum einen wird hier wirklich guter Death Metal gespielt, zum anderen passt das melodische aber nicht hundertprozentig dazu, manchmal erinnert die CD einfach an eine Hard Rock Band. Ist ja an sich nichts Schlimmes, allerdings sollte die Schweden-Combo dann ihre Bio ein wenig ändern und den Schwerpunkt nicht auf Death Metal beziehen.

Bewertung: 6 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: