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Alluvial – Sarcoma

Eines unserer grundlegenden Bedürfnisse als Menschen ist es, Anschluss zu anderen Personen zu finden, uns verstanden zu fühlen. Ein Aspekt unseres Daseins, der uns alle verbindet, ist der Schmerz. Dass ALLUVIAL ihr zweites Album „Sarcoma“ nach einem das menschliche Bindegewebe befallenden Krebstypus betitelt haben, ist unschwer als Sinnbild für diesen omnipräsenten Anknüpfungspunkt zu erkennen. Und Bandkopf Wes Hauch weiß viel über Schmerz zu erzählen: Schlechte Erfahrungen mit Alkohol und Drogen trieben den amerikanischen Gitarristen aus Los Angeles und auch seine Zeit bei den US-Streitkräften im Irak hinterließ bei ihm mit Sicherheit ihre Spuren.

Welche Musikrichtung ALLUVIAL als Transportmittel für ihre bedrückenden Texte dient, lässt sich schon an den Referenzbands der beteiligten Künstler ablesen: Suffocation, The Zenith Passage, Decrepit Birth, The Black Dahlia Murder, Black Crown Initiate, The Faceless – die Liste namhafter Technical-Death-Metal-Gruppen, in denen die vier Musiker (wenn auch teils nur kurz) ihre Finger im Spiel hatten, ist von beachtlicher Länge. Die schwingelerregend hohen Erwartungen, die mit einem solchen Namedropping einhergehen, erfüllen ALLUVIAL auf „Sarcoma“ zwar nicht vollends, Schande machen sie sich damit aber keineswegs.

Mit ihren etwas mühsam hervorgepresst klingenden Growls und ihren brachialen Riffs und Drums müssen die Amerikaner sich bezüglich Brutalität, Komplexität und Treffsicherheit hinter keiner anderen Band ihres Genres verstecken. Auch die eine oder andere ungewöhnliche Passage gibt es zu bestaunen. Im Gedächtnis bleiben vor allem die kreativen Soli, die beinahe jazzigen, verspielten Gitarren in „40 Stories“, das unheimliche Interlude „Ø“ mit seinen erstickten Atemlauten, die düsteren und zugleich lässigen Clean-Gitarren im instrumentalen „Sugar Paper“ sowie der inbrünstige, jedoch etwas zu stark aufgeschönte Klargesang.

In letzterem manifestiert sich allerdings auch am deutlichsten, was an „Sarcoma“ nicht optimal ist: die Produktion. Diese klingt – wie es bei allzu vielen Tech-Death-Scheiben der Fall ist – leider derart steril, dass man schon geneigt ist, sie leblos zu nennen. Den einen oder anderen austauschbaren Part kann man ALLUVIAL ebenfalls ankreiden, mag auch keiner Tracks der knapp 40 Minuten dauernden Platte deswegen als Totalausfall dastehen.

ALLUVIAL haben mit „Sarcoma“ eine gute Platte zwischen Progressive und Death Metal kreiert – nicht mehr und nicht weniger. Wer technisch anspruchsvolle Musik ebenso wie schiere Klanggewalt schätzt und sich nicht am in Tech-Death-Kreisen grassierenden Überproduktionswahn stört, darf sich hier über ein solides, an manchen Stellen sogar positiv überraschendes Album freuen. Um die Vorzeigeveröffentlichungen ihrer Referenzbands in den Schatten stellen zu können, werden die Musiker hinter ALLUVIAL aber wohl noch etwas an ihrem Sound feilen müssen.

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Mental Cruelty

Mit ihrer dritten Platte „A Hill To Die Upon“ haben die Karlsruher MENTAL CRUELTY einen wahrhaftigen Koloss auf ihre Fans losgelassen, auf dem das Quintett seinen brachialen Slam- und Deathcore-Sound um eine symphonisch-melodische Black-Metal-Schlagseite erweitert. Knapp zwei Wochen vor Release haben wir uns mit Sänger Lucca Schmerler und Gitarrist Nahuel Lozano via Zoom zusammengeschaltet, um über das neueste Werk der Badener zu sprechen. Welchen Einfluss Besetzungswechsel und ein glücklicher Zufall bei der Produzentenwahl auf den Sound hatten und wie MENTAL CRUELTY und Tolkiens Meisterwerk „Der Herr der Ringe“ zusammenhängen, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen …

Servus miteinander! Wie geht es euch aktuell? Euer drittes Album „A Hill To Die Upon“ steht in zwei Wochen an – wie laufen die Vorbereitungen auf den Release?

Lucca: Danke, dass Du Dir die Zeit nimmst für das Interview, hat uns sehr gefreut! Es ist auf jeden Fall viel zu tun. Wir haben gestern acht Stunden lang die Pre-Order und die Special Boxen verpackt, die CDs unterschrieben. Jetzt sind die ganzen Social-Media-Kanäle am Eskalieren, da wir jeden Tag etwas rausballern müssen.

Klassische Promo-Phase sozusagen… Selbst alle Pre-Orders verpackt – macht das nicht euer Label für euch?

L: Ne, wir haben unser Merch hier in Karlsruhe – das macht die liebe Anna, die Frau von unserem Manager Chris. Sie macht unser Merch-Refillment. Und wir machen daher auch noch alles, soweit es geht, selbst. Aber da kommen wir momentan an die Grenzen der Kapazität.

Und die Pre-Orders laufen soweit gut?

L: Wir dürfen uns echt nicht beklagen, was die Pre-Order des Albums angeht. Also eigentlich gar nicht. Wir haben jetzt schon mehr Pre-Orders verkauft als bei der letzten Albumphase. Als das letzte Album erschienen ist, haben wir insgesamt weniger verkauft als wir es jetzt schon haben – und „A Hill To Die Upon“ ist noch nicht mal draußen.

Wenn man dann sagen würde, ihr seid die größte Deathcore-Band Deutschlands – wie hört sich das für euch an?

L: Wir hatten lustigerweise letzten Freitag erst dieses Thema. Ich sags mal so: Es ist auch nicht schwer die größte Deathcore-Band in Deutschland zu sein, wenn es einfach nicht viele gibt. Ich würds mal eher so sehen, dass man da grenzenüberschreitend Europa betrachten sollte. Was ist denn der andere Markt auf der anderen Seite der Welt? Das ist die USA. Und die USA ist allein flächenmäßig halt größer als Europa. Deswegen würde ich eher Europa und die USA miteinander vergleichen. Ich würde sagen, dass wir da in Europa auf jeden Fall gut aufgestellt sind. In Deutschland gibt es diesen Slamming- oder Blackened Deathcore so ja gar nicht. Wenn man dann aber nach Holland schaut, mit Distant, oder Bound In Fear aus England – da hat es noch einen Haufen anderer geiler Bands mit am Start. Aber es ist auf jeden Fall cool, dass man momentan die Chance bekommt, den Traum zu leben. Das fühlt sich immer noch so surreal an. Hätte uns vor drei, vier Jahren jemand gesagt, was wir jetzt machen würden … Nie im Leben hätte das einer geglaubt.


Jetzt seid ihr auf dem neuen Album etwas weiter weg vom Slam gegangen und habt mehr die Blackened Deathcore-Richtung eingeschlagen. Welche Rolle haben dabei die Besetzungswechsel – Nahuel ist an der Gitarre neu dazugekommen, ebenso euer Drummer Danny – und vielleicht auch die Zusammenarbeit mit Josh Schroeder gespielt, der bereits mit Lorna Shore zusammengearbeitet hat?

Nahuel: Als Marvin (Anm. d. Red.: Lead-Gitarrist von MENTAL CRUELTY) angefangen hat zu schreiben, das war im März letztes Jahr, haben wir uns viele Gedanken gemacht und auch aufgeschrieben, welche Elemente wir drin haben wollen und es hat sich im Endeffekt dann alles so entwickelt. Es war nicht so geplant, aber ich stehe eben total auf Black Metal, ich höre die letzten fünf Jahre nichts anderes, und das war eben auch etwas, das ich in der Musik drin haben wollte. Ich finde im Deathcore hat sich seit langem nicht viel getan, nicht viel entwickelt. Da gibt es eben diese Stilelemente, die man drin haben muss und ist dadurch so gebunden. Das fand ich immer ein bisschen schade. Deswegen fand ich es gut, dass wir diese Black-Metal-Sachen reingebracht haben, dass man eben auch Gefühl und Emotionen in der Musik drin hat. Das ist etwas, das sehr wichtig ist.

L: Da kann ich Nahuel nur Recht geben. Das war letztes Jahr sowieso ein verrücktes Jahr und wir haben Nahuel auch im Februar erst so richtig kennengelernt. Dann ging es direkt los. Der Marvin stand schon auf die ganze Zeit auf dieses orchestrale und war schon immer fasziniert davon, wenn Bands live mit einem Orchester aufgetreten sind. Dimmu Borgir oder Bring Me The Horizon damals in London in der O2-Academy. Deshalb hat er von vorn herein gesagt: „Wenn wir das machen, dann legen wir da halt den geisteskranken Core einfach drunter – von vorne bis hinten“. Und ich finde, das hat er absolut genailed. Er hat sich das alles selbst beigebracht in der Zeit. Und wenn man sich anschaut, was dabei herausgekommen ist, dann ist das der Wahnsinn einfach.

N: Und wegen dem Josh … Das war auch eine sehr witzige Geschichte. Wir waren an dem Punkt, circa zwei Monate nachdem wir angefangen haben die Songs zu schreiben, an dem wir nicht wussten, wer es denn jetzt abmischen soll. Dann haben wir ein bis zwei Testmixes bekommen, die uns nicht so zugesagt haben. Wir haben also überlegt, wen wir denn noch fragen könnten. Es gibt eine Band aus Kanada, Numenorean heißt die, die machen so Post-Black-Metal, richtig geile Band. Der Mix des letzten Albums hat mir sehr gut gefallen und ich hab zu Marvin gesagt: „Wir gehen mehr in die Richtung jetzt, wir brauchen jemanden, der diese Atmosphäre einfangen kann und ich glaube, das würde mega gut passen.“ Marvin meinte, es bräuchte schon jemanden, der auch das heavy Zeug mischen kann. Wir könnten ja auch mal auschecken, wer Lorna Shore gemischt hat – und der Josh hat beides gemischt. Dann wars für uns im Endeffekt klar, dass wir das alles beim Josh machen.

Wie verlief dann der Songwriting- und Aufnahmeprozess? Welche Schwierigkeiten und vielleicht auch Vorteile gab es aufgrund der Pandemie?

N: Grad am Anfang, als alles begonnen hat mit den Lockdowns, waren bei Marvin und mir Skype-Sessions angesagt. Wir haben uns nicht getroffen, sondern alles übers Internet gemacht. Je länger das gegangen ist, ist man dann nicht mehr drum herumgekommen, sich zu treffen. Es ist immer noch ziemlich surreal für uns, dass wir das in der kurzen Zeit geschafft haben. Wenn man überlegt, dass wir im März angefangen haben und im Oktober haben wir schon die Spuren zum Josh geschickt – ja, das war auf jeden Fall stressig, aber auch eine schöne Zeit. Wir hatten am Ende drei Wochen um alles aufzunehmen und es war ein richtig knappes Ding. Manche Songs, grad der letzte Song auf der Platte, haben wir in der Zeit geschrieben, als wir schon die fertigen Vocals aufgenommen haben. Es war alles richtig knapp, aber hat dann doch noch geklappt. Im Endeffekt hat alles so sein müssen, wie es passiert ist.

L: Da du gerade gefragt hast wegen Vor- und Nachteilen: Ein Vorteil war definitiv, dass Nahuel mit unserem Tontechniker und gutem Freund, dem Fabian, in einer WG zusammen wohnt. Nahuel hat sein Studio, Fabian hat sein Studio. Dann hab ich mit dem Fabo oben zusammen die Vocals für die Demo oder auch final recorded und in der Zeit haben Marvin und Nahuel unten weitergemacht. In der WG war einfach so ein Vibe drin. Alle wollten Mukke machen und hatten das Ziel vor Augen. Als wir am Ende die Finals recorded haben, habe ich dann auch über eine Woche bei den Jungs gewohnt. Wurde natürlich zwischendrin auch noch zwei Tage krank – der einzige Mensch der nie krank wird und dann natürlich genau in der Woche, weil die scheiß Heizung nachts ausgefallen ist. Dann haben wir das durchgeprügelt. Ich kann mich noch genau erinnern: Die Vocals waren dann das letzte, das wir recorded haben. Das war einfach krank, das hat sich so unecht angefühlt, weil man halt wirklich seit März darauf hinarbeitet und dann hast du am Ende diese Deadline da stehen und weißt: „Okay, ich kann da nicht drüber.“ Dann waren wir wirklich durch und es hat sich angefühlt wie Geburtstag und Weihnachten in den letzten 20 Jahren zusammen.

Eure ersten drei Singles waren „Ultima Hypocrita“, „A Hill To Die Upon“ und „King Ov Fire“. Warum ausgerechnet diese drei Songs?

L: Wir haben mit „Ultima Hypocrita“ angefangen, weil wir einfach einen Song wollten, der erstmal schockt. Wir hatten ja die Story im Kopf. Der Marvin und der Nahuel haben ja auch die Story für das Musikvideo ausgearbeitet – ursprünglich war das sogar ganz anders geplant. Wir wollten eigentlich eine Geschichte über drei Musikvideos erzählen, am Ende ging das wegen Corona dann nicht. Wir haben keine Drehgenehmigung bekommen. Dann haben wir einfach gesagt, wir machen „long story short“. Und „Ultima Hypocrita“, mit diesem dramatischen Acoustic-Gitarren-Intro, das ist einfach etwas, damit hat niemand gerechnet. Ich gehe mal stark davon aus, dass die meisten dachten, wir werden jetzt Slamming Deathcore weitermachen. Vielleicht ein bisschen mehr Slam-, vielleicht ein bisschen mehr Deathcore-lastig. Aber dass wir mit so einer komischen Acoustic-Gitarre anfangen und dann „Black Metal gib ihm“ machen, ich glaub, damit haben die wenigsten gerechnet. Dann auch noch die Clean-Vocals vom Nahuel, diese „Satanas“-Parts, das war schon ein Schocker. Dieses super dramatische Gitarren-Solo am Ende … Für mich ist das die perfekte Single gewesen. Was tatsächlich tricky war, war die dritte „King Ov Fire“. Da wollten wir ursprünglich eine andere Single machen und haben und dann kurz vor knapp umentschieden. Wir wollten erst „The Left Hand Path“ droppen, dachten dann aber, dass wir nicht erst „Ultima“, dann „A Hill To Die Upon“, der ja auch sechs Minuten geht, und dann noch so ein Acht-Minuten-Ding am Ende … Wir dachten uns, wir brauchen was kurzes, knappes, das einfach knüppelhart ist und an die alten Sachen anknüpft. Wir haben auf dem Album ja auch zwei, drei brutalere Songs, die nicht komplett nur Black Metal sind. Und „King Ov Fire“ ist dann einfach perfekt. Mit dem Breakdown, das geht schon gut vorwärts. Der kommt ja anscheinend auch mega gut an – besser als ich gedacht hätte.

Jetzt hast du schon das Video zu „Ultima Hypocrita“ angesprochen. Es lässt ja sehr viel Interpretationsspielraum, was dem Protagonisten widerfährt. Wollt ihr da ein bissche Licht ins Dunkel bringen?

L: Schieß erstmal los mit deiner eigenen Theorie!

Meine eigene Theorie ist, dass in der letzten Szene, als der Mann zu der Hexenverbrennung geht, dass dies seine Mutter ist und er dadurch den christlichen Glauben bzw. Religion an sich verachtet. Und als er sieht, dass seine Frau mit dem Kreuz am Bett sitzt, er sie eben anschreit und wegrennt, alle verlassen will und schließlich erkrankt und stirbt.

L: Verdammt gut interpretiert! Ist auch alles richtig, nur es war nicht seine Mutter, sondern seine Tochter. Es haben ja echt viele nicht verstanden. Wie gesagt, wir wollten am Anfang halt einen kompletten Film daraus machen – 30 Minuten Film …

N: Es war eben geplant, dass alle Singles zusammenhängen.

L: Und wie du richtig gesagt hast: Am Anfang siehst du die Fluchtszene. Das ist in der Story schon weiter, da er weiß, seine Tochter ist tot. Er verlässt quasi seinen Glauben, da er auch aus einem sehr katholischen Dorf kommt. Und der Priester wollte eben, dass man die Tochter als Opferung an Gott verbrennt. Dadurch hat er den Glauben verloren und ist letztendlich auch an Einsamkeit gestorben.

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Eben haben wir auch schon die orchestralen Elemente angesprochen, die ja gerade auf „Ultima Hypocrita“ und „A Hill To Die Upon“ sehr dominant sind. Wann kommen diese Parts im Songwriting dazu? Fügt ihr diese ein sobald der Song steht oder baut ihr die Songs auf diesen Parts auf?

N: Unterschiedlich. Es gab Songs, wo wir es im Nachhinein gemacht haben. Es gab aber auch Songs, zum Beispiel der letzte Song „The Left Hand Path“, bei dem ich zuerst die orchestralen Sachen gemacht und darauf den Refrain aufgebaut und alles drum rum geschrieben habe. Meistens war es aber, dass wir alles zusammengeschrieben haben. Wir haben vieles wie Dimmu Borgir und Emperor gehört und uns auch viel daran orientiert. Was passiert im Hintergrund? Wie kommen wann was für Steigerungen?

L: Ich hab ja mit dem ganzen Songwriting-Prozess nicht viel zu tun gehabt. Ich war der Typ, der halt da saß oder in den Raum kam und dann hieß es: „Ey Dicka, guck mal was wir gemacht haben.“ Und dann sitzt du da und denkst dir: „Boah, ist das geisteskrank.“ Und so war es jeden Mal, wenn ich wieder wo dazugekommen bin. Und dann hat man sich aufgrund von Corona mal ein paar Wochen nicht gesehen und dann komm ich dahin und hör schon draußen auf der Straße wieder irgendwelche Posaunen und Trompeten rumblasen und dachte mir nur: „Was machen die eigentlich gerade da drin?“ Aber ja, es war sehr geil.

Mit „Abadon“ habt ihr auch noch einen ganz anderen Song auf der Platte, der deutlich progressivere Songstrukturen hat. Was war die Idee hinter diesem Track?

N: Also „Abadon“ war ein ganz spezieller Song für uns. Es war der zweite Song, den wir angefangen haben zu schreiben. Als Marvin und ich angefangen haben, war der erste Song – wenn man es weiß, dann hört man es auch raus – „Death Worship“. Den hatten wir in zwei, drei Tagen geschrieben und sind davon ausgegangen: „Das läuft ja mega gut und wenn wir so weitermachen ist in vier Wochen das Album geschrieben.“ (Lucca lacht) Und dann haben wir angefangen „Abadon“ zu schreiben und das war tatsächlich der allerletzte Song, der fertiggeschrieben wurde. Ich glaube zwei Wochen vor Abgabe waren wir mit dem fertig. Das war einfach ein mega schwieriger Song, da immer wieder Riffs rausgenommen und zugefügt wurden. Viele Riffs, die wir vorher in „Abadon“ drin hatten, sind mittlerweile auf anderen Songs. Wir hatten anfangs ein gewisses Bild von diesem Song im Kopf, wussten aber nicht, wie wir das umsetzen wollen. Am Ende war es ein Song, für den wir uns viel Zeit nehmen wollten und das hat sich im Endeffekt auch gelohnt. Es war ein Song, in den wir viele Elemente einbringen wollten. Eben wieder mit der Acoustic-Gitarre, das Orchestrale, trotzdem noch Breakdowns und gerade zum Finale diesen Post-Black-Metal-Vibe. Ich bin froh, dass wir es am Ende so gut verpackt bekommen haben.

Auf einen Song würde ich gerne noch genauer eingehen: Mit „Fossenbrate“ habt ihr auch ein Instrumental reingepackt, das mit seinen Wasserfällen und Tiergeräuschen fast schon idyllisch klingt, was ein ziemlicher Bruch zum restlichen Album ist. Wozu dieses Instrumental? Wozu diese Änderung der Stimmung?

N: Der Marvin und ich waren für eine kurze Zeit in der Songwriting-Phase in Norwegen, nach Bergen. Einfach, weil wir uns ein bisschen abisolieren wollten und die Zeit für uns nutzen wollten, um die Songs intensiver schreiben zu können. Wir haben uns eine kleine Hütte im Wald im Nirgendwo gemietet und haben angefangen, die Songs weiterzuschreiben. Ungefähr fünf Minuten von der Hütte entfernt war ein riesiger Wasserfall, der hieß „Fossen Bratte“. Da sind wir jeden Tag hingelaufen, sind dort rumspaziert und viel gewandert. Das war etwas, das wir dann dort geschrieben hatten und es hat sich richtig angefühlt. Uns war in dem Moment schon klar, dass es im Endeffekt nichts ist, was die Leute erwarten, aber wie gesagt: Bei dem ganzen Album geht es uns nicht darum, ob es jetzt die Leute feiern. Es ist für uns einfach ein ehrliches Album und wir haben genau das gemacht, was sich in diesem Moment für uns richtig angefühlt hat. Und dies war einer dieser Songs, bei dem wir am Ende dachten: „Klar, das packen wir aufs Album.“ Es fängt einfach alles ein, was in dieser ganzen Zeit war.

L: Dieser Song ist gerade strukturell gesehen extrem wichtig für das Album. Wenn man es von Song eins bis Song zehn hört, dann ist es einfach eine Reise. Und „Fossenbrate“ hat eine übertrieben wichtige Position. Er bringt alles nochmal zusammen und ist extrem wichtig für den Stimmungswechsel des Albums. Davor die ein bisschen härteren, slam-lastigeren Songs. Dann kommt alles schön runter und kann ein bisschen chillen. Und dann kommt „A Hill To Die Upon“ und es wird nur noch episch nach dem Track. Deswegen hat er auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.

Lucca, mal zu dir: Auf dem Album arbeitet ihr auch viel mit gelayerten Vocals. Gerade auf dem Track „A Hill To Die Upon“, wobei man gleichzeitig die Growls und Screams hört. Wie ist es dazu gekommen und könntest du dir vorstellen, dass dies bei der Live-Umsetzung der Songs schwierig wird, wenn eben eine Stimme fehlt?

L: Jain. Man muss dazu sagen, dass eigentlich jede Band mit vielen Vocal-Layern arbeitet. Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass wir da echt noch eine sind, die komplett untertrieben haben. Wenn man sich zum Beispiel überlegt, wie viel wir damals für „Inferis“ aufgenommen haben … Das waren ganz andere Dimensionen an Vocal-Layering. Aber es kommt natürlich immer drauf an, wie es abgemischt ist. Diese Screams und Lows gedoppelt, das hat viel mehr die Funktion, um Gefühl zu übermitteln. Das passt dann einfach zum Gesamtpaket dazu. Und live … Natürlich kann man nicht beides machen. Und bei uns wird auch nichts vom Band laufen. Aber man muss sich für eine Technik entscheiden und das muss dann einfach zur Stimmung des Songs passen. Wenn das jetzt Parts sind, die ein bisschen epischer und treibender sind, dann bieten sich natürlich High Screams live viel mehr an, um die Gefühle rüberzubringen. Wenn es aber ein Part ist, der richtig hitten muss, dann nutzt du eher das Low-lastige. Das ist ja aber auch nichts, was noch keine Band vorher gemacht hat. Ich mein, Thy Art Is Murder doppeln quasi durchgehend. Und ich glaube das ist nur etwas, das, wenn man sich nicht mit der Musik auskennt oder sich nicht wirklich mit der Musik befasst – sei es jetzt aus einer theoretischen oder praktischen Art und Weise – dass es dann gar nicht auffällt. Das ist, glaube ich, einfach eine Stimmung, die man damit übertragen kriegt. Live hatten wir bislang nie das Problem, dass es an der Umsetzung gescheitert ist und mit Nahuel habe ich jetzt auch einen übertrieben guten Back-Up. Sowohl Clean als auch was Metal-Vocals angeht kann man so echt das Maximale rausholen.

Jetzt noch zu den Lyrics: Die Themen sind sehr blasphemisch und grundsätzlich dreht sich vieles um die Hölle – was fasziniert euch an dem Thema, dass es so dominant verfolgt wird?

L: Man muss ganz klar sagen, das ist letztendlich einfach böse und brutale Musik. Und böse, brutale Musik, da gehören für mich einfach auch böse und brutale Lyrics dazu – das geht für mich nicht anders. Wir hatten jetzt bei „Extermination Campaign“ schon einen thematischen Stilumbruch, wobei es mehr um Metaphern aus der Natur geht. Aber ansonsten nicht. Wenn ich eine Band höre, die Mukke macht wie wir oder Black Metal allgemein, dann kauf ich mir die CD, mach das Inlay auf und schau mir die Lyrics an – und dann will ich da einfach nur Teufel, Hölle, Satan lesen und nicht Blumenwiese, Einhörner und weiß ich was. Aber wir haben es natürlich versucht, so cool und vor allem auch nicht ganz so oberflächlich zu verpacken, wie es halt andere Bands machen. Gerade bei diesem Album haben auch Marvin und Nahuel viel thematisch dazu beigetragen. Ich glaube bei „King Ov Fire“ kommen die Lyrics von Marvin. Und es ist auch viel Gesellschaftskritik mit dabei, die einfach einen blasphemischen Umhang bekommen hat. Viele Vergleiche mit Religion und was sonst alles vor sich geht. Ich finde, dass es so sehr passend zu der Musik ist, die wir machen.

Zu „King Ov Fire“ habt ihr ein T-Shirt rausgebracht, auf dem der Hexenkönig von Angmar abgebildet ist. Wo ist da die Verbindung zwischen MENTAL CRUELTY und „Der Herr der Ringe“?

L: Man muss dazu sagen, Nahuel ist praktisch der größte „Herr der Ringe“-Fan unter der Sonne. Aber wir haben uns immer einen großen Spaß daraus gemacht und irgendwelche „Herr der Ringe“-Videos genommen und unter die Musik gelegt. Und manchmal hat es so übertrieben gut gepasst. Gerade diese epischen Orchester-Geschichten. Deswegen hatten wir schon die ganze Zeit diese „Herr der Ringe“-Kratzer bei der Schreibphase des Albums.

N: Aber war das dann nicht so, dass wir dieses Design bekommen haben und dachten: „Ja geil!“ Ich weiß es gar nicht mehr …

L: Ich glaube, das war tatsächlich eine Idee vom Chris (Anm. d. Red.: Manager und Videoproduzent der Band). Der hat das mit den ganzen Memes ja auch mitbekommen. Und wir haben noch einen Designer für buntere Artworks gesucht und dann hat der Chris das eigenhändig gemacht, ohne was zu sagen. Er hat das dann einfach in die Gruppe geschickt und wir sind alle komplett ausgerastet, weil es halt mega geil war.

Euer Label Unique Leader ist auch bekannt für die heißesten Newcomer im modernen Death Metal. Was sind musikalisch gesehen eure drei Lieblingslabelkollegen?

L: Safe Distant und Worm Shepherd. Das ist halt schwierig, weil quasi jede Unique Leader-Band auch Freunde sind. Signs Of The Swarm sind halt sehr geil. Nahuel, was würdest du sagen? Bei Worm Shepherd sind wir uns einig, oder?

N: Ja, Worm Shepherd auf jeden Fall. Humanity’s Last Breath finde ich ziemlich sick. Top drei sind da ein bisschen schwer … Machen wir eine Top zehn draus! Treffen wir uns für einen extra Live-Stream hier (lacht).

L: Ja, Humanity’s Last Breath und Distant auf jeden Fall. Distant sind halt einfach die geilsten Jungs überhaupt.

Abgesehen vom Metal, was hört ihr sonst noch für Mukke?

N: Bei mir ist es im Moment fast nur Metal. Ich lege mich allerdings nicht wirklich auf Genres fest. Ich sag immer, es gibt gute und schlechte Musik. Ich hör zum Beispiel, wenn ich spazieren gehe oder Gartenarbeit mach – was zwar nur relativ selten passiert (Lucca lacht) – da höre ich mega gern Country. Marshall Tucker Band und Allman Brothers. Auch natürlich mal ein bisschen Hip Hop – altes Zeug wie Notorious B.I.G. geht auf jeden Fall auch ziemlich klar.

L: Ich bin überzeugter Haftbefehl-Fan. Ich hör wirklich viel Haftbefehl momentan. Ich höre vieles eigentlich. Seit einigen Monaten höre ich wieder extrem viel Black Metal. Grüße gehen raus an Nahuel! Ansonsten viel Hip Hop und Rap – das ist so das Ding einfach. Und zum Chillen auch mal ganz gern älteren Rock. Deep Purple, Led Zeppelin. Ich hatte so eine Chill-Playlist, da ist so ziemlich alles dabei. Synth-Wave, älterer Rock, ein paar Balladen von Metallica. So ruhige Sachen höre ich dann ganz gerne. Wenn man die ganze Zeit nur Black Metal hört oder nur Slam und Deathcore … Man muss ja auch irgendwann irgendwie runterkommen.

Im Juni 2022 spielen MENTAL CRUELTY auf einem Festival in Pratteln. Das ist jetzt die erste Show, die angekündigt wurde. Mit dem Abflauen der Pandemie – gibt es da vielleicht auch schon frühere Tourpläne?

L: Also für Herbst und Winter definitiv nicht. Aber wir haben auf jeden Fall etwas geplant für April/Mai. Also Ende April bis Mitte Mai eine Europatour mit zwei gut befreundeten europäischen Bands und wahrscheinlich einer aus den USA. Aber ob das stattfinden wird weiß ja heute noch keiner. Und außerhalb von Pratteln haben wir noch zwei andere ganz coole Sachen, die zu 90% safe sind und dann auch im Juni und August stattfinden werden. Aber es ist noch nicht offiziell announced, deswegen darf man noch nicht groß darüber reden.

Wenn ihr euch einen Traum erfüllen dürftet: Mit welcher Band würdet ihr auf Tour gehen?

N: Da gibt es so viele. Im Moment wäre es für mich Gojira. Gojira sind für mich so eine Band, die höre ich schon seit Jahren. Und auch wenn das neue Album nicht gerade mein Favorite von ihnen ist, muss ich doch sagen, dass ich gerade ihre Erfolgsgeschichte richtig cool finde, wie sie dorthin gekommen sind, wo sie jetzt stehen. Meiner Meinung nach auch völlig verdient. Sie kommen mir auch vor wie ziemliche Down-to-Earth-Guys, deswegen wäre es schon ziemlich cool mit denen zu touren.

L: Auf der einen Seite würde ich schon gerne mit Bands touren, die mit unserer Mukke nichts am Hut haben. Aber Bands bei denen man es sich auch vom Line-Up vorstellen könnte … Da wären es bei mir wahrscheinlich Behemoth oder Dark Funeral. Die habe ich einfach jeden Tag dabei und wenn ich die höre, denke ich mir: „Boah, fuck.“ Leider hab ich beide auch noch nie live gesehen und ich glaube das wäre einfach assi-geil. Mit so einer richtigen Assi-Black-Metal-Band mal live zu gehen. Ich stehe auch komplett auf so schnelles Schlagzeug und Dark Funeral und Behemoth sind dabei einfach der Shit.

Zum Abschluss machen wir immer ein Metal1-Brainstorming. Ich gebe euch ein paar Begriffe oder Sätze und ihr sagt ganz schnell, was euch dazu einfällt:

Paulaner Spezi: Geil (beide)
VfB Stuttgart: Tod (beide), nur der KSC (Lucca)
Erstes Reiseziel nach der Pandemie: Norwegen (beide)
Mental Cruelty in zehn Jahren: Wacken … Headliner (Lucca, lacht)
Winfried Kretschmann: Ist okay (Lucca), Wer? (Nahuel)
Tannenzäpfle: Bestes Bier in Karlsruhe (Lucca), geil (Nahuel)

Dankeschön für das Interview! Ich würde euch noch die letzten Worte geben:

L: Selbstverständlich auch Dankeschön, dass du dir die Zeit genommen hast.

N: Dankeschön für das Interview! Wir sehen uns spätestens auf dem Festival (in Pratteln).

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Dieses Interview wurde persönlich geführt.

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Mental Cruelty: Ausgiebige Headliner-Tour im Frühjahr 2022

Erst letzte Woche haben die Karlsruher MENTAL CRUELTY ihre neue Platte „A Hill To Die Upon“ veröffentlicht und legen sogleich mit der Ankündigung einer Headliner-Tour nach. Im April und Mai des nächsten Jahres soll das Album europaweit live vorgestellt werden. Mit von der Partie sind ihre Unique-Leader-Labelkollegen DISTANT sowie die Schweizer Slam-Kombo PALEFACE und die Amerikaner von CROWN MAGNETAR.

Die genauen Daten und Orte könnt ihr dem Tourplakat entnehmen:

Pestilence veröffentlichen Video zu „Deficvs“

Die holländischen Technical-Death-Metal-Veteranen PESTILENCE haben ein Video zu ihrem Song „Deficvs“ veröffentlicht. Der Titel kommt von ihrem neuesten Album „Exitivm“, das am 25. Juni über Agonia Records erscheinen soll.

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01. In Omnibvs (Intro)
02. Morbvs Propagationem
03. Deificvs
04. Sempiternvs
05. Internicionem
06. Mortifervm
07. Dominatvi Svbmissa
08. Pericvlvm Externvm
09. Inficiat
10. Exitivm
11. Immortvos
12. Personatvs Mortem (Outro)

Das Cover von "Exitvm" von Pestilence

Nächste Single der Progressive-Death-Metaller Alustrium

Die amerikanische Progressive Death Metal-Band ALUSTRIUM hat die dritte Single ihres bevorstehenden dritten Full-Lengths „A Monument To Silence“ veröffentlicht. Der Track mit dem Titel „Join The Dead“ wurde zudem mit einem feurigen Musikvideo versehen.

Die neue Platte erscheint am am 18. Juni über Unique Leader Records.

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Dark Millennium arbeiten an einem neuen Album

Die Bad Fredeburger Progressive Death Metaller DARK MILLENNIUM stecken derzeit mitten in den Aufnahmen zu ihrem nächsten Album, das im weiteren Verlauf des Jahres über Massacre Records erscheinen soll – das schreibt die Band auf ihrer Facebook-Seite. Mit „Where Oceans Collide“ wurde das letzte Album der 1991 gegründeten Band im Sommer 2018 veröffentlicht.

Atheist & Cadaver: neue Tourdaten bekanntgegeben

Bereits im Vorjahr wollten ATHEIST und CADAVER gemeinsam die „Enthralled In Europe“-Tour angehen. Warum das nicht klappte, wissen wir alle. Jetzt wurden Nachholtermine ab dem Februar des kommenden Jahres bekanntgegeben. Mit dabei sind Svartcrown, From Hell sowie teilweise Critical Mess und Typhus.

February 01 – Copenhagen, Denmark – Stengade *
February 02 – Cottbus, Germany – Gladhouse *
February 03 – Katowice, Poland – P23 *
February 04 – Prague, Czech Republic – Exit Chmelnice *
February 05 – Bratislava, Slovakia – Randal *
February 06 – Cluj Napoca, Romania – Form Space *
February 07 – Bucharest, Romania – Quantic Club *
February 08 – Sofia, Bulgaria – Mixtape 5 *
February 09 – Budapest, Hungary – Barba Negra *
February 10 – Graz, Austria – Explosiv *
February 11 – Jesolo/Venice, Italy – Music Arena +
February 12 – Rome, Italy – Traffic Club +
February 13 – Milan, Italy – Slaughter Club +
February 15 – Barcelona, Spain – Boveda +
February 16 – Madrid, Spain – Caracol“ +
February 17 – Toulouse, France – L’Usine à musique“ +
February 18 – Marseille, France – Jas Rod +
February 22 – Kassel, Germany – Goldrube º
February 24 – Apeldoorn, Netherlands – Gigant º
February 25 – Voselaar, Belgium – De Dreef º
February 26 – Bochum, Germany – Matrix º
February 27 – Dresden, Germany – Puschkin º

* mit Critical Mess
º mit Typhus

Pestilence zeigen Video zu „Morbvs Propagationem“

Die holländischen Death-Metal-Veteranen PESTILENCE haben ein Video zu ihrem Song „Morbvs Propagationem“ ins Netz gestellt.  Die Nummer kommt von ihrem neuen Album „Exitvm“, das am 25. Juni über Agonia Records erscheinen soll.

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01. In Omnibvs (Intro)
02. Morbvs Propagationem
03. Deificvs
04. Sempiternvs
05. Internicionem
06. Mortifervm
07. Dominatvi Svbmissa
08. Pericvlvm Externvm
09. Inficiat
10. Exitivm
11. Immortvos
12. Personatvs Mortem (Outro)

Das Cover von "Exitvm" von Pestilence