CD-Review: Bloodbath - The Wacken Carnage

Besetzung

Mikael Åkerfeldt - Gesang
Dan Swanö - Gitarre
Anders Nyström - Gitarre
Jonas Renkse - Bass
Martin Axenrot - Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Cancer Of The Soul
03. So You Die
04. Soul Evisceration
05. Ways To The Grave
06. Ominous Bloodvomit
07. Like Fire
08. Bastard Son Of God
09. Breeding Death
10. Outnumbering The Day
11. Brave New Hell
12. Furnace Funeral
13. Eaten


Man nehme ein Prise Opeth und zwei Teelöffel Katatonia.Und was kommt dabei heraus? Richtig: BLOODBATH. Und wenn sich solch eine Band entschließt, ein einziges Konzert zu geben, wo wird dieses dann stattfinden? Wieder richtig: Auf dem Wacken Open Air.
Obwohl Mikael Åkerfeldt die Band nach dem ersten Album verlassen hat und sich vollkommen Opeth zu widmen, sprang er an diesem Abend für Tätgren ein, der aus privaten Gründen verhindert war. Ein Abbruch tat es der Stimmung keineswegs.
Wer selbst vor Ort war, oder Berichte darüber gelesen hat, weiß warum man sich für diesen Albumtitel entschieden hat. Wenn eine Band wie BLOODBATH das erste (und bis dahin einzige) mal einen Auftritt spielen, geben die Fans alles.

„Alles geben“ dachten sich wohl dann auch BLOODBATH und ließen sich nahe zu 3 Jahre Zeit für diese Live CD/DVD. Heraus kam letzten Endes ein in Bild und Ton gebanntes Best-Of, denn „The Wacken Carnage“ bietet einen perfekten Querschnitt des damaligen Repertoires.Dieses umfasst die komplette „Breeding Death“ EP, Genickbrecher wie „Eaten“ und „Brave New Hell“, sowie Songs wie „Cancer of the Souls“ und „So You Die“.
Die Produktion auf der CD ist, logischerweise, mächtig und bis auf vereinzelte minimale Tonaussetzer gibt es nichts zu meckern. Man erkennt, dass der Ruf eine „Allstar Band“ zu sein, hier nicht von ungefähr kommt. Die beiden Gitarristen spielen als ginge es um ihr Leben, das Schlagzeug feuert eine Salve nach der anderen auf das Publikum und Mikael überträgt 1:1 das Feeling der CD auf die riesige Wacken Bühne. Und was man dabei auf keinen Fall vergessen sollte: Dieser Auftritt war der Erste und (bis zum Party.San 2008) Einzige Auftritt der Jungs. Viel Proben und Bühnenerfahrung konnte demnach nicht gesammelt werden.

Diese Energie wird auch ohne Probleme auf das Publikum übertragen, das schon nach wenigen Minuten der Band aus der Hand frisst. Vielleicht unter anderem auch, aufgrund der sehr erheiternden (wenn auch überraschend auf ungewöhnlichem Nievau sich befindlichen) Minispielchen die Mikael mit dem Publikum anstellt. So wird das Publikum desöfteren aufgefordert, zuerst im Death Metal Stil zu growlen, dann laut und hoch zu schreien, um später dann Dani Filth Höhen zu erreichen.

„The Wacken Carnage“ erscheint mit einer DVD, die das ganze Konzert in Bild und Ton(Dolby Digital 5.1 ) festgehalten hat. Die Atmosphäre wird dank vielen Kameraeinstellungen und einer guten Kamerführung perfekt auf den heimischen DVD Player übertragen. Da ist es schon fast Nebensache, dass sich BLOODBATH blutverschmiert auf der Bühne zeigen.Zu kritisieren gibt es hier ebenfalls kaum etwas. Vereinzelnt sind ein paar Aussetzer bei der Bildqualität auszumachen. Die Schuld hierfür, könnte man allerdings dem bescheidenen Wetter in die Schuhe schieben.

Alles in allem ist „The Wacken Carnage“ eine nahezu perfekte Live CD/DVD für alle BLOODBATH und Death Metal Fans, oder solche, die es noch werden wollen. Zwar ist der ganze Spaß nach knapp 55 Minuten zu Ende und Bonusmaterial ist nicht in Sicht, aber das ist bei den bis dahin erschienem Material auch zu verkraften.Eine der besten Live Veröffentlichungen der letzten Jahre. Toppen könnten BLOODBATH diese Veröffentlichung nur, wenn sie an einem Stück beide Alben und EPs runterzocken würden.

Keine Wertung

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