CD-Review: Agathodaimon - Serpent's Embrace

  • Veröffentlichung: 2004
  • Label: Nuclear Blast
Besetzung

Frank „Akaias“ Nordmann – Gesang, Gitarre
Sathonys – Gitarre, klarer Gesang
Eddie „Darin“ Smith – Bass, klarer Gesang
Felix Ü. Walzer – Keyboard, Synthesizer
Matthias Rodig – Schlagzeug

Tracklist

01. Cellos For The Insatiable
02. Serpent’s Embrace
03. Rebirth
04. Light Reborn
05. Faded Years
06. Solitude
07. Limbs Of A Stare
08. The Darkness Inside
09. Bitter End
10. Fellings


Gute Kritiken waren bei Agathodaimon eigentlich nie Mangelware. Die ersten beiden Alben „Blacken The Angel“ und „Higher Art Of Rebellion“, damals noch ziemlich schwarzmetallisch angehaucht, erhielten ebenso viel Anerkennung wie das stilistisch etwas breiter gefächerte „Chapter III“.
Ständige Besetzungswechsel und die zuletzt deutlich erkennbare Ausdehnung des Agathodaimon-Sounds ließen bereits erahnen, dass „Serpent’s Embrace“ nicht mehr so viel mit dem bombastischen Black Metal der Anfangstage zu tun haben würde. Stattdessen gibt’s auf Album Nummer 4 einen kurzweiligen Mix moderner Dunkelheit, der sich eigentlich nur schwerlich in eine Genreschublade eintüten lassen will.

Da treffen sägende Stakkatoriffs („Cellos For The Insatiable“) auf doomiges Gegrunze („Bitter End“), thrashige Nackenbrecher auf wunderschöne Melodien („Light Reborn“) oder soilworkartige Keyboardklänge („Serpent’s Embrace“) auf leichte Ausflüge in die schwarzmetallische Vergangenheit („Rebirth“).
Diese stilistische Vielfalt, durch die sich auf jeden Fall ein roter Faden zieht, der das ganze auch authentisch wirken lässt, ist zweifellos Agathodaimon’s große Stärke. So fügt sich z.B. die wunderschöne, ambientartige Ballade „Solitude“ (herrlich gesungen von Opalessence-Sängerin Ophelia) ohne Probleme zwischen der spannend arrangierten Midtempohymne „Faded Years“ und dem recht ruppigen „Limbs Of A Stare“ ein. Die Band hält sich stets alle musikalischen Türen offen, und clevere Arrangements geben Stücken wie „Rebirth“ oder „ The Darkness Within“ zusätzlich Tiefe.
Hinzu kommen die elegant eingebrachten Keyboard- und Synthieklänge, die zwar immer viel Gewicht in den einzelnen Stücken haben, aber dennoch sehr genau wissen, wann sie besser im Hintergrund bleiben. Selbiges gilt für den mehrstimmigen, klaren Gesang, der in seinen jetzigen Anteilen eine unglaubliche Bereicherung für die Stücke darstellt.

Das gekonnte Verknüpfen von Melodie und Aggression, von straightem Rockbeat und rhythmischer Vertracktheit, garniert mit einer passenden Produktion aus den Kohlekeller Studios, machen „Serpent’s Embrace“ zu einer konsequenten und vor allem gelungenen Weiterentwicklung des Agathodaimon-Sounds. Man darf gespannt sein, wie die musikalische Reise der Band weitergeht!

(Alexander)

Bewertung: 8.5 / 10

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