CD-Review: Tankard - Best Case Scenario: 25 Years In Beers

Besetzung

Andreas „Gerre“ Geremia – Gesang
Andy Gutjahr – Gitarre
Frank Thorwarth – Bass
Olaf Zissel – Schlagzeug

Tracklist

01. Zombie Attack
02. Maniac Forces
03. (Empty) Tankard
04. Don´t Panic
05. Chemical Invasion
06. The Morning After
07. Alien
08. 666 Packs
09. Beermuda
10. Space Beer
11. Medley (Alcohol, Puke, Mon Cheri, Wonderful Life)
12. Freibier
13. Nation Over Nation
14. Two-Faced
15. Minds On The Moon


So lang es die CD gibt, so lange gibt es schon diesen bösen Begleiter: die Best-Of CD. Eine eher unnütze Erfindung, vor allem in der Welt des Metals. Von Platten, die nur als ganzes verstanden werden können, werden die besten Songs ausgesucht und auf einen neuen Silberling gebannt, ohne irgendwelche Neuerungen oder sonstiges Extra. Und dafür soll der treue Fan dann noch ungefähr 20€ hinblättern. Darauf kann man echt verzichten. Ganz anders die Thrash-Metaller von TANKARD (dt. Bierkrug).

Von den größeren deutschen Thrash Metal – Bands ist TANKARD wahrscheinlich am wenigsten bekannt. Mit ihrem einzigartigen Mischmasch aus Punk und Thrash, saufen bzw. prügelten sich die Frankfurter durch 25 Jahre. Nun wurden 15 Klassiker aus der Ära von 1986 bis 1995 neu aufgenommen und auf einen Silberling gedrückt. Was das bringen mag? Nun, die älteren Platten der vier Herren glänzen nicht gerade durch ihre gute Produktion. Vor allem „Zombie Attack“ und „Chemical Invasion“ profitieren deutlich von der Neuaufnahme. Aber auch die Bandhymne „(Empty) Tankard“ steckt einen zum Mitgrölen an. Was ein wenig aus der Menge sticht sind das Medley sowie „Freibier“. Die Arrangements wurden weitgehend unverändert belassen, weshalb echte Bierkrug-Fans nach der Limited Edition Ausschau halten sollten. Die bringt neben den 15 Klassikern nämlich einen zweiten Silberling mit. Der enthält 18 Cover-Songs, doch nicht etwa vom Quartett selbst, nein. Andere Bands spielen die Klassiker der Hessen ein. Das ganze nennt sich dann „A Tribute To Tankard“. Dazu sagte Sacred Steel – Sänger Gerrit P. Mutz scherzhaft: „Wir sind die einzige Band die „(Empty) Tankard“ noch schlechter spielen als TANKARD selbst.“ Leider kann ich das nicht beurteilen, da mir die Limited Edition nicht vorliegt.

Abschließend ist zu sagen, dass die deutschen Thrash-Punk-Metaller mit ihrem Best-Of ein ganz passables Werk eingeprügelt haben. Die Frankfurter sind der beste Beweis, dass unter dem Einfluss von Bier auch Musik entstehen kann, die sogar noch Spaß macht. Für eine gelungene „Metal-Party“ ist die Best-Of sicher ein Must-Have. Wer die Fete dann noch zur Megasauf-Party aufstocken will, kauft sich die Limited Edition, die für Fans sowieso schon Pflicht ist. Prost!

Redakteur: Michael Burger

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