CD-Review: Blackfield - Open Mind: The Best Of Blackfield

  • Veröffentlichung: 2018
  • Label: KScope
  • Spielart: Rock
Besetzung

Steven Wilson - Gesang, Gitarre, Keyboard
Aviv Geffen - Gesang, Gitarre, Keyboard

Tracklist

01. Blackfield
02. Family Man
03. Open Mind
04. 1.000 People
05. Oxygen
06. Hello
07. Once
08. How Was Your Ride?
09. Waving
10. From 44 To 48
11. Pain
12. October
13. Faking
14. Dissolving With The Night
15. End Of The World


BLACKFIELD ist ein Projekt des israelischen Popmusikers Aviv Geffen und der britischen Progressive-Rock-Legende Steven Wilson. Mit Progressive Rock hat das Schaffen der beiden allerdings wenig bis nichts zu tun. Steven Wilsons musikalische Handschrift ist bei einem großen Teil der Kompositionen auf „Open Mind: The Best Of Blackfield“ jederzeit spürbar, allerdings verlieren sich die Songs nicht in ausschweifenden Solopassagen oder unkonventionellen Arrangements: BLACKFIELD ist Popmusik mit Substanz und oftmals radiokompatibel im positiven Sinne. Nach fünf Alben und einer DVD macht also eine kleine Werkschau durchaus Sinn.

Die Musik von BLACKFIELD als solche erinnert harmonisch oft an Wilsons Soloschaffen oder auch Porcupine Tree, bleibt dabei aber kompakter, was sich primär in den Tracklängen um die drei bis vier Minuten und klassischen Songstrukturen à la Strophe/Refrain/Strophe äußert. Die Songs auf „Open Mind: The Best Of Blackfield“ sind nicht chronologisch angeordnet, was es dem Zuhörer leichter gemacht hätte, die musikalische Entwicklung von BLACKFIELD nachzuvollziehen – was aber sicher kein must-have ist. Zumal viele der Titel, wohl größtenteils auf der Gitarre geschrieben, auch nicht unendlich variabel sind – zu ähnlich sind sich die einzelnen Platten, die zwischen 2004 und 2017 veröffentlicht wurden.

Dementsprechend schwer fällt es, einzelne Songs hervorzuheben: Der Opener „Blackfield“ vom gleichnamigen Debüt bleibt aber ohne Frage neben einigen anderen Stücken im Ohr hängen. Dass mit Alan Parsons („How Was Your Ride“) und Trevor Horn („Oxygen“) zwei Fremdproduzenten an Bord sind, würde man ohne Blick ins Booklet gar nicht mitbekommen. Apropos Booklet: Dieses enthält die von Stephen Humphries zusammengefasste Geschichte von Wilsons und Geffens gemeinsamer Arbeit, aber keine Songtexte oder Informationen über weitere Beteiligte.

So enthält „Open Mind: The Best Of Blackfield“ unterm Strich einen schönen Querschnitt aller Alben des Duos in Form von 15 Songs, wobei „IV“ (an dem Wilson nicht beteiligt war) mit nur einem Song („Faking“) repräsentiert wird und man unveröffentlichtes Material in Form von Bonus Tracks leider vergeblich sucht. Schade, wäre dies doch eine nette Gelegenheit gewesen, dem geneigten Sammler einen wirklichen Mehrwert zu bieten. So wendet sich die Compilation in erster Linie an Interessierte, die keines der zuvor veröffentlichten Alben kennen und sich möglichst unkompliziert ein Bild von BLACKFIELD machen wollen. Für die ruhigen Momente im Leben, in denen man einfach entspannte, unkomplizierte Musik hören möchte, eine runde Geschichte. Wer es komplexer oder abwechslungsreicher mag, sollte dann doch lieber bei Wilsons Soloarbeiten oder Porcupine Tree bleiben.

Keine Wertung

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