Brutal Assault Open Air 2019 – Teil 1

  • Festung Josefov, Jaroměř (CZ)
  • 07. August 2019 - 10. August 2019
Konzertfotos: Brutal Assault 2019 - Mittwoch Konzertfotos: Brutal Assault 2019 - Donnerstag

Einmal im Jahr wird die Festung Josefov im tschechischen Jaroměř zur Heimat des BRUTAL ASSAULT OPEN AIR. In seiner nun bereits 24. Auflage ist das Festival im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gewachsen. Nicht unbedingt hinsichtlich der Besucherzahl, die durch die Kapazität der Location limitiert ist – doch im Bezug auf Bandanzahl, Organisation und „Luxus“ hat sich einiges weiterentwickelt.

Nicht alle Neueinführungen werden ausschließlich positiv aufgenommen: Raumgreifende „Luxustribünen“ im Infield, für die man ein extra Ticket braucht, durchweg gestiegene Preise auf dem Gelände und generell die Tatsache, dass die Veranstalter mittlerweile gefühlt alles einzeln anbieten (Parkticket, bewachter Campingplatz, Naturtribüne, Luxustribünen …) lässt schon im Vorfeld erste „Ausverkauf“-Rufe laut werden. Doch nach wie vor bekommt der Fan auf dem BRUTAL ASSAULT viel fürs Geld. So startet das Programm in diesem Jahr bereits am Dienstag mit Auftritten von VICTIMS, AEON WINDS, MORNA, FLESHLESS, NAILED TO OBSCURITY und FROG LEAP – zusätzlich zu vier vollen Tagen Festival. Und das bei einem mehr als fairen „Basisticketpreis“ von rund 90 €.

Mittwoch, 07.08.2019

Den ersten offiziellen Festivaltag eröffnen die Tschechen ELYSIUM mit modernem Death Metal auf der der Umweltorganisation Sea Shepherd gewidmeten Hauptbühne, bevor sich HEXIS auf der zweiten Hauptbühne, der Jägermeister-Stage, mit ihrem düsteren Post-Hardcore der prallen Mittagssonne entgegenstellen müssen. Der brachiale Slam von KRAANIUM hingegen kann weniger überzeugen – da „hämmern“ sogar die Fans mit den im Publikum verteilten aufblasbaren Hämmern härter. Den Reigen legendärer Hardcore-Bands auf dem diesjährigen Brutal Assault eröffnen SLAPSHOT. Frontmann Jack Kelly, schon beim zweiten Song durch stumpfe Mikrofon-gegen-Kopf-Gewalt blutüberströmt, bringt die Offenheit des Festivals in einer Ansage auf den Punkt: „Skinheads, Punkrockers, Headbangers – we all go to the same shows!“. Einen ersten Gegenpol zum bisher Gehörten bieten TOSKA mit ihrem Progressive Metal, ehe sich auf der Hauptbühne die Trancecoreler CROSSFAITH die Ehre geben. Optisch wie musikalisch sorgen die Japaner für etwas Farbe im Billing. Parallel eröffnen THE ARSON PROJECT die Obscure-Stage betitelte Zeltbühne. Mit ihrem punkigen Power-Violence-Sound zeigt die Band, wie Chaos, Energie und Spaß zusammen gehen – entsprechend rastet auch das Publikum aus. [BL]

Während PERFECITIZEN den Leuten auf der Obscure-Stage im Anschluss mit ihrem brachialen Brutal Death Metal ordentlichen einheizen, ernten VOIVOD auf der Sea-Shepherd-Stage eher ratlose Blicke: Wer die Band bisher nicht kannte, dürfte vom äußert schwer zugänglichen, progressiven Thrash Metal, der sich gängigen harmonischen Konventionen weitestgehend entzieht, zumindest irritiert sein. So ist nicht verwunderlich, dass ein beachtlicher Teil der Zuschauer schon kurz nach Konzertbeginn kopfschüttelnd das Weite sucht. Dank dieser sehr gewöhnungsbedürftigen Musik ist der Auftritt wohl als „Geschmackssache“ zu verbuchen. Der auf dem Brutal Assault eher spärlich vertretene Folk Metal wird sodann auf der Jägermeister-Stage erstaunlich früh am Tag von den finnischen Genre-Granden ENSIFERUM würdig vertreten. Wer dagegen weniger auf Mitsingrefrains und -melodien, sondern eher auf vertrackten, progressiven Death Metal steht, wird bei FORGOTTEN SILENCE im Zelt fündig. Die Tschechen können sich dank Heimatbonus einer großen Zuhörerschaft erfreuen – und das zu Recht: Was die Band instrumental abliefert, ist beeindruckend und macht Spaß. Besonders Martys verspielte Keyboardpassagen geben der Musik dabei einen außergewöhnlichen Klang. [SB]

Draußen wächst derweil langsam, doch beständig das Publikum vor den Hauptbühnen an, als die Melodeath-Routiniers von SOILWORK loslegen. Zu Jahresbeginn durften sich Fans der Schweden nach Längerem mal wieder über ein neues Album freuen – da kommt es sichtlich gut an, dass die Truppe ein kurzweiliges Set auf die Bühne zaubert, das knapp zur Hälfte aus frischem Songmaterial besteht. Wurden Björn Strid und Konsorten auf der letzten Tour noch von JINJER supportet, so bekommen die Ukrainer heute den späteren Slot, und das angesichts der nochmals angewachsenen Menschenmenge zu recht. Diese verstehen Fronterin Tatjana und ihre drei Mitmusiker auch bestens zu unterhalten, während sie sich so technisch souverän wie stilistisch vielseitig zwischen Djent/Metalcore, Prog und genrefremden Einschüben bis hin zu Reggae austoben. Zudem tragen der einwandfreie Bühnensound und die dank starker Bewölkung umso wirkungsvollere Lichtshow ein Weiteres zur Stimmung bei. Der spürbare Hitfaktor der beiden letzten Songs „Perennial“ und „Sit Stay Roll Over“ lässt diesen eindrucksvollen Auftritt schließlich überaus gelungen enden. [FI]

Über Bartłomiej Krysiuks neue BATUSHKA (alias „Faketushka“) wurde in der Szene viel geschimpft. Völlig im Kontrast dazu steht der Erfolg der Band: Platz 1 in den polnischen Charts, hohe Verkaufszahlen auch in Deutschland sowie in ganz Europa Festivalshows vor unzähligen Leuten zur Primetime zeigen, dass auch eine Schlammschlacht als PR-Tool funktionieren kann. Nachvollziehbar ist der Hype um die Band leider nicht mehr: Die große, „neue“ Show besteht lediglich aus noch mehr orthodoxem Pomp, von der Kerze übers Weihwasser bis zum Reliquienschrein. Das lässt das Bühnenbild zwar in Kombination mit der atmosphärischen Lichtshow ohne Zweifel eindrucksvoll wirken – macht das in Gänze dargebotene Album „Hospodi“ allerdings nicht spannender. Dass auf der Bühne zudem quasi nichts passiert, weil die Musiker im Bühnenbild untergehen, fällt da mehr als früher ins Gewicht und steigert den Unterhaltungswert der Show ebensowenig wie der Regen, der exakt mit Showbeginn einsetzt und bis zum Ende des Auftritts anhält. [MG]

Weit mehr Action ist da auf der Obscure-Stage geboten, wo nach der energetischen Show der US-Death-Legende INCANTATION schon in der Umbaupause laute EYEHATEGOD-Sprechchöre zu vernehmen sind. In 45 Minuten liefert die Sludge-Legende aus New Orleans ein grooviges, rotziges und hässliches Set ab, wie man es sich nur wünschen kann. Die Publikumsbeleidigungen von Sänger Chris Hillard sind obligatorisch, die weedberauscht-verschleppte Stimmung ebenso. Wem diese geballte Ladung Stoner noch nicht reicht, bekommt nach dem Funeral Doom von WOE INTO ME im gesteckt vollen Innenhof der Octagon-Stage von BELZEBONG (eingesprungen für THE OBSESSED) nochmal Stoned Doom und damit im wahrsten Sinne des Wortes die volle Dröhnung geboten. [BL]

Auf der Hauptbühne bringen derweil THERION mit ihrem Symphonic Metal ein weiteres musikalisches Element in den Stilmix des diesjährigen Brutal Assault. Dabei gibt die Band eine Special-Show rund um ihr Album „Theli“ zum Besten, das am Stück gespielt wird. Neben klassischen Heavy-Metal-Riffs reicht das Spektrum vom Blastbeats bis zum bei THERION obligatorischen choralen Gesang. Dass die Schweden nach über 30 Jahren diesbezüglich Meister ihres Fachs sind, ist nichts Neues. Dass die Band auf dem ansonsten eher extrem ausgerichteten Brutal Assault so gut ankommt, ist trotzdem keine Selbstverständlichkeit und zeugt nicht zuletzt von den Live-Qualitäten der Truppe um Christofer Johnsson. Auch PRONG können auf über drei Dekaden Bandgeschichte zurückblicken – entsprechend voll ist es im Zelt, als Tommy Victor, Jason Christopher und Neuzugang Aaron Rossi am Schlagzeug die Bühne entern. Dass man nach all den Jahren viele Klassiker hat, die eigentlich ins Set müssten, ist klar – dass PRONG auch heute ihre musikalisch absolut gelungenen Alben der letzten Jahre quasi komplett ausklammern, ist trotzdem so unverständlich wie schade. [MG]

Für den ersten Headliner-Slot des Festivals werden nun im Wortssinne die ganz großen Geschütze aufgefahren: Auf der Großleinwand läuft ein Introvideo, in dem PARKWAY DRIVE einem Panzerfahrzeug entsteigen, um sodann, von einem Fackelzug eskortiert, leibhaftig durch das Publikum auf die Bühne zu kommen. Damit (plus Böllerschuss) ist die Marschrichtung vorgegeben: Es folgt ein gut einstündiges Riesenspektakel, bei dem die Australier sich für nichts, aber auch gar nichts zu schade sind. Hydraulische Podeste, Pyro-Effekte bis zum Abwinken und gegen Ende ein regelrechtes Inferno auf der Bühne summieren sich zum audiovisuellen Overkill. Doch oft genug überschreitet die Megalomanie auch eindeutig die Grenze zum Kitsch: So werden zwei Songs von einem modelhaft in Szene gesetzten Streichquartett begleitet, muss Winston McCall minutenlange Spoken-Word-Passagen tragen, deren gewollte Gravitas er leider nicht so recht zu transportieren vermag. Vor allem aber bieten die neueren Songs, die den Löwenanteil des Sets ausmachen, durch ihre massenkompatible Midtempo-Ausrichtung kein geeignetes Ventil, um all den Pathos irgendwie in Energie umzumünzen. Auch wirkt naturgemäß nichts mehr leidenschaftlich oder gar spontan (einzige Ausnahme: Tiefsaiter Jia O’Connor, der den Gig einem lädierten Knie zum Trotz unbeirrt im Rollstuhl bestreitet). Freunde vor allem des „Reverence“-Materials dürften voll auf ihre Kosten kommen, doch wer von den Jungs aus Byron Bay noch weitaus kraftvollere Auftritte – wie 2016 an gleicher Stelle – in Erinnerung hat, den kann diese pompöse Darbietung nicht wirklich mitreißen. [FI]

Setlist PARKWAY DRIVE

  1. Wishing Wells
  2. Prey
  3. Vice Grip
  4. Karma
  5. Cemetery Bloom
  6. The Void
  7. Dedicated
  8. Writings On The Wall
  9. Shadow Boxing
  10. Wild Eyes
  11. Crushed
  12. Bottom Feeder


Wer auf diesen bedeutungsschwangeren Bombast keine Lust hat, kann sich alternativ ins Octagon begeben. Dort liefern die französischen Post-Black-Metaller DÉLUGE einen Auftritt ab, der seinesgleichen sucht. Mit beeindruckender Präzision schallt die gleichermaßen brachiale wie atmosphärische Musik aus den Boxen, sodass DÉLUGE diverse Gänsehautmomente gelingen. Dass die Transparenz des Live-Sounds dem massiven Druck ein wenig zum Opfer fällt, stört da kaum. Die unangekündigte, halbstündige Verspätung schon eher, weil es so zur Überschneidung mit CULT OF LUNA kommt, die auf den ursprünglich für Hypocrisy vorgesehenen Slot vorgeschoben wurden. [SB] Zu kühlen elektronischen Klängen betreten die Schweden somit um 23:00 Uhr statt um Mitternacht die Jägermeister-Stage. Von kühlen Winden und einsetzendem Nieselregen perfekt in Szene gesetzt, legt die Band ohne Frontbeleuchtung und nur als Schatten erkennbar ohne Umschweife los – und wie! Druckvoll abgemischt walzen sich die langsamen Gitarren ihren Weg in die Magengegend, das Zusammenspiel der zwei Schlagzeuge tritt noch einmal nach und das brachiale Gebrüll von Johannes Persson fügt sich perfekt dazu. Eine Mischung aus alten und neuen Songs sorgt für laute Jubelstürme der zahlreich erschienen Fans. Die knappe Stunde Spielzeit ist viel zu schnell vorbei –  schürt aber auf jeden Fall die Vorfreude auf die Herbsttour und das neue Album „A Dawn To Fear“! [BL]

Setlist CULT OF LUNA

  1. The Silent Man
  2. Finland
  3. Ghost Trail
  4. Nightwalker
  5. In Awe Of


Im Zelt steht zeitgleich die wohl dienstälteste Band des Festivals auf dem Programm: COVEN. Um 1967 herum gegründet, zählt die US-amerikanische Psychedelic-Rock-Band zu den Einflüssen von Legenden wie Mercyful Faith oder Black Sabbath. Ursprünglich 1975 aufgelöst, ist die Truppe mit dem satanistischen Look seit 2007 wieder aktiv – und zwar in Originalbesetzung, lediglich ergänzt um eine zweite Gitarre. Das Alter lassen sich COVEN – und allen Voran Front-Diva Esther „Jinx“ Dawson heute nicht anmerken: Mit strassbesetzter Maske steigt sie zum ersten Song aus einem Sarg und weiß stimmlich wie in Sachen Performance zu begeistern. Perfekter Sound rundet diesen Ausflug in musikalisch gänzlich andere Gefilde gelungen ab – definitiv ein Highlight des Festivals.

Als solches können getrost auch HYPOCRISY bezeichnet werden, die nach fast zehn Jahren wieder aufs Brutal Assault zurückkehren. Dass „End Of Disclosure“, das letzte Album der Schweden, auch schon sechs Jahre auf dem Buckel hat, stört keinen: Schon mit dem Klassiker „Fractured Millennium“ (1999) ist die Stimmung vor wie auf der Bühne perfekt. Auch der spätere Slot ist kein Nachteil – so kommt die stimmige Lichtshow noch besser zur Geltung. Dass Peter Tägtgren überraschend oft für Growls statt seiner herrlichen Scream-Stimme entscheidet, ist auf musikalischer Ebene zwar etwas schade – ansonsten ist der Gig rundum gelungen. Quer durch die Diskografie geht es von Hit zu Hit – klar, dass da „Eraser“, „Fire In The Sky“ oder „War-Path“ nicht fehlen dürfen.  [MG]

Setlist HYPOCRISY

  1. Fractured Millennium
  2. Valley Of The Damned
  3. End Of Disclosure
  4. Adjusting The Sun
  5. Eraser
  6. Pleasure Of Molestation / Osculum Obscenum / Penetralia
  7. Fire In The Sky
  8. Carved Up
  9. War-Path
  10. The Final Chapter
  11. Roswell 47


Auf der bis zum Vorplatz vollgepackten Obscure-Stage liefern KADAVAR derweil ein grooviges Set ab. Ihr mächtiger 70’s-Rock-Stoner-Mix passt perfekt zum langhaarigen, bärtigen Äußeren der Musiker, das mit Lederwesten über nacktem Oberkörper perfektioniert wird. Entsprechend fliegen auch vor der Bühne schell die Haare durch die Luft. [BL] Trotz der inzwischen fortgeschrittenen Uhrzeit ist das Zelt auch bei den nun folgenden THE OCEAN gut gefüllt – wohl auch deshalb, weil die Überschneidung mit den musikalisch ähnlichen Cult Of Luna durch deren Platztausch mit Hypocrisy kurzfristig behoben wurde. Nach dem atmosphärischen Introstück „The Cambrian Explosion“ von ihrem aktuellen Werk „Phanerozoic I: Palaeozoic“ ziehen THE OCEAN die anwesenden Zuschauer mit bleiernen Sludge- und Post-Metal-Riffs in die Tiefe – nicht zuletzt, weil die Musik spätestens ab Ende des zweiten Stückes perfekt abgemischt aus den Boxen schallt. Auch die musikalische und optische Performance mitsamt abgestimmter Lichtshow kann nur als grandios bezeichnet werden. So schaffen es THE OCEAN, sämtliche Erwartungen zu übertreffen und erweisen sich als weiteres, frühes Festivalhighlight. [SB]

Auf der Hauptbühne beendet derweil Leo Moracchioli alias FROG LEAP den Tag. Bekannt wurde dieser auf YouTube durch Metal-Cover bekannter Popsongs. Während er im Rahmen der Warmup-Show noch auf der Zeltbühne gespielt hat, schallen zum Abschluss des Hauptbühnenprogramms des ersten Konzerttages die Melodien von „Uptown Funk“ und „Ghostbusters“ nun von der Jägermeister-Stage über das Publikum. Dieses erweist sich auch zu fortgeschrittener Stunde als feierwillig – auch wenn sich das Gelände allmählich leert und einige der Essensstände bereits geschlossen haben. Doch selbst nach dieser unterhaltsamen Show findet sich in der Obscure-Stage für DECULTIVATE noch ein zahlenmäßig anständiges Publikum ein, das gemeinsam mit der Band aus Prag zum Abschluss des ersten Festival Tages einen düsteren und treibenden Mix aus Hardcore und Crust Punk zelebriert. [BL]

Donnerstag, 08.08.2019

Am zweiten Tag wird das Festival von den tschechischen Death-Metallern BRUTALLY DECEASED eröffnet. Dass dies nur die erste von schlussendlich zwei Shows der Band auf dem Brutal Assault 2019 sein wird, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Nach den aufstrebenden Newcomern im Prog/Djent, LETTERS FROM THE COLONY, und der US-amerikanischen Death-Metal-Band JUNGLE ROT darf der neuseeländische Thrash-Nachwuchs ALIEN WEAPONRY die Jägermeister-Stage bespielen. Neben der Tatsache, dass sich die Bandmitglieder aktuell sogar noch im Teenager-Alter befinden, nutzt das Trio das Miteinbeziehen von Te Reo Māori (die Sprache der neuseeländischen Ureinwohner) sowie die Aufführung des traditionellen Kriegstanzes Haka als Alleinstellungsmerkmal – der Thrash-Metal-Unterbau der Songs hingegen ist eher gewöhnlich. Mit dem DIABLO SWING ORCHESTRA betritt im Anschluss dagegen eine der außergewöhnlichsten Formationen des diesjährigen Billings die Bühne. Die schwedischen Avant-Garde-Metaller vermischen allerlei (Tanz-)Genres mit Metal und setzen dabei auf Humor und gute Laune. Dass die Band in den letzten Jahren außerdem nur extrem selten live zu sehen war und eigentlich schon 2018 auf dem Brutal Assault hätte auftreten sollen, macht den heutigen Auftritt umso sehenswerter. Besonders Kristin Evegård, die die frühere Opernsängerin Annlouice Loegdlund ersetzt, erweist sich durch beeindruckende Vielseitigkeit sowie eine charmante, charismatische Bühnenpräsenz als Glücksgriff für die Band. Einzig der unausgeglichene Sound und die seltsame Setlist, bei der laut Band absichtlich vermeintlich „härtere“ Stücke statt die etablierten Hits ausgewählt wurden, schmälern den Genuss des ansonsten starken Auftrittes ein wenig. [SB]Überlegungen zum Härtegrad ihrer Songs müssen KRISIUN aus Brasilien nicht anstellen: Von den Brutal Deathern gibt es einfach 35 Minuten ohne Unterlass auf die Schnauze, höchstens beim gelegentlichen düsteren Intro sind Verschnaufpausen drin. Dass die drei Gebrüder nunmehr knapp dreißig Jahre Übung haben, macht sich jedenfalls mehr als bezahlt, auch wenn die Mittagssonne ihnen wie den Zuhörern viel abverlangt. Auf eine ganz andere Weise beeindrucken daraufhin CRYSTAL LAKE. Bewegen sich Bühnensound, musikalisches Können und Eingespieltheit der Japaner auf absolutem Spitzenniveau, wirkt der Auftritt durch ihr intensives Stageacting aggressiv und wild. Keiner der fünf steht auch nur für eine Sekunde still und Sänger Ryo verbringt gefühlt mehr Zeit auf den Händen der ersten Reihen als auf festem Bühnenboden. Dass auch die Fans sich trotz der Hitze nicht zurückhalten, überrascht dementsprechend nicht: So sieht eine echte Metalcore-Lehrstunde aus. [FI]

Mit SACRED REICH konnten die Veranstalter eine weitere Instanz der  „Second Wave Of Thrash Metal“ nach Jaroměř lotsen. Zwar hat die Band nicht den Bekanntheitsgrad von Bands wie Testament, Sodom oder Destruction und muss daher vergleichsweise früh am Tag ran. In Sachen Performance liefert sie dennoch eine mehr als respektable Show ab. Dass SACRED REICH gleich drei neue Stücke von ihrem am 23. August erscheinenden Studioalbum „Awakening“ präsentieren – das erste neue Album seit 23 Jahren wohlgemerkt – ist für Fans ein zusätzlicher Anreiz, sich die Show der US-Thrasher nicht entgehen zu lassen.

Was anschließend auf der Sea-Shepherd-Stage folgt, mag bei einigen Personen auf dem Festival ein mulmiges Gefühl hervorrufen: Die polnischen Death-Metaller DECAPITATED spielen ihre erste Show auf dem Festival seit ihrer mittlerweile ohne Gerichtsverhandlung fallengelassenen Anklage wegen Kidnapping und Vergewaltigung zweier Frauen im September 2017. Ob man sich heute vor die Bühne stellt und die Band anfeuert oder der Show aus Gewissensgründen fernbleibt, muss jeder für sich entscheiden, zumal die Beweislage für Außenstehende weitestgehend undurchsichtig ist. Der gut gefüllte Zuschauerraum und lauter Applaus zwischen den makellos bei hervorragendem Sound vorgetragenen, groovigen Stücken deuten jedoch darauf hin, dass DECAPITATED sich auch zukünftig der Unterstützung ihrer Fans sicher sein können. [SB]

Die Zeltbühne eröffnen um 15:30 Uhr die Hardcoreler HIGHER POWER. Auch danach bleibt es im Zelt mit OF MICE AND MEN um den ehemaligen Attack-Attack!-Sänger Austin Carlile und der 2004 gegründeten Hardcore-Punk-Band LIONHEART aus Oakland, Kalifornien „Core-lastig“. Dem entkommt man auf dem Gelände quasi nicht – denn auf der Hauptbühne laden derweil WALLS OF JERICO zum gepflegten Breakdown. Dass mit den 2007 wiederbelebten METAL CHURCH anschließend klassischer Metal auf dem Programm steht, grenzt da fast schon an Ironie – folgt doch nach den vergleichsweise entspannenden 40 Minuten doch mit den Deathcorelern THY ART IS MURDER der nächste Sturmangriff auf die Gehörgänge. [MG] Die Australier liefern ein echtes Statement in Sachen Tightness ab und hinterlassen mit den stärksten Eindruck an diesem Nachmittag – nicht zuletzt dank des makellosen Sounds, durch den selbst in den aggressivsten Blastbeat-Parts die Riffs und Melodien noch problemlos zu hören sind. Zumindest etwas gemächlicher lassen es die Finnen OMNIUM GATHERUM auf der Zeltbühne angehen. Ihr angeproggter Melodic Death Metal zieht zwar keine Massen vor die Obscure Stage, wohl aber einen Kreis von Fans, für die hier offenkundig ein Hauptevent des diesjährigen Festivals stattfindet, das es entsprechend zu feiern gilt. Widrigkeiten wie der Ausfall von Gitarrist Joonas Koto und kleinere Unvollkommenheiten im Sound sind da kein echtes Hindernis. Insgesamt ein grundsolider Auftritt. [FI]

Seit Tom Angelripper kurzen Prozess gemacht und SODOM komplett neu aufgestellt hat, ist die Band wohl die „oldschooligste“ Thrashband überhaupt. Denn so ausgefeilt und packend die Alben mit Bernemann und Makka waren, so stumpf ist das neue und ganz alte Material. Von der „Partisan“-EP abgesehen hat heute kein Song weniger als 25 Jahre auf dem Buckel. Das mag für den beinharten Thrasher cool sein, für alle anderen ist es schlicht: langweilig. Beim tschechischen Publikum kommt der Auftritt trotzdem durchweg gut an. [MG] Während anschließend im Zelt mit den 2011 gegründeten SKELETAL REMAINS eine Death-Metal-Newcomer-Band auf dem Programm steht, haben die Musiker der international zusammengewürfelten Prog-Metal-Supergroup AZUSA zumindest in der Theorie viel Erfahrung. Leider erweist sich das Quartett alles in allem als (noch) nicht in der Lage, seine vertrackte Klangkunst angemessen auf die Bühne zu bringen. Insgesamt eine Enttäuschung, allerdings eine, die neugierig auf das künftige Zusammenwachsen der Band macht. [FI]

Zusammengewachsen ist der nächste Act auf der Hauptbühne schon längst, schließlich sind SICK OF IT ALL seit 1986 unterwegs. Für großen Abwechslungsreichtum steht zwar auch deren Name nicht. Doch nicht zuletzt durch ihr energiegeladenes Stageacting schaffen es die Gebrüder Koller und Konsorten, die Stimmung nochmal zu heben. Crowdsurfer, Circlepits und viel Jubel sind der Beweis. Einzig die Kinder der Musiker – immer wieder auf der Leinwand zu sehen – scheinen sich an Papas Arbeitsplatz etwas zu langweilen und spielen am Bühnenrand mit Stofftieren. [MG]

Auf der Zeltbühne steht mit DAUGHTERS eine der verrücktesten Bands des Festivals an. 2018 haben die Math-/Noise-Rocker das Meisterwerk „You Won’t Get What You Want“ veröffentlicht, auf das sich die Band auch heute Abend konzentriert. Der Verzicht auf den wüsten Mix aus Math- und Grindcore der früheren Alben ist kein Makel: Die schizophrene, manische Musik der Band aus Providence sorgt für absolute Ekstase im wild tanzenden und schreienden Publikum. Das gilt auch für Sänger Alexis S. F. Marshall, der immer wieder in die Menge abtaucht, sich Haare ausreißt, um diese über die ersten Reihen zu verteilen, und sich das Mikrofon gegen den Kopf schlägt. Ein (wahnsinniges) Festivalhighlight. Auf der – wie immer – rappelvollen Octagon-Stage halten VARGRAV derweil die Flagge des vergleichsweise wenig vertretenen Black-Metal-Genres hoch, bevor WINDHAND mit Räucherstäbchen das richtige Ambiente für ihren doomigen Stoner-Rock kreieren. Dieser entfaltet dann auch seine volle Wirkung – nicht zuletzt, da viele Fans dem Räucherstäbchenduft etwas entgegensetzen, sodass der achtwinklige Innenhof über den Verlauf des Sets immer mehr zum Kamin wird. [BL]

Mit TESTAMENT steht auf der Sea-Shepherd-Stage sodann die nächste (und längst nicht letzte) Thrash-Instanz des Festivals auf dem Programm. Die Rahmenbedingungen könnten für die Kalifornier aus Oakland kaum besser sein: Zur Primetime um 20:45 Uhr bekommen Chuck Billy und seine Mitstreiter gut eine Stunde Zeit, dem über die Jahre immer internationaler zusammengesetzten Brutal-Assault-Publikum ihre Hits zu präsentieren. Gerade im direkten Vergleich zu Sodom und Sick Of It All wirkt das Material der Amerikaner fast filigran. Entsprechend gut kommen die Thrash-Hymnen wie „Into The Pit“ dann auch an.

Setlist TESTAMENT

  1. Brotherhood Of The Snake
  2. The Pale King
  3. More Than Meets The Eye
  4. D.N.R. (Do Not Resuscitate)
  5. Eyes Of Wrath
  6. Legions Of The Dead
  7. Low
  8. Into The Pit
  9. The Preacher
  10. The New Order
  11. Over The Wall
  12. Disciples Of The Watch
  13. The Formation Of Damnation


Mit KAMPFAR betritt im Zelt um 22:20 Uhr eine der wenigen skandinavischen Black-Metal-Bands im diesjährigen Billing die Bühne. Obwohl die Musiker für die Show aus Portugal, Dänemark und Norwegen eingeflogen sind, ist ihnen eines gemeinsam: ihr Equipment hat es nicht nach Prag und damit aufs Brutal Assault geschafft. Die großartige Atmosphäre, die die mit Leih-Instrumenten ausgestatteten Norweger im Zelt erwartet, lässt all den Ärger schnell vergessen: Die Fans singen laut mit und pushen KAMPFAR damit noch einmal so richtig. Entsprechend aufrichtig wirkt es, als die Musiker nach dem letzten Song vor den Fans niederknien. So stark hat man die Band lange nicht gesehen! So bunt allerdings auch nicht: Die grelle Lichtshow des Festival-eigenen Lichtmanns ist die einzige Unstimmigkeit an diesem Auftritt.

Grell ist es auch auf der Hauptbühne, wo MESHUGGAH visuell wie auditorisch das große Spektakel abliefern. Mit eindrucksvoll gestalteter Bühne, einer perfekt mit der Musik synchronisierten Lichtshow und nicht zuletzt der Präzision von Zahnrädern in einem Uhrwerk sorgen die schwedischen Prog-Djent-Metal-Vorreiter für offene Münder. Höhepunkt der verwirrend-verrückten Rhythmus-Verschiebung ist natürlich „Bleed“ von „obZen“ (2008), das mit drei Songs stärker vertreten ist als die letzten Alben „Koloss“ und „The Violent Sleep Of Reason“ (je zwei Songs). Dazu kommen „Future Breed Machine“ von „Destroy Erase Improve“ und „Rational Gaze“ („Nothing“) – und fertig ist dieses Meisterwerk einer Liveshow. Da stören auch die vergleichsweise langen Pausen zwischen den Songs nicht, in denen MESHUGGAH traditionell nichts tun und sogar das Bühnenlicht erlischt: Publikum wie Musiker dürften diese Zeit gleichermaßen brauchen, um die Gehörgänge zu entknoten. Fazit: Wer bei dieser technischen Brillanz nicht andächtig neben dem Takt headbangt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Setlist MESHUGGAH

  1. Pravus
  2. Born In Dissonance
  3. The Hurt That Finds You First
  4. Rational Gaze
  5. Future Breed Machine
  6. Clockworks
  7. Lethargica
  8. Bleed
  9. Demiurge


Für Thrash-Metaller bietet es sich heute an, einfach vor der Sea-Shepherd-Stage stehen zu bleiben: Nach Sodom und Testament folgt dort nun mit ANTHRAX die nächste Genregröße. Ihrer Rolle als einer der Headliner werden die New Yorker in jeder Hinsicht gerecht – ob nun bei den T-Shirt-Preisen von 36 € oder, erfreulicher, bei der Show. Ob Joey Belladonna, der nicht nur stimmlich in Bestform ist, sondern auch beste Stimmung verbreitet, oder Scott Ian mit seinem notorischen Strahlen im Gesicht: Hier ist gute Laune garantiert. So zocken sich ANTHRAX lässig durch ihr 65-minütiges Set und können mit eigenen Hits wie „Caught In A Mosh“ oder „Indians“, das Belladonna wie gewohnt mit politisch fragwürdigem „Indianerkopfschmuck“ darbietet, ebenso begeistern wie mit den eigentlich fast schon vereinnahmten Cover-Songs „Antisocial“ (Trust) oder „Got The Time“ (Joe Jackson). Als Intro und Outro spielen ANTHRAX zudem unter Jubel Panteras „Cowboys From Hell“ an – bessere Unterhaltung kann man sich von einer Thrash-Band nicht erwarten. [MG]

Setlist ANTHRAX

  1. Caught In A Mosh (mit „Cowboys From Hell“ als Intro)
  2. Got The Time (Joe-Jackson-Cover)
  3. Madhouse
  4. I Am The Law
  5. Now It’s Dark
  6. Hymn 1
  7. In The End
  8. A.I.R.
  9. Antisocial (Trust-Cover)
  10. Indians (mit „Cowboys From Hell“als Outro)


Auf der Obscure-Stage wird es zu später Stunde gleich in doppelter Hinsicht brachial: Zunächst sorgen CAR BOMB mit ihrem technischen Mix aus Progressive und Death Metal für vertracktes Headbangen und explosive Stimmung. Daran anschließend entern die englischen Anarcho-Punk-Legenden DISCHARGE die Bühne – allerdings erst nach einem viel zu langen Intro. Ist dieses erst überstanden, tobt jedoch ein wilder Moshpit nach dem anderen zu aggressiven Crust-Punk-Riffs durchs Zelt. Zu dieser späten Stunde alles andere als einen Selbstverständlichkeit. [BL]

Im Laufe des Tages macht über die Festival-App eine Infomeldung die Runde, die bei Fans von DEICIDE für Enttäuschung, bei allen anderen für Erheiterung sorgt. Einmal mehr haben es Glen Benton und seine Chaosbande vermasselt: Da sie den Flug verpasst haben, kommen sie schlanke 36 Stunden zu spät in Europa an und fahren deshalb direkt zum Party.San Open Air. Für BRUTALLY DECEASED dürfte damit ein kleiner Traum in Erfüllung gehen. Nachdem die Prager bereits am Vormittag die Sea-Shepherd-Stage eröffnet haben, dürfen sie nun vor wesentlich mehr Publikum noch einmal ran. Mag ihr Death Metal auch keinen Preis für Kreativität und Innovation gewinnen, erweisen sich die Tschechen der zweiten Chance mehr als würdig und liefern einen rundum gelungenen Gig ab. [SB]

Nachdem am Vorabend Frog Leap auf der Hauptbühne bereits eine anständige (Metal-)Party gefeiert haben, gehen CARPENTER BRUT zum Abschluss des Samstags auf der Hauptbühne noch einen Schritt weiter und sorgen mit treibendem Synthwave für ein ausgelassen tanzendes Publikum. Untermalt von Visuals aus trashigen B-Movie-Horrorfilmen und einer hektischen Lichtshow werden hier so manche sonst trve Metaller zu Partytieren. Der Beweis ist spätestens beim finalen Cover des aus „Flashdance“ bekannten Hits „Maniac“ erbracht, bei dem das gesamte Publikum seine letzten Reserven aktiviert und lauthals mitsingt. Nach Perturbator im letzten Jahr ein weiterer Beweis für die Aufgeschlossenheit der Organisatoren wie auch des Publikums! Wer nun noch steht und sich musikalisch wieder Richtung Metal bewegen will, hat zum Abschluss des zweiten Festivaltages mit UNE MISÉRE auf der Zeltbühne eine letzte Chance. Die düstere Mischung aus (Post-)Black Metal, Crust Punk und Post Hardcore stellt einen Gegenpol zum bunten Treiben auf der Hauptbühne da und sorgt noch einmal für lauten Jubel – auch wenn die Zuschauer zu später Stunde nicht mehr ganz so zahlreich (aber noch genauso motiviert!) sind wie bei den vorangehenden Shows. [BL]

Während das Wetter an den ersten beiden Festivaltagen eher durchwachsen ist, lassen die Bands keine Wünsche offen. Sieht man von DEICIDE ab, die in ihrer Unfähigkeit, gebuchte Shows dann auch zu spielen, an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind, gibt es an zwei Tagen quasi keine Enttäuschungen, dafür aber massenweise spektakuläre Auftritte, die lange in Erinnerung bleiben werden. Auch das „Drumherum“ passt: Weder für die Festivalbändchen, noch an den Aufladestationen der Bändchenchips für das Cashless-System gibt es Warteschlangen – einzig, wer Festival-Merchandise erwerben möchte, muss sich in Geduld üben.

Anders als die Naturtribüne, in deren wundervollem Ambiente zahlreiche Fans Shows und Sonnenuntergänge genießen, stellen sich die „Luxustribünen“ als äußerst störend heraus: Durch die Sichtbehinderung dahinter reduzieren die Container das Infield um weit mehr als die Fläche, die sie tatsächlich einnehmen. Dass für Rollstuhlfahrer indessen weiterhin nur ein viel zu niedriges Podest am äußersten rechten Infieldrand zur Verfügung steht, grenzt da schon fast an Hohn. Erstere wieder abschaffen und zweitere verbessern wäre hier das einzig Richtige. Erfreulich gut ist unterdessen die sonstige Infrastruktur: Mehr Bierstände und mehr Toiletten bilden zusammen mit dem Durst der Besucher eine gelungene Dreifaltigkeit. Die nächsten zwei Tage können kommen!

>> Lies hier in Kürze TEIL 2…

… unter anderem mit HEILUNG, EMPEROR und ELECTRIC WIZARD (Freitag), ROTTING CHRIST,  und NAPALM DEATH (Samstag) sowie unserem abschließenden Fazit!

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