Interview mit Nikita Kamprad von Der Weg einer Freiheit

DER WEG EINER FREIHEIT ziehen sich in ihr Innerstes zurück. Anlässlich ihres neuen Albums „Innern“ haben wir mit Frontmann Nikita über dessen Entstehungsprozess, Klassik als Inspiration, Erleichterungen bei der Band-Buchhaltung und die Wertschätzung des Augenblicks gesprochen.

Hallo Nikita! Danke, dass du dir die Zeit nimmst. Wir sprechen heute über euer neues Album „Innern“. Lass uns vorher kurz ins Jahr 2021 zurückgehen. „Noktvrn“ habt ihr damals gemeinsam im Studio eingespielt. Wo liegen aus deiner Sicht in Sachen Produktion und Songwriting die Unterschiede zwischen „Noktvrn“ und „Innern“?
Der große Unterschied bei „Noktvrn“ war, dass die Songs über einen längeren Zeitraum entstanden sind. Teilweise sind sogar Riffs auf „Noktvrn“, die es schon seit 2012 gab – zum Beispiel das Main-Riff des Songs „Monument“, wo es in den Blastbeat reingeht. Das war wirklich so ein Fragment von einem Song, der schon sehr alt war. Ein anderes Riff – der Anfang von „Am Rande der Dunkelheit“ – war von einem Song, der nie fertig geschrieben wurde. Aber auch die anderen Songs, die ich für „Noktvrn“ von Grund auf neu geschrieben habe, sind über einen doch relativ langen Zeitraum von ein, zwei, manchmal sogar drei Jahren entstanden. Es hat irgendwie einfach die Zeit gebraucht. Das war bei „Innern“ eigentlich komplett anders.

Bandportät von DER WEG EINER FREIHEIT 2025
DER WEG EINER FREIHEIT 2025; © Mario Schmitt

Inwiefern hat sich das unterschieden?
Es lag wahrscheinlich daran, dass ich in der Zeit, nachdem „Noktvrn“ rauskam, mein eigenes Studio aufgebaut habe. Da verbringe ich mehr oder weniger wirklich jeden Tag. Das ist mein Spielzimmer, da habe ich alles, was ich zum Kreativsein brauche. Und nicht nur rein physisch, sondern auch so vom Mentalen.

Quasi so eine Art Kreativ-Safe-Space, wo das dann auch alles zusammenläuft …
Ja, genau. Das ist für mich und meine Arbeit super wichtig geworden. Sobald ich im Studio bin, weiß ich: Hier ist mein Headspace. Also klar, ich bin schon auch am Computer und so weiter und beantworte auch meine E-Mails, aber trotzdem habe ich so meinen Kreativ-Space und das hatte ich vorher eigentlich nicht. Das war jetzt eben bei „Innern“ so, ich bin jeden Tag ins Studio mehr oder weniger. „9 to 5“ kann man es fast nennen.

Ich wusste: Okay, hier in dem Zeitraum bin ich kreativ. Also für mich persönlich – und das mag bei jedem anderen unterschiedlich sein – funktioniert das sehr, sehr gut, wenn ich so eine Struktur habe. Deshalb sind die Songs auf „Innern“ teilweise auch – zumindest die Grundstruktur eines Songs – an einem Tag entstanden. Ich habe gesagt: Ich will das auch an einem Tag festhalten können. Und dann mache ich mich an die Details. Das hat meistens nochmal ein, zwei Wochen gedauert. Dann war ein Song mehr oder weniger fertig, so dass ich ihn den anderen vorstellen konnte. Da liegt der große Unterschied, würde ich mal sagen, gegenüber der Songwriting-Phase zu „Noktvrn“. Also auch alle anderen Alben sind mehr oder weniger nicht am Stück entstanden, sondern immer so tropfenweise.

Albumcover des Debüts von Der Weg einer Freiheit

Du schreibst die Songs für DER WEG EINER FREIHEIT. Ist es da so, dass mit der Zeit von Album zu Album ein Stück weit mehr Druck entsteht, wenn man an ein neues Album rangeht? Wie geht man damit um?
Das ist tatsächlich eine Sache, an der ich wahrscheinlich schon sehr früh unbewusst gearbeitet habe: niemals den Erfolg für mich als Person, aber auch meiner Band oder meiner Musik irgendwie an bestimmten kommerziellen Erfolgen zu messen. Also so was wie Verkäufe, Chart-Einstiege oder dass man ausverkaufte Touren spielt. Ich messe meinen Erfolg daran, ob mir der Prozess zum Resultat, was meistens ein Album ist, Spaß macht und ob der mich erfüllt. Für mich habe ich herausgefunden, dass, wenn ich mir diese Mentalität so beibehalte, der Druck von außen dann minimiert werden kann.

Also er ist da, ganz klar, das kann ich nicht leugnen. Natürlich interessiert es mich auch, was die Leute oder die Presse von der Musik, vor allem von den neuen Songs denken. Vor allem aber auch wirklich Leute, die uns von Anfang an kennen. Darum bin ich zum Beispiel gespannt, was du sagst. Oder auch gute Freunde, denen ich das Album vorab schon geschickt habe. Wenn die dann auch sagen: „Ja, cool, ich sehe eine Entwicklung und das gefällt mir sehr gut.“ Bei dem neuen Album haben viele gesagt, es erinnert sie irgendwie wieder stark an die Anfänge – nur einfach in einem neuen Gewand und nochmal intensiver.

Wenn du an euer Debüt zurückdenkst: Gibt es Dinge im Produktionsprozess, die den Entstehungsprozess eines Albums heute einfacher machen?
Meinst du jetzt auch technische Tools, die sich über die Zeit entwickelt haben?

Cover von "Noktvrn" von Der Weg einer Freiheit

So was zum Beispiel, genau.
Ich versuche mich tatsächlich in der Produktion wie auch allgemein und in Bezug zum Beispiel auf AI, darauf zu fokussieren, was die Stärke von mir selbst ist, was ich ohne großartige Hilfsmittel selbst leisten kann – vor allem nach der Aufnahme von „Noktvrn“, die wir ja live aufgenommen haben, alle zusammen in einem Raum. Das hat uns gezeigt: Okay, wir können auch die Art von Songs, die wir spielen, in ganzen Takes aufnehmen, ohne große Fehler. Ich meine, ein bisschen nachbearbeiten muss man immer im Studio. Das ist auch keinesfalls verboten. Aber wir haben bei der „Noktvrn“ herausgefunden, dass das unsere Stärke ist und dass das unseren Sound, wie wir ihn auch live reproduzieren, am besten widerspiegelt, wenn wir Songs so aufnehmen. In gesamten Takes den Fokus auf die Dynamik des Songs legen und nicht darauf, ob sich die Snare in den Blastbeats perfekt angehört.

Was ist überhaupt perfekt? Keine Ahnung. Ich persönlich als Songwriter, Produzent und selbst Musiker und auch noch Sänger habe Jahre gebraucht, da eine perfekte Balance zu finden. Wahrscheinlich bin ich immer noch nicht ganz da angekommen zu wissen, was ist jetzt gut genug? Das war wichtig herauszufinden, bevor wir wirklich ins Studio gegangen sind und gesagt haben, jetzt nehmen wir die fertigen Spuren für das Album auf.

„Muse und Ruhe – anders entsteht Kunst normalerweise nicht.“

Genauso wie unser Drummer Tobi (Tobias Schuler – Anm. d. Red.). Wir haben uns eineinhalb, fast zwei Jahre Zeit dafür genommen, die Songs komplett durchzuspielen, Note für Note zu verstehen, zu verinnerlichen.  Vor allem mir am Gesang half das, die Songs an einem Stück durchzusingen, sodass ich sie performen kann. Genau so, wie ich es will und nicht Stück für Stück. Ich will nicht damit sagen, dass es der „Way to go“ ist. Für uns funktioniert das aber, und wir sind auch irgendwie privilegiert – wie du sagst, so ein gewisses Standing zu haben, um uns die Zeit nehmen zu können.

Ich bin Freiberufler. ich lebe von der Musik, zum Teil von der Band, aber auch vom Produzieren und ich kann mir dann auch sagen: Okay, ich nehme mir ein halbes oder ganzes Jahr intensive Vorbereitungszeit vor so einer Albumaufnahme, um es dann perfekt performen zu können. Das hat zum Beispiel die andere Hälfte von unserer Band eigentlich nicht. Also die eine Hälfte, Tobi und ich, die freiberuflich sind, die sich da viel mehr Zeit nehmen können, und die andere Hälfte, die einen Fulltime-Job haben und sich entsprechend nicht so viel Zeit nehmen können. Da ist es aber auch so, dass wir im Falle der zweiten Gitarre und beim Bass – blöd gesagt – auch nicht so viel Vorbereitungszeit brauchen. Also es ist technisch einfach nicht so anspruchsvoll wie das, was Tobi spielt.

Euer eigentlicher Bassist Nico Ziska hat sich 2025 dazu entschieden, von den Live- und Band-Aktivitäten erst einmal zurückzutreten. Dafür ist Alan Noruspur erneut eingesprungen. Zuletzt habt ihr 2023 zusammen gespielt. Ist er „nur“ ein Stand-in für Nico oder ist so eine Art „weiteres Bandmitglied“ von DER WEG EINER FREIHEIT?
Um es einfach zu beantworten: Auf jeden Fall letzteres. Er ist das fünfte Bandmitglied mittlerweile, würde ich so sagen. Das haben wir natürlich auch intern besprochen, wie wir das handhaben wollen. Aber das macht so eigentlich am meisten Sinn. Es ist so, wie du sagst, die Tour 2023, das war ja so eine Riesentour. Sechs Wochen mit IGORRR, AMENRA und HANGMAN’S CHAIR. Als wir in Berlin gespielt haben, hat unser Bassist Nico einen Anruf von seiner Freundin bekommen und hat dann erst mal den Kern der Band – also Tobi, mich und den anderen Gitarristen Nico (Nicolas Rausch – Anm. d. Red.) – kurz ins Backstage geholt. Er hat dann da erfahren, dass er Vater wird. Das war dann im März. Neun Monate später, im November 2023 quasi, war es dann so weit.

Der Weg Einer Freiheit gehen mit Igorrr auf Tour

Wie ging es dann weiter?
Alles wunderbar, aber natürlich steht da auch erstmal die Frage: Okay, was machen wir denn jetzt, wie geht es jetzt weiter? Erfahren haben wir das in der ersten Woche der Tour. Die haben wir dann erstmal fertig gespielt. Auf der Tour hatten wir Alan auch die ganze Zeit dabei, er hat dann wiederum unseren Gitarristen Nico in der Tourhälfte ersetzt. Dann kam das Kind zur Welt und alle waren happy. 2024 hat aber Nico ziemlich schnell gemerkt, dass es schon ein krasser Umschwung in seinem Leben war und er brauchte auch seinen Fokus, das ist ja völlig klar. Er musste sich da dann erst mal ein bisschen aus der Band rausnehmen und hat es auch völlig transparent mit uns besprochen. Er hat dann auch Alan ins Spiel gebracht und gesagt: „Hey, du hast ja jetzt schon Gitarre gespielt, du kannst doch bestimmt auch Bass spielen.“ Und Alan ist immer für alles zu haben, ein super Typ. Er hat sofort ja gesagt.

Ging es zu der Zeit auch schon in Richtung der Albumaufnahmen? Inwieweit war Alan da involviert?
Da waren die Albumaufnahmen noch gar nicht so im Spiel. Dann ging es 2024 weiter, im Sommer, Spätsommer glaube ich, als dann klar war: Okay, im Winter finden die Aufnahmen statt. Wir haben gefragt: „Nico, hast du dafür überhaupt Zeit und Muse?“ Er meinte, das kann er sich gerade nicht vorstellen. Also war klar, dass Alan 2025 bei uns live spielen würde  und er hat dann auch die Aufnahmen für uns gemacht. Darüber hinaus hat sich jetzt schon in weiteren Gesprächen auch herauskristallisiert, dass es Sinn macht, wenn Alan doch erstmal auf mittelfristige Sicht den Bassistenkern in der Band darstellt. Nico bleibt trotzdem in der Band und spielt, wenn er kann. Aber es war wichtig, einfach durch die Prioritäten, dass wir das ein bisschen fokussierter mit Alan angehen können.

Bandportät von DER WEG EINER FREIHEIT 2025
DWEF 2025; © Mario Schmitt

Das klingt, als hättet ihr zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen …
Absolut. Also um das kurz nochmal auszuführen: Ich bin so dankbar, dass ich eine Band habe, mit der man da auch offen sprechen kann und wo das nicht irgendwie hinter dem Rücken anderer abläuft. Das hört man ja immer wieder, dass Bands sich dann auch verkrachen. Und das ist bei uns zum Glück wirklich überhaupt nicht der Fall. Das wurde ganz transparent besprochen und dann kann auch niemand böse sein. Also klar ist es total schade, dass wir jetzt erstmal nicht mehr mit Nico auf der Bühne stehen können. Aber es ist eben auch nicht ausgeschlossen, dass es wieder irgendwann so sein wird. Das haben wir natürlich ganz offen gelassen.

Wie ist denn die Einflussnahme der einzelnen Bandmitglieder? Also wer bringt sich dann wo konkret noch mit ein?
Tatsächlich ist das auf „Innern“ eher weniger passiert. Auf „Noktvrn“ war es noch eher der Fall, weil wir da auch vor den eigentlichen Studioaufnahmen noch eine Studio-Pre-Production mit der ganzen Band eingelegt haben. Das war möglich. Es war während Corona, jeder hatte ein bisschen mehr Zeit. Wir haben auch staatliche Hilfen bekommen und konnten damit extra Studiozeit finanzieren.

Und wie gesagt, bei „Noktvrn“ konnte man dann in so einer extra Pre-Production die Songs nochmal genauer auseinandernehmen. Wir konnten in einem Raum miteinander, ohne Internet oder so was, nochmal Details umschmeißen und klären oder irgendwas ausprobieren. Das war supercool. Dahingehend würde ich behaupten, „Noktvrn“ war mehr von der Band geschrieben, auch wenn die grundsätzlichen Songs von mir stammen.

Bei „Innern“ war es wieder mehr das Prinzip „back to the roots“. Ich habe wirklich den Großteil des Songwritings komplett alleine übernommen und die anderen mit den zu 75 % fertigen Songs konfrontiert. Zum Glück hatten sie daran auch nicht viel auszusetzen. Wenn es was gab, dann war es eher konstruktiv und wurde auch so umgesetzt. Das Bandmitglied, das auf jeden Fall am meisten musikalischen Einfluss hatte, war Tobi am Schlagzeug. In dem Fall hatten wir auch nochmal eine extra Schlagzeug-Pre-Production im Studio eingelegt, also ich und Tobi.

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Inwieweit war das für „Innern“ bereichernd?
Das war wirklich so eine Hauruck-Aktion, aber die hat sehr, sehr viel gebracht. Einfach jeden Song nochmal kurz schnell recordet zu haben, um darüber zu sprechen, was wir besser machen können. Schlicht um es festzuhalten und eine richtige Schlagzeug-Version zu haben. Das war super wichtig, finde ich. Da hat Tobi nochmal total coole Ideen reingebracht und die haben wir dann aufgenommen, ausgearbeitet und uns dann für die finalen Aufnahmen getroffen. Von daher hatte Tobi da auf jeden Fall einen riesengroßen Einfluss.

Apropos Einfluss. „Noktvrn“ wurde von Komponisten wie CHOPIN und auch ARVO PÄRT beeinflusst. Inwieweit ist denn die klassische Komposition auch auf „Innern“ immer noch ein Ding?

Bandportät von DER WEG EINER FREIHEIT 2025
DWEF 2025; © Mario Schmitt

Absolut. Also, ich sage es immer wieder gerne – so oft, wie man auch auf seine Schulzeit schimpft – ich hatte im Gymnasium Musik-Leistungskurs bei einem sehr, sehr guten Lehrer. Wir waren zum Glück auch eine kleine Klasse, so dass er sich da auf jeden individuell auch einlassen konnte. Ich habe in dem Leistungskurs klassische Gitarre gespielt. Wir haben unglaublich viel über klassische Harmonielehre gelernt. Das war in der Zeit von 2006 bis 2008, als ich Abi gemacht habe. Das war genau die Zeit, in der ich auch die ersten DER-WEG-EINER-FREIHEIT-Songs geschrieben habe.

Bis heute hat die klassische Musik da schon extrem viel Einfluss. Gerade bei „Innern“ würde ich behaupten, sind es unsere Arrangements zwischen den beiden Gitarren links und rechts, aber vor allem auch der Bass. Letztens erst in einem Interview hat einer gesagt, ihm ist der Bass so positiv aufgefallen, man hört den endlich mal. Das finde ich auch super wichtig. Und wenn die beiden Gitarren dann mal ein Lead spielen, lasse ich den Bass gerne mal Power-Chords spielen, um eine Rhythmus-Gitarre zu imitieren. Das drückt dann so extrem, das finde ich total cool. Diese drei Elemente sind absolut wichtig für das harmonische Gerüst der Songs. Das ist etwas, was ich mir von der klassischen Musik abgeschaut habe. Ich sehe die Band als kleines Orchester, wo jedes Instrument seinen Platz hat und haben muss. Also auch im Mix. Deshalb ist der Bass teilweise auch so präsent.

„Versuche, bevor du versuchst, die Welt zu ändern, bei dir selbst anzufangen.“

Ich vertrete die These, dass Klassik die reinste Form von Metal ist. Kannst du das unterschreiben?
Ja, da gebe ich dir auf jeden Fall recht. Also ich meine, kein anderes Genre hält sich einfach mal über Jahrhunderte. BACH ist da für mich ganz weit oben, weil er einer der Ersten war, der diese krassen Arrangements erschaffen hat. Ich weiß nicht wie, aber angeblich gottgegeben. Angeblich ist die Musik ja, also alles was es gibt, schon da und gottgegeben. Nur der Komponist ist derjenige, der es zusammenbaut und in Musik transformiert. Zumindest hat er das, glaube ich, so in etwa gesagt. Aber ja, ich bin da bei dir. Ich meine, das ist eigentlich die Grundlage von sämtlicher Musik, die wir heute hören, nicht nur für Metal. Aber es ist schon sehr vergleichbar mit Metal, gerade Black Metal.

„Innern“ beschäftigt sich mit den zyklischen Bewegungen vom Erstehen und Sterben. Was hat dich denn für dein Textwerk beeinflusst?
Ja, da muss ich sagen, da habe ich mir in der Vergangenheit oft die Zähne ausgebissen und quasi Inspiration gesucht – und die am Ende aber immer in mir gefunden. Also meistens habe ich mir dann einfach ruhige Momente genommen und angefangen, einfach was runterzuschreiben und versucht, das zu verkürzen, in Songtextform zu bringen und einen Sinn daraus zu erkennen. Es hat sich dann so eine Essenz des Textes herauskristallisiert und damit letztlich auch die Essenz des jeweiligen Albums. Wie das genau funktioniert, kann man kaum beschreiben. Aber ich habe immer versucht, alles in einen Flow zu bringen, indem ich einfach angefangen und drauflosgeschrieben habe. Dann hat sich etwas entwickelt – mal ohne, mal mit einem Konzept dahinter.

Das ist sehr zeitaufwendig. Da braucht es auch einfach Muse und Ruhe. Du kannst dich nicht einfach mal zwischen Tür und Angel hinsetzen … Dann wirst du verkrampft und kommst eben nicht in diesen Flow und denkst: Was muss ich jetzt tun, damit es gut wird? Aber so entsteht Kunst normalerweise halt auch nicht.

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Beeinflusst euch auch eure Umwelt? Wir leben ja nun in wirklich wahnsinnig turbulenten Zeiten. Gefühlt toben an allen Ecken und Enden der Welt Kriege. Es gibt das Problem mit der AfD und was wir jetzt sonst noch alles in unserer Gesellschaft so beobachten müssen. Wirkt sich das im Moment sehr direkt auf dich aus?
Definitiv. Also an sich wirkt sich eigentlich immer alles, was ich konsumiere, auf meine Kunst, auf mein Gemüt, auf das, was ich dann wiederum ausdrücken will, aus.
Aber ja, im Prinzip – man kann ja nicht wegsehen. Und wo man noch vor ein paar Jahren gedacht hat: „Okay, Politiker XY, das kann der doch nicht bringen. Da muss doch jetzt ein Rücktritt folgen …“, ist das heute nach einem Tag vergessen und es kommt das nächste krasse Ding. Das geht jetzt gerade einfach immer so weiter, habe ich das Gefühl.
Und das Album ist für mich – also einfach nur in diesem Prozess zu sein – das Nicht-Aufhören. Das Album war für mich eine riesengroße Hilfe.

Ich hoffe, dass es auch für die Leute, die es sich anhören oder die Texte lesen, einen Weg gibt, das alles auch einfach mal beiseite zu lassen, um seine Aufmerksamkeit mal wieder den wichtigen und vor allem den echten Dingen zu widmen. Und sei es, einfach nur aus dem Fenster zu schauen und sich die Bäume anzugucken, wie sie sich im Wind bewegen, oder ein Buch zu lesen oder sich Musik anzuhören – nicht die Spotify-App aufzumachen und einfach auf Play zu drücken und zu hoffen, dass einem der Algorithmus etwas Cooles ausspielt.
Das ist auch in den sozialen Medien, im Internet genauso, oder noch viel schlimmer. Die Medien … ich will jetzt nicht wie ein Verschwörungstheoretiker klingen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass die Medien und dieses Turbulente, was du sagst, gezielt verbreitet werden, um die Aufmerksamkeitsspanne der User, also uns, zu verbraten, zu verbrauchen und eben gefügig zu machen in einer Art und Weise, sodass man sich am Ende auch nicht mehr traut, seinen Mund aufzumachen oder an das zu glauben, was man für richtig hält. Die Fähigkeit sollten wir uns nicht nehmen lassen, davon bin ich fest überzeugt.

Und deshalb ist das Album zum Beispiel für mich persönlich ein klares Statement: Versuche, bevor du versuchst, die Welt zu ändern, bei dir selbst anzufangen. Du solltest du natürlich immer versuchen, etwas zum Besseren zu verändern, aber erstmal musst du zu dir selber finden und an dich selber glauben, dich selbst wertschätzen und lieben, dann kannst du das auf deine Umwelt spiegeln und damit weitermachen. Das, glaube ich, wird uns gerade so Stück für Stück ein bisschen genommen – weil halt konsequent ständig auch irgendwie Unruhe in einem drin ist.

„Die Fähigkeit, seinen Mund aufzumachen und an das zu glauben, was man für richtig hält, sollten wir uns nicht nehmen lassen.“

Es ist alles sehr aufreibend aktuell, man hat gefühlt gar keine Zeit mehr für Ruhe …
Das war im Übrigen eine sehr bewusste Entscheidung, das Album mit den zwei längsten Songs starten zu lassen, weil ich finde – ich will jetzt nicht sagen, kurze Songs kann jeder, kurze Songs zu schreiben ist auch schwierig –, aber sich bewusst die Zeit zu nehmen, sich da erstmal reinzuhören, sich Zeit zu nehmen, dazu muss man bereit sein. Ich merke es an anderen Sachen: Man muss das wieder lernen. Ich will nicht, dass das Album jetzt irgendwie als so eine Klatsche „Jetzt nehmen wir mal die Zeit“ rüberkommen soll, aber es ist trotzdem auch so bewusst gewählt, diese sperrigen Songs, diese langen Songs an den Anfang zu setzen.

„Innern“ ist, rein subjektiv, wieder düsterer geraten. Ein bisschen drängender und zeitgleich lädt es auch zum Träumen ein. „Eos“ und „Fragmente“ sind gute Beispiele, die das Wechselhafte Wesen von „Innern“ einfangen. Wie stehen Musik, Cover und letztlich auch Texte, in Einklang miteinander?
Es hat eine Weile gedauert, bis wir da gelandet sind, ehrlich gesagt. Ich tue mich anfangs immer ein bisschen schwer, ein Konzept zusammenzuschreiben. Zu gucken, wie es visuell eigentlich umgesetzt werden soll. Da hoffe ich dann meistens auch auf Input des Designers, in dem Fall Max Löffler, mit dem arbeiten wir jetzt schon seit vier Alben zusammen. Wir sind immer super zufrieden gewesen. Wir hatten eigentlich nur eine Anforderung. Wir wollten, wie wir es auch bei der „Stellar” hatten – einfach haptisch –, ein Platten-Cover mit einem Cutout haben. Das heißt, du hast ein ausgeschnittenes Cover, du schiebst dann das Insert rein und vervollständigst das Cover. Mit dem Hintergrund „Innern“, es geht ums Innere. Man kann quasi durchs Cover ins Innere sehen.

Und so ist es ja im Prinzip jetzt auch geworden. Du hast diesen invertierten Morgenstern drauf. Bei der Platte, aber auch bei der CD ist der ausgeschnitten und du schiebst dann quasi das Innere, vervollständigst das Cover. Und auf dem Insert oder auf dem Innersleeve der Platte ist auf der einen Seite ein Schädel, der offen ist. Den sieht man auf den digitalen Mockups so zum Teil, wenn man sich das in den Shops anschaut. Aber natürlich hat man das richtige Erlebnis dann erst, wenn man die Platte kauft. Ich versuche es trotzdem zu erklären. Auf der einen Seite des Innersleeves ist dieser offene Schädel mit diesen Zacken drin. Das soll bedeuten, jeder Mensch hat diese Angst in sich drin. Vor allem in den heutigen Zeiten durch die Medien. Dieses: „Nein, tu es lieber nicht. Bleib auf Nummer sicher. Mach deinen Mund nicht auf, dir könnte vielleicht was zustoßen.“ Also diese eiserne Jungfrau, auch als mittelalterliches Folter-Instrument, wurde als Symbol auch ganz am Anfang des Artwork-Prozesses mit eingebracht. Diese Bedrängnis von außen, die sich aber auch in dir drin auswirkt.

Ich verstehe relativ genau, was du meinst. Um nochmal kurz beim Cover zu bleiben: Viele Künstler weichen heute auf AI aus. Das hat sich in den letzten zwei Jahren entscheidend weiterentwickelt. Wie stehst du zu Künstlicher Intelligenz im gesamten künstlerischen Prozess? Ist das etwas, wo du sagst, damit können wir richtig was erreichen, oder gehst du da eher in eine Richtung, wo dir ein bisschen die Knie schlottern?
Ja, also wenn wir als Menschen, die sich als ernsthafte Künstler sehen, damit anfangen, unsere Kunst von AI nachbilden oder überhaupt erst erschaffen zu lassen, dann fängt’s bei mir schon mit dem Gedanken an: „Ich habe jetzt gerade keine Ideen und lasse mir irgendwas von AI sketchen“ – sei es ein Artwork oder sogar ein Song. Da würde ich persönlich absolut die Finger von lassen. Kann natürlich jeder für sich entscheiden.

Aber die Gefahr ist einfach: Wenn jeder damit anfangen würde – was kommt dabei raus? Angenommen, in ein paar Jahren kommt ein absoluter Durchschnitt in allem zustande, was du einer AI promptest. Das merkt man klar. Ich habe mal aus Spaß versucht, einen Metal-Song schreiben zu lassen, jemand hatte mir so etwas auch mal geschickt und ich dachte mir: Das klingt wie ein METALLICA-Song, weil die AI halt einfach METALLICA irgendwie als größte Band filtert. Aber lässt sich jetzt jeder so einen Song schreiben, dann wird am Ende halt auch alles gleich klingen. Willst du das? Nein.

Worin ich aber eine Chance sehe – und da mache ich keinen Hehl daraus, das habe ich heute erst gemacht: Ich als Musiker mache zurzeit viele Interviews. Mir ist es sehr viel lieber, mit einem Menschen zu reden, natürlich. Aber es gibt immer noch Magazine, gerade aus dem Ausland, die schicken ihre Fragen in Textform, was auch völlig legitim ist. Und das war in der Vergangenheit etwas, was mich extrem viel Zeit gekostet hat und was ich dann auch meistens absagen musste, weil ich die Zeit einfach nicht hatte. Jetzt kann ich – also ich habe es heute gemacht – über dieses Mikrofon direkt in ChatGPT meine Antwort einsprechen, sie mir transkribieren und korrigieren lassen, mehr oder weniger. Natürlich habe ich sie nochmal durchgelesen. Es war aber meine Antwort, ich konnte sie sofort in Textform abschicken und habe wahrscheinlich ein Zehntel der Zeit gebraucht, die ich normal beim Tippen gebraucht hätte. Oder so etwas Schnödes wie Buchhaltung, was auch jeder von uns leider machen muss – da können uns AI-Tools schon helfen und uns als Künstler zumindest wieder mehr Zeit geben, sich auf die echte Kunst und Musik zu konzentrieren. Von daher: Das sehe ich dann als positiv, muss ich sagen.

„Wenn der Sound passt, kann ich mich auf der Bühne in Sicherheit wiegen und gehen lassen.“

Dann bleibt man doch lieber beim Handgemachten. Apropos handgemacht: Ihr geht auf Tour mit HERETOIR. Ihr seid stilistisch, würde ich sagen, in einer Ecke zu Hause. Wart ihr schon mal zusammen unterwegs?
Ja, ganz früher. Da hatten HERETOIR – bis auf den Matti am Bass, also Dave und Matti als Mitglieder – ein komplett anderes Line-up. Das war 2013.

DER WEG EINER FREIHEIT 2023 live in München
DER WEG EINER FREIHEIT 2023 live in München

Kannst du dich an Momente oder eine Anekdote aus dieser Zeit oder generell aus eurem Tourleben erinnern, die dir bis heute in Erinnerung rufen: „Deswegen gehe ich auf Tour, deswegen finde ich das gut“? ich kann mir vorstellen, dass es auch Tage gibt, an denen sich der Weg auf die Bühne mühsamer anfühlt.
Wir sind ja eine Band, die nicht 365 Tage im Jahr tourt – und das wollen wir auch nicht sein. Auch wenn vielleicht Menschen denken, wir spielen relativ viel. Ich sage jetzt mal, 20 bis 30 Shows pro Jahr ist nicht wirklich viel, und das ist so unser Durchschnitt in den letzten Jahren gewesen. Ausnahme 2023, da haben wir diese lange Tour gespielt. Aber wir wollen definitiv immer, dass es etwas Besonderes bleibt.

Ich denke immer sehr gerne an zwei Festivals in Rumänien zurück: das Dark Bombastic Evening. Da haben wir einmal 2015 und noch irgendwann später gespielt, und es war beide Male so ein krasses Gefühl von Verbundenheit mit dem Publikum, mit dem Veranstalter, mit dem Ort – das war mitten in Transsilvanien, in Rumänien. Supercool gewesen, und auch das Festival an sich, die Bandauswahl, wie man umsorgt wurde – das waren auf jeden Fall zwei Auftritte, wo ich dachte: Genau deswegen mache ich das.

Es gab aber auch etliche andere Festivals, Shows an sich, wo ich ähnliche Gefühle hatte, wo ich mir dachte, diese Shows haben auf jeden Fall die Oberhand. Wenn das nicht so wäre, würde ich mir wahrscheinlich Gedanken machen: Warum mache ich das überhaupt? Aber im Grunde ist es wirklich einfach – und das kannst du vorher nie so recht wissen – die Show an sich, die Connection mit dem Publikum, mit deiner eigenen Band. Auch dass der Sound passt ist natürlich immer ein großer Faktor. Wenn das alles stimmt, dann ist das halt saugeil.
Dann kannst du dich in einem sich fast endlos anfühlenden Flow bewegen, und das ist das beste Gefühl, das es gibt.

Heute reicht es eigentlich nicht mehr, wenn du einfach nur als Band auf die Bühne gehst und deine Show runterrockst. Die „Show“ als Begriff ist eine sehr relevante Sache geworden. SABATON, GHOST oder RAMMSTEIN sind dafür gute Beispiele. Wenn du an DER WEG EINER FREIHEIT denkst: Gibt es da ein Element, das für dich in Kombination mit deinem Sound einfach wahnsinnig wichtig ist, wo du sagst, das unterstreicht uns und ist mir auch wichtig, damit wir auf einer visuellen Ebene funktionieren?
Also visuell, vom Aufbau?

Beispielsweise in Bezug auf bestimmte Komponenten, sei es durch Licht oder auch durch optische Highlights, zum Beispiel euer spezieller Mikrofonständer …
Den es nicht mehr gibt … Also dieses „Finisterre“-Siegel gab es halt während der „Finisterre“-Zeit, mittlerweile aber nicht mehr.

Um da nochmal nachzuhaken – gibt es etwas, das euch besonders wichtig ist, damit eure Musik nochmal unterstrichen wird – Licht, Kulisse oder ähnliches?
Ja, also fast von Anfang an war es uns extrem wichtig, mit den eigenen Technikern unterwegs zu sein. Der Sound ist immer an erster Stelle, und dann kam irgendwann der Lichttechniker dazu, um einfach sicherstellen zu können, dass visuell, aber vor allem soundtechnisch die Show so rüberkommt, wie sie auch gedacht ist.
Klar, es ist immer abhängig von den Umständen vor Ort. Aber das ist mir extrem wichtig. Solange das passt, kann ich mich auch auf der Bühne in Sicherheit wiegen und gehen lassen – einfach besser performen. Und das kommt dann natürlich auch besser beim Publikum an. Ich weiß nicht, ich denke da oft, wenn du jetzt sagst SABATON …
… oder nehmen wir GHOST als Beispiel …
… also GHOST, muss ich sagen, gefällt mir als Band tatsächlich auch. Ich finde es super, was die machen. Ich habe vor Jahren mal eine Show gesehen, da waren die noch viel kleiner. Aber ich würde zum Beispiel als Vergleich GOJIRA heranziehen, die eigentlich nicht viel mehr als einen Mikrofonständer in der Mitte, die vier Musiker, einen krassen Drummer natürlich und teilweise so eine größere Wand an Gitarrenboxen haben – aber mehr nicht. Die bringen Top-Sound, Top-Performance und können halt einfach spielen, singen – der Sänger ist der Wahnsinn. Und das ist wirklich eine der richtig großen Headliner-Bands, die ohne viel auskommen.

Das gibt mir auch immer ein bisschen Mut zu sagen: Es geht auch ohne. Wir sind keine Band, werden auch keine Band, die mit großen Aufbauten arbeitet. Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich finde WATAIN zum Beispiel auf der anderen Seite visuell stark. Denen nehme ich das voll ab – bei denen schaut das extrem geil aus, vor allem, wenn die so eine Hometown-Show machen, wo sie einfach alles auf die Bühne stellen, was sie so haben. Das finde ich schon krass, weil das perfekt zum Image, zur Musik, zu den Texten passt. Ist jetzt auch nicht meine Welt, aber da macht das Sinn. Absolut.

Bandportät von DER WEG EINER FREIHEIT 2025
DER WEG EINER FREIHEIT 2025; © Mario Schmitt

Nikita, wir sind quasi am Ende. Es folgt jetzt noch unser Metal1-Brainstorming.
Sigmund Freud: Sehr oft gehört, nie was gelesen.
Rachmaninov: Es gibt einen Song von MUSE – und ich bin großer MUSE-Fan. Ich glaube auf jeden Fall, dass da bei einem Song eine Melodielinie sozusagen gecovert oder aufgegriffen wird. Das fand ich immer sehr cool.
NSBM: Hör mir auf.
Helia: Ist ein Element aus „Xibalba“, einem unserer neuen Songs, und stellt quasi den Gegenpol zum Männlichen dar – überspitzt: einen Angriff aufs Patriarchat, was heutzutage natürlich auch schon immer weit verbreitet war und gegen das es anzukämpfen gilt. Und Helia ist für mich einfach ein Ausdruck dessen, dass man auch mal anerkennen darf, dass die Natur, die Welt, in der wir leben, auch Frauen beherbergt – und die sind zu respektieren.
DER WEG EINER FREIHEIT in zehn Jahren: Ich hoffe, wie ich sagte, immer noch mit großer Freude am Schreiben, am Prozess selbst. Wenn es so weitergeht, dann vielleicht nochmal auf einem höheren Level. Aber es muss nicht – ich bin zufrieden, wie es jetzt ist.

Super. Nikita, ich danke dir vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast. Es war mir eine Freude.
Ey, danke dir auch. Das war ein saucooles Interview.

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Philipp Sorger

Publiziert am von

Dieses Interview wurde per Telefon/Videocall geführt.

2 Kommentare zu “Der Weg einer Freiheit

  1. Scheint echt ein sehr sympathischer Typ zu sein, danke für das Interview. War sehr interessant zu lesen, wie er so beim Songwriting tickt und wie Innern so zustande kam.

    1. Hi André, vielen Dank für dein nettes Feedback! Freut uns sehr, dass dir das Interview gefallen hat. Wie Musiker und Bands ans Songwriting rangehen, ist tatsächlich einer der spannendsten Aspekte beim Blick hinter die Kulissen. Viele Grüße aus der Red, Markus/M1

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